Chronik.Ereignis1033 Feldzug Selaque 19: Unterschied zwischen den Versionen
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Warum nun genau die Scheffelsteinerin gefesselt war, ließ er unbeantwortet, ebenso wie der [[Hofjunker]] keine Anstalten gemacht hatte, den zumindest den Verbleib des entwendeten Rosses zu erklären. | Warum nun genau die Scheffelsteinerin gefesselt war, ließ er unbeantwortet, ebenso wie der [[Hofjunker]] keine Anstalten gemacht hatte, den zumindest den Verbleib des entwendeten Rosses zu erklären. | ||
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'''Autor:''' [[Benutzer:SteveT|SteveT]] | |||
"Aber das macht doch keinen Sinn!" widersprach Moritatio dem Condottiere kopfschüttelnd. "Die Wilden, die gerade Reißaus genommen haben, werden den Rest ihres Stammes alarmieren, so daß Ihr sie an den Hacken habt, noch ehe Ihr zurück in Grezzano seid. Außerdem ist Grezzano verlassen, hier in Vanyadâl aber leben nach wie vor Menschen, die unseres Schutzes bedürfen - auch wenn sie sich derzeit gerade alle in ihre Häuser verkrochen haben." | |||
Er machte ein spitzfindiges Gesicht und begann zu grinsen: "Möglicherweise kenne ich einen Weg, Euch ungesehen in das Castillo hineinzubringen. Um der Wahrheit die Ehre zu geben," er hielt demonstrativ seine Öllampe hoch, die er gerade Guiterrez abgeschwatzt hatte, "war ich justament dabei, in unsere Burg einzudringen, als Ihr mit Eurem Terzio aufgetaucht seid." | |||
Er machte eine bedeutungsschwere Pause und wartete auf eine Reaktion im Anlitz des Söldnerführers, um dann fortzufahren: "In Kürze wird die Nacht hereinbrechen, was uns zusätzlich in die Karten spielt. Da es sich um einen geheimen Zugang zu unserer Burg handelt, den ich eigentlich keinem Familienfremden offenbaren darf, müsstet Ihr mir nur mit höchstens einer Handvoll Männer und Frauen im Dunkeln folgen, bis wir besagten Zugang erreicht haben. Ich denke, wir kennen uns nun lange genug, um einander vertrauen zu können." Er blickte wieder hinüber zu Richeza und seine Besorgnis über ihren Zustand kehrte zurück: "Aber sagt doch - was ist zwischen Euch vorgefallen, daß Ihr meine Base so hart vom Pferd gerissen habt? Es wird doch sicher nicht erforderlich sein, ihr die Hände zu binden, als wäre sie Brigantin auf der Flucht?" | |||
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'''Autor:''' [[Benutzer:Der Sinnreiche Junker von Aranjuez|Der Sinnreiche Junker]] | |||
„Von oben herab ein paar Speere zu werfen ist eine Sache, aber sie werden es nicht wagen, eine Gruppe Bewaffneter, die nun gewarnt ist, direkt anzugreifen.“ Freilich, seine Gruppe Bewaffneter war mehr und mehr dahin geschmolzen. Seine Leute in den Bergen, die abgerückten Gräflichen, nun beinahe alle der ohnehin nur noch kärglichen Reiterschar. Er deutete in Richtung des Castillos: „Und genauso ist es dort oben. Heute Nacht sind sie gewiss auf der Hut, nachdem wir gerade erst vor ihren Toren standen. Ich jedenfalls würde damit rechnen, dass jemand, bei Tage nicht eingelassen, des Nächtens versuchen würde, über die Mauer zu gelangen. Ein Geheimgang freilich…nun ja, das vereinfachte die Sache gewaltig, doch solange man die Besatzung nicht in ihren Betten überrascht, würde es recht blutig, zumal Ihr wohl nicht zufällig auch wisst, von wie vielen Strolchen wir da reden?“ | |||
Zwar sah er einen Moment fragend zum jungen da Vanya, ehe er wohl wieder des Schmerzes im Bein gewahr wurde, und mit verkniffenem Antlitz den Kopf schüttelte. „Nicht heute Nacht, Dom Moritatio. Ich verstehe Eure Ungeduld, doch ist es zu riskant, solange die Burgbesatzung alarmiert ist. Wir müssen es nach Grezzano schaffen. Schließt Euch uns an, dann erkläre ich Euch auf dem Wege die Sache mit Eurer Base.“ | |||
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'''Autor:''' [[Benutzer:SteveT|SteveT]] | |||
Moriatio trat unschlüsig von einem Fuß auf den anderen. Blickte zum Castillo, zu Dom Hernán und wieder zum Dorf. Dann schüttelte er wieder einmal den Kopf. "Es geht nicht! Ich stimme Euch zu, dass heute kein guter Zeitpunkt sein dürfte, in unsere Burg einzudringen, weil die dumme Morena von Harmamund die Besatzer vorgewarnt hat. Was wollte sie dort am Tor? Hat sie erwartet, Praiosmins Schergen öffnen einer Wildfremden, die mit einem Haufen Bewaffneter | |||
anrückt, bereitwillig Tür und Tor? So dumm sind sie auch nicht!" | |||
Er zuckte mit den Achseln: "Wie ich sagte, kenne ich einen Weg, um ungesehen in das Castillo hinein- oder hinaus zu gelangen - und ich spreche nicht von der Strickleiter, die wir neulich notgedrungen benutzen mussten. Ich habe den Entschluss gefasst, es jetzt durchzuführen und so muss ich auch vor mir selbst zu meinem Wort stehen. In Grezzano bedarf niemand mehr meiner Hilfe - hier schon! Ich will die 120 Seelen, die hier noch immer wohnen, in die Burg einlassen, sobald sie wieder unser ist, da Praiosmins Schergen das Schicksal ihrer Schutzbefohlenen gleichgültig zu sein scheint. Gerade waren die Blutsäufer da - aber die armen Menschen müssen sich in ihren eigenen Hütten verschanzen, da ihre Fluchtburg für sie verschlossen ist!" | |||
Er tippte sich an die Stirn, um die Idiotie eines solchen Handels aufzuzeigen. "Meine Mutter und meine Schwester sind unterwegs nach Schrotenstein und Wildenfest und werden von dort mit einem uns treuen Kriegshaufen zurückkehren. Mein Plan ist es, ihnen dann im richtigen Augenblick das Tor zu öffnen. Mit Eurer Hilfe wäre das leichter zu bewerkstelligen gewesen - aber ich kann Euch nichts vorschreiben, Euer Rang ist höher denn meiner, und wir stehen ohnehin bereits in Eurer Schuld." | |||
Er blickte wieder zur Burg hinüber, wo wegen des Einsetzens der Abenddämmerung ein erstes Fackellicht im Bergfried aufflammte. "Viel Besetzung kann nicht auf der Burg sein, vielleicht zehn oder fünfzehn Mann, würde ich vermuten, denn obwohl Selaque reich ist, waren der Reichsvogtin Ausgaben für Waffenvolk oder wehrtechnische Belange schon immer ein Graus - für andere Dinge, etwa für ihre Speisekammer oder ihre Bibliothek, sitzt ihr das Geld weitaus lockerer." | |||
Er blickte den Condottiere aufmerksam an, ob ihn diese Information zum Umdenken brachte. | |||
Dann deutete er nochmals auf seine Base: "Was Richeza betrifft, so bitte ich Euch, sie hierzulassen! Sie könnte im Haus unseres Schulzen Unterbringung finden, gegebenenfalls auch mit dem alten Verrück ... äh, mit dem Heiler Krähenfreund zusammen. Wenn Ihr sie unter Arrest gestellt habt, weil sie irgendeinen Schaden verursacht hat, so wird unsere Familia Euch den Schaden ersetzen - mein Wort darauf!" Er hielt Hernán die Hand zum Einschlagen hin. | |||
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'''Autor:''' [[Benutzer:von Scheffelstein|von Scheffelstein]], [[Benutzer:Der Sinnreiche Junker von Aranjuez|Der Sinnreiche Junker]] | |||
„Offengestanden war es mein Einfall“, lächelte der Baron und Junker mit schmerzlichem Gesichtsausdruck, und das gewiss nicht nur, weil sein Plan fehlgeschlagen war. „Immerhin hatten wir einen schriftlichen Befehl des [[Gwain von Harmamund|Marschalls]] Seiner Kaiserlichen Majestät. Man sollte meinen, dass ein solcher insbesondere in einem kaiserlichen Eigengut etwas gelte.“ | |||
Dann ging sein Blick wieder in Richtung des Castillos. „Lasst mich Euch einen Rat geben hinsichtlich Eures Planes“, strich er sich einmal mehr über die bärtigen Wangen, statt in dessen Hand einzuschlagen. Der Mercenario zu seinen Füßen schlug derweil ein letztes Mal den Verband um seinen Oberschenkel, und machte sich daran das Tuch zu verknoten. „Fester“, befahl Hernán von Aranjuez knapp, ehe er wieder zum Hofjunker sah: „Mit einem geöffneten Tor alleine wird es nicht getan sein. Jener Kriegshaufen muss dennoch erst einmal den Weg hinauf zum Castillo nehmen, was blutig genug wird. Sicherlich könnt Ihr im rechten Moment die Ketten der Zugbrücke lösen, vielleicht gelingt es Euch sogar das Tor zu öffnen, doch werdet Ihr schwerlich alleine das Torhaus nehmen und halten können, sodass jener Kriegshaufen noch immer unter einem vom Feind besetzten Torhaus hindurch muss, in den Innenhof einer vom Feind besetzten Feste hinein. Keine sonderlich angenehme Aussicht. Ich fürchte, Dom Moritatio, Ihr müsst das Castillo Eurer Familia durch den Geheimgang im Handstreich nehmen. Das wird schwerlich gegen eine vorgewarnte Besatzung gelinge, gäbe ich Euch meine Leute. Und Eure [[Rifada da Vanya|Mutter]] hat uns erst vorgestern verlassen, es wird gewiss noch einige Tage dauern, bis sie mit Entsatz zurückkehrt. Folglich sehe ich wenig Sinn darin, hier zu verweilen. Zumal die Wachsamkeit der Besatzung gewiss nicht nachlassen wird, wenn sich unten im Dorf ein Kriegshaufen herum treibt.“ | |||
Des Condottieres Blick wanderte zu Tsacharias Krähenfreund. "Nun", sagte dieser soeben an einen Söldner gewandt, der das Pferd auf dem Richeza von Scheffelstein y da Vanya geritten war, wieder eingefangen hatte, "wenn ich nach den Zügeln des Pferdes griffe und mit ihm davon ritte, würdet Ihr dann auch mich herunterschießen? Oder würde Euer Capitan mich in den Staub treten? Bedenket meine Worte: Was ihr die Kinder Tsas erleiden lasst, das tut ihr Tsa selbst an." | |||
Der Alte hatte es tatsächlich geschafft, eine Mercenaria zu beschwatzen, sich so zu stellen, dass ihr Schatten auf die noch immer bewusstlose Edle fiel. Zwei ihrer Kameraden spotteten über die Frau, die heftig auffuhr: "Was ist los mit euch? Ich jedenfalls will nicht, dass Tsa mich verflucht und ich ihren Segen nicht mehr empfangen kann!" | |||
"Haha, komm nur her, Alrigia", rief ein tulamidisch aussehender Söldner und fasste sich in den Schritt, "ich segne dich, dann haste dein Kind, ehe die Sonne untergeht." Die Umstehenden feixten. | |||
"Halt die Fresse, Rafik", erwiderte die Söldnerin, "und schieb dir deinen Heidenpimmel selbst ins Knie!" | |||
"Wie nennst du mich?", fragte der Mercenario drohend, aber der alte Heiler trat zwischen die beiden, ehe der Streit handgreiflich werden konnte. | |||
"Aber, aber", sagte der alte Mann. "Frieden! Tsa flucht nicht – wahr aber ist, dass sie jene am liebsten segnet, die ihren Segen zu schätzen wissen und das Leben, das aus ihm entsteht. Nun nehmt mir die Fesseln ab", bat er den Söldner Rafik und hielt ihm die Hände hin", dass ich mich um die Dame kümmern kann. Sie braucht eine Bettstatt und Ruhe. Wahrlich, es hat genug Tote gegeben an diesem Tag, nicht einen Tod soll dieser Tag noch sehen!" | |||
Nachdem er die Landsknechte mit fragend gehobenen Augenbrauen zum Schweigen gebracht hatte, legte er dem jungen da Vanya, der enttäuscht die Hand hatte sinken lassen, seine Rechte auf die Schulter, und schob ihn ein wenig von dem Zug weg, wobei er sich gleichzeitig auf seiner Schulter abstützte, um die paar Schritte mit humpeln zu können. | |||
„Was freilich Eure Base angeht, Dom Moritatio, stehe ich vor einem Dilemma. Ich ging davon aus, sie würde sich den [[Grafschaft Ragath|Gräflichen]] anschließen, um den [[Praiodor von Culming-Alcorta|Jungen]] hier heraus zu bringen. Stattdessen hat sie den Jungen in Dom [[Gendahar von Streitzig ä. H.|Gendahars]] Obhut übergeben, und trug sich mit dem Gedanken alleine nach [[Ragath]] zu reiten, um weitere Bewaffnete nach Selaque zu holen. Um ihrer eigenen Sicherheit Willen sah ich mich gezwungen sie zu arretieren, denn immerhin sind ihr nicht nur Ferkinas und die fette Praiosmin feindlich gesinnt, sondern Morena von Harmamund war samt Begleitung bereits im Lager. Wer weiß was geschehen wäre, hätte ich sie alleine losreiten lassen, noch dazu mit einem solchen Ansinnen. | |||
Ich will jedoch eingestehen, dass es auch selbstische Gründe gab. Immerhin bin ich von Seiner Exzellenz angehalten nach Kräften den Frieden in Selaque zu wahren, und wie sollte ich hernach rechtfertigen, dass ich es geduldet habe, dass jemand weitere Bewaffnete heranführte, damit diese Fehde noch weitere Kreise zieht? Wenn ich mich also Euch oder Eurer Mutter nicht in den Weg stelle, Euch womöglich sogar unterstütze, dann vor allem weil es im Sinne meiner Befehle ist. Denn solange die Leute der Elenterin dort droben sitzen, wird Eure Mutter gewiss nicht ruhen. Ist aber das Castillo erst einmal wieder in ihrer Hand, so hat sie hoffentlich zunächst andere Sorgen, als sogleich gegen Castillo Albacim zu ziehen. Zumal ihr dazu auch die Stärke fehlen dürfte – zumindest solange sie keine Verstärkung aus … nun, sagen wir einmal: Ragath, erhält. Umgekehrt verkriecht sich die Elenterin ja jetzt schon hinter ihren Mauern, und wird sich dann erst recht nicht mehr heraus wagen. | |||
In drei Wochen wird Seine Exzellenz mit dem Kaiserlichen Heer hier sein, und dem Ferkinaspuk ein Ende bereiten, und ich bin von meiner jetzigen Pflicht entbunden. Dann mag geschehen was will. Bis dahin jedoch …“, nahm seine Stimme einen durchaus warnenden Unterton an „… muss ich zusehen, dass die Sache nicht noch weiter eskaliert, und da kann ich keine weiteren Bewaffneten auf irgendeiner Seite brauchen.“ | |||
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'''Autor:''' [[Benutzer:SteveT|SteveT]] | |||
Die Schultern des jungen da Vanya waren während Dom Hernans Ausführungen immer weiter herab gesackt, was letzteren, der sich humpelnd auf eben diese stützte, um ein Haar gänzlich aus dem Gleichgewicht und zum Stürzen gebracht hätte. | |||
"Ihr habt mit allem Recht," gab Moritatio kleinlaut zu, "dass es trotz geöffnetem Tor schwierig werden wird, die Zugbrücke und das Torhaus zu stürmen, habe ich nicht bedacht." Er fasste sich an die Stirn und blickte resignierend zum Himmel, wo sich passend zu seiner Gemütslage in diesem Augenblick dicke schwarze Wolken vor das bislang strahlende Abendrot schoben - es würde nicht mehr lange dauern, bis eines der typischen Bosquirtaler Nachtgewitter mit Platzregen und Sturmböen auf sie hernieder gehen würde. | |||
"Dennoch kann ich Euch aus den erwähnten Gründen nicht nach Grezzano zurück begleiten! Rückt Ihr nur auffällig ab, man beobachtet uns ja sicher von den Türmen des Castillos aus. Ich bleibe hier in einer der Hütten unserer Eigenhörigen und warte das Eintreffen meiner Mutter ab. Ich wäre Euch aber in noch größerem Dank verbunden, wenn Ihr mir das Vertrauen schenkt, meine Base Richeza - zusammen mit dem alten Heiler - ebenfalls hierzulassen. In ihrem derzeitigen Zustand stellt sie keine Gefahr für Euch und den Landfrieden dar, es wird einige Tage dauern, bis sie wiederhergestellt ist und dann kann sie meiner Mutter, mir und dem Rest der Familia bei der Rückeroberung unseres Castillos helfen. Sie ist eine landesweit berühmte Fechterin und wird uns bei diesem Unterfangen sicherlich nützlich sein. Ich werde dafür Sorge tragen, dass sie keine sonstigen Schritte unternimmt, die den Frieden Selaques gefährden könnten. Wenn das Castillo wieder unser ist, sollten wir sie nach Kornhammer zurücksenden, denn dort werden die Wilden gewiss kaum weniger schlimm wüten als hier." | |||
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'''Autor:''' [[Benutzer:Der Sinnreiche Junker von Aranjuez|Der Sinnreiche Junker]] | |||
Hernán von Aranjuez grübelte. Sein Blick ging vom jungen da Vanya zu seiner noch immer bewusstlosen Base. Scheinbar schien die Möglichkeit, sich der Gefangenen – und gewiss nicht zuletzt auch des renitenten Heilers – zu entledigen durchaus interessant. Nach einigen Momenten war sein Blick wieder beim Hofjunker. | |||
„Ich überlasse sie Eurer Obhut, wenn Ihr auf Eure Ehre als da Vanya und als Hofjunker Seiner Majestät schwört, dass Ihr dafür Sorge tragen werdet, dass Domna Richeza von Scheffelstein dieses Tal nicht verlässt, bis Seine Exzellenz mit dem Entsatzheer hier ist. Nicht gen Kornhammer, und nicht anderswo hin. Auf Eure Ehre, Dom Moritatio.“ | |||
Der Condottiere nahm die Hand von der Schulter seines Gegenüber, trat etwas unbeholfen einen halben Schritt zurück, und hielt ihm nun seinerseits die frei gewordene Rechte zum Einschlagen hin. | |||
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'''Autor:''' [[Benutzer:SteveT|SteveT]] | |||
Moritatio schlug in die Hand des Condottieres ein. "Ich verspreche und schwöre Euch, daß ich mein bestes geben werde, um genau dies zutreffen zu lassen." Er schuckte. "Allerdings ist meine Base eine...ähm, sagen wir recht dickschädlige Person, die viel von meiner Mutter geerbt hat. Ich hoffe, es wird mir gelingen, sie von allem abzuhalten - etwa wenn meine Mutter hier eintrifft und ganz andere Pläne haben sollte. Aber gut, wenn ich etwas auf meine Ehre schwöre, so werden hoffentlich sogar sie ein Einsehen haben und auf das Eintreffen des Marschalls warten." Er nickte, mehr zu sich selbst. Dann fuhr er etwas überrascht fort: "Ihr glaubt, der Marschall - also ich meine...noch ein Harmamund...er kommt auch noch ausgerechnet ''hierher''?". | |||
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'''Autor:''' [[Benutzer:Der Sinnreiche Junker von Aranjuez|Der Sinnreiche Junker]] | |||
Der Baron und Junker hielt die Hand des Hofjunkers fest. „Nein, Dom Moritatio, Ihr werdet nicht nur Euer Bestes geben, sondern Ihr werdet dafür Sorge tragen, dass dem so ist. Soweit kenne ich Eure Base schließlich mittlerweile auch, sodass ich mich auf nichts darunter einlassen kann, wenn ich sie Eurer Obhut übergeben soll.“ Wie der arme Hofjunker dafür Sorge tragen sollte, dass eine Richeza von Scheffelstein Däumchen drehend auf Castillo da Vanya festsitzen sollte, war ihnen freilich wohl beiden nicht klar. | |||
So ließ er die Hand des jungen da Vanya los, und zuckte mit den Schultern. „Je nachdem wie sich in Punin die Lage darstellt. Weiter im Norden, womöglich bis hinauf nach Khahirios, wird vielleicht ebenfalls Hilfe gebraucht, sodass Seine Exzellenz mit der Hauptmacht womöglich nicht persönlich bis in den hintersten Winkel Selaques kommt. Aber ganz gewiss wird er Truppen schicken, um hier für Ruhe und Ordnung zu sorgen.“ Und nachdem es sich um ein kaiserliches Eigengut handelte, wussten sie beiden, dass dies nicht nur auf die plündernden Ferkinas gemünzt war. | |||
* ''Die Geschichte um Domna Richeza und Dom Moritatio wird hier fortgesetzt: [[Chronik.Ereignis1033 Feldzug Selaque 21|Schauplatz: Selaque, Teil 21]].'' | |||
* ''Die Geschichte um Dom Hernáns Söldner wird hier fortgesetzt: [[Chronik.Ereignis1033 Feldzug Raschtulswall 22|Schauplatz: Raschtulswall 22, Teil 22]].'' | |||