Chronik.Ereignis1033 Feldzug Ferkinalager 13: Unterschied zwischen den Versionen

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Nasfágul nickte bedächtig.  
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"Gib mir das!" Kazûm nahm Rusami den Eisenspeer aus der Hand und schob das breite Ende unter einen kindsgroßen Stein am Abhang. "Hilf mir!", forderte er Rusami auf, und die beiden Blutjäger drückten die Eisenstange unter den Stein, bis er sich ein kleines Stück anhob. "Glotzt nicht, schiebt, ihr Dungköpfe!", fuhr Kazûm die anderen Krieger an, die ihm gebannt zusahen. Sofort eilten drei Männer herbei und stemmten sich gegen den Stein. Mit unheilvollem Donnern stürzte er den Abhang hinab, nahm immer mehr Steine mit sich, riss flammende Wunden in den Leib des Berges, bis eine Flut von Geröll und glühenden Rinnsalen die Flanke des Djer Ragaz hinabstürzte, Sträucher entwurzelte, sich an Felsblöcken brach und schließlich über Köpfen der panischen Flachländer zusammenschlug. Einige wurden sofort unter den Trümmern begraben, andere mit den Steinen weitergerissen, ein paar wenige, die hinter einen Felsen gesprungen waren, rannten den Weg weiter bergab, um den kleineren Steinen zu entkommen, die tödlich wie Pfeile neben ihnen einschlugen.
"Gib mir das!" Kazûm nahm Rusami den Eisenspeer aus der Hand und schob das breite Ende unter einen kindsgroßen Stein am Abhang. "Hilf mir!", forderte er Rusami auf, und die beiden Blutjäger drückten die Eisenstange unter den Stein, bis er sich ein kleines Stück anhob. "Glotzt nicht, schiebt, ihr Dungköpfe!", fuhr Kazûm die anderen Krieger an, die ihm gebannt zusahen. Sofort eilten drei Männer herbei und stemmten sich gegen den Stein. Mit unheilvollem Donnern stürzte er den Abhang hinab, nahm immer mehr Steine mit sich, riss flammende Wunden in den Leib des Berges, bis eine Flut von Geröll und glühenden Rinnsalen die Flanke des Djer Ragaz hinabstürzte, Sträucher entwurzelte, sich an Felsblöcken brach und schließlich über den Köpfen der panischen Flachländer zusammenschlug. Einige wurden sofort unter den Trümmern begraben, andere mit den Steinen weitergerissen, ein paar wenige, die hinter einen Felsen gesprungen waren, rannten den Weg bergab, um den kleineren Steinen zu entkommen, die tödlich wie Pfeile neben ihnen einschlugen.


Kazûm lachte. Die Krieger johlten. Nasfágul lenkte sein Pferd auf einen Überhang und reckte die Eisenaxt in die Luft, die er einem Blutlosen geraubt hatte. "Ich bin Nasfágul Pascha iban Khenubaal, Shâr der Bâni Khadr", rief er und schlug mit der Axt gegen seinen Schild. "Tod den Blutlosen! Tod! Tod! Tod!"
Kazûm lachte. Die Krieger johlten. Nasfágul lenkte sein Pferd auf einen Überhang und reckte die Eisenaxt in die Luft, die er einem Blutlosen geraubt hatte. "Ich bin Nasfágul Pascha iban Khenubaal, Shâr der Bâni Khadr", rief er und schlug mit der Axt gegen seinen Schild. "Tod den Blutlosen! Tod! Tod! Tod!"
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"Tod!", brüllte Nasfágul wenig später, als er seine Axt in den Schädel eines der Flachländer hieb, der ihm entgegen gelaufen kam. Blut und Hirn spritzten seinen Arm hinauf. Eine Frau in einem Eisenrock sprang schreiend vom Weg, als er auf sie zuhielt, floh zwischen den Trümmern den Abhang hinab. "Nein!", rief Nasfágul, als Rusami den Speer hob. "Die Weiber will ich lebend!"
"Tod!", brüllte Nasfágul wenig später, als er seine Axt in den Schädel eines der Flachländer hieb, der ihm entgegen gelaufen kam. Blut und Hirn spritzten seinen Arm hinauf. Eine Frau in einem Eisenrock sprang schreiend vom Weg, als er auf sie zuhielt, floh zwischen den Trümmern den Abhang hinab. "Nein!", rief Nasfágul, als Rusami den Speer hob. "Die Weiber will ich lebend!"


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'''Autor''': [[Benutzer:Der Sinnreiche Junker von Aranjuez|Der Sinnreiche Junker]]
„Weiter, weiter!“, knurrte [[Gualterio Colonna]], um dann mit einem Hauch von Verachtung in der Stimme fest zu stellen: „Ihr habt zu lange unter meinem [[Hernán von Aranjuez|Onkel]] gedient.“
Tatsächlich handelte es sich bei den meisten der [[Mercenario]]s um Angehörige des Hernán’schen [[Tercio]]s, denn neben den [[Brandil von Ehrenstein ä. H.|Gräflichen]] war es hauptsächlich die Bedeckung gewesen, die der junge Bastard zusammen mit [[Rafik von Aranjuez]] nach [[Punin]] gebracht hatte, die bei diesem Unternehmen nun die Berittenen stellten. Und somit war ihnen als der berittenen Vorhut nun auch die Aufgabe zugefallen, abermals wenn auch dieses Mal zu Fuß jene Rolle zu übernehmen, derweil sich die Hauptmacht – oder was davon nach dem Ferkinaangriff noch übrig war – in [[Grezzano]] erholte. Eine Rolle die offensichtlich den wenigsten wirklich zusagte, hatten sie doch die vergangenen Götterläufe im Horasreich gedient, und offensichtlich fühlten sie sich in einem Pikengeviert wesentlich wohler als hier oben im Gebirge, mit dem Stolpern und Straucheln auf unsicheren Untergrund, den endlosen Geröllhängen, schwindelerregend steil abfallenden Wegen und den Trampelpfaden, wo man in langgezogener Kolonne hintereinander gehen musste, stets in Gefahr, dass irgendwo über einem Ferkinas auftauchten, von denen man nicht viel mehr sah, als den Regen aus Steinen, Pfeilen und Speeren, mit dem sie einen überschütteten. Richtigerweise blieb zwar festzuhalten, dass dies bislang mitnichten geschehen war, doch die schiere Vorstellung auf solche Art und Weise kämpfen zu müssen – sofern man überhaupt dazu kam, sich zu wehren – schien selbst dem hartgesottensten Veteranen unbehaglich.
Und so tastete man sich nur langsam vor in Richtung des [[Djer Kalkarif]], eine Hand an der Felswand, die andere am Griff der Klinge, und immer wachsam unter den breiten [[Caldabreser|Caldabreserkrempen]] in alle Richtungen spähend. Hin und wieder trieb der junge Colonna die Leute zur Eile an, doch nach spätestens einem halben Wassermaß waren die Mercenarios wieder in jenes vorsichtiges Tempo zurück gefallen. Zumal auch der erfahrene [[Anzures Ballan]] – wiewohl er dem Neffen des [[Condottiere]] nicht widersprach – keinerlei Anstalten machte diesem beizupflichten.
Immerhin hielt der [[Rondago Farugor von Aranjuez|Magier]] auch jetzt, als die Schatten länger wurden, munter Schritt, was gewiss den einen oder anderen überraschen mochte. „Es wird bald dunkel. Wir sollten einen Lagerplatz…habt Ihr das gehört?“, wandte sich Gualterio an jenen, und blickte nach oben, von wo ein Grollen zu hören gewesen war. Die beiden und noch zwei weitere Söldner blieben stehen, und blickten sich um, als das Grollen anschwoll, und plötzlich einige Schritte hinter ihnen eine Lawine ihre Kameraden den Abhang hinunter riss.
„Ferkinas!“, brüllte einer der Mercenarios überflüssigerweise, konnte doch jeder sehen, wie die Wilden den Abhang hinunter strömten.
„Denen ist nicht mehr zu helfen“, stellte der Bastard ungerührt fest, als er den Abhang hinab sah, wo Anzures Ballan und die Hälfte ihrer Truppe viele Schritt weiter unten unter Steinen begraben lag. Auf der anderen Seite – die Lawine hatten den Weg mit unzähligen Brocken bis hin zu mannsgroßen Felsen geteilt – aber waren noch drei weitere Söldner am Leben. „Hierher!“, brüllte der Mercenario, aber der Schrecken war wohl zu groß gewesen. Einer der Mercenarios lief geradewegs den Hang hinauf, den heran stürmenden Ferkinas in die Arme, eine Söldnerin dagegen wandte sich dem Abhang zu, und versuchte diesen hinunter zu entkommen. Der Dritte blieb unschlüssig auf dem Weg stehen.
„Die sind verloren“, griff der andere Söldner Gualterio an den Arm. Dieser nickte nur knapp, und wandte sich dann um: „Lauft!“
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'''Autor''': [[Benutzer:Dom Thallian|Dom Thallian]]
Den Magus, der nun auch schon einige Götterläufe zählte und nicht mehr ganz die körperliche Ausdauer seiner söldnerischen Begleiter vorweisen konnte, wenngleich er auch nicht als Stubenhocker gelten konnte, hatte der Angriff der Ferkinas ebenfalls überrumpelt. So verstrichen einige Schläge seines kräftig pulsierenden Herzens, bevor er sich gesammelt hatte und sich umsah.
„Verflucht …”, schnaubte er noch in die Richtung der Wilden, die da in halsbrecherischem Tempo den Berg hinabkamen. Gualterios Ruf zum Rückzug ignorierte er - so schien es jedenfalls. Er hatte bereits seine Konzentration ganz auf eine Handvoll der herabstürmenden Bergwilden gerichtet. Die Entfernung gab ihm nicht viel Zeit für ein filigranes Weben der Kräfte, sodass er das astrale Netz mit zusätzlicher Kraft absicherte, bevor er den Cantus den Angreifern entgegenschleuderte und dabei die bosparanischen Worte des Blendungszaubers den Heranreitenden mit zornigen Knurren entgegenwarf.
Mit zusammengekniffenen Augen verfolgte er die Reaktion der herandonnernden Pferde auf die Blendung, denn diese waren das Ziel des Zaubers gewesen. Und in der Tat: Ein Tier bäumte sich in Panik unter seinem blutgierigen Reiter auf und wollte sein Heil in der Flucht suchen, mit dem Tier daneben meinte es das Schicksal nicht so gut, denn erblindet machte es auf dem schwierigen Pfad einen Fehltritt und stürzte, begleitet von einem schauderlichen Knacken, das wohl seinen Knochen zuzuordnen war, gefolgt sogleich von einem markerschütternden Aufschrei des gequälten Tieres, zu dem sich auch noch das wütende schmerzverzerrte Gebrüll des Ferkinas mischte. Ein weiteres Pferd wollte sich ebenfalls aufbäumen und gar den Krieger auf seinem Rücken abwerfen, doch dieser Zwang das Tier mit hartem Griff in die Zügel zur Räson. Etwas mehr Anstregung damit hatten seine beiden Nachbarn, die alle Mühe hatten, nicht die Kontrolle und den Halt zu verlieren.
Ein grimmiger zufriedener Zug legte sich auf die Züge des kampferfahrenen Zauberers, und leise murmelte er. „Mal sehen wer sich gleich fürchtet ...“ Demonstrativ, dabei wohl durchaus beobachtet von den Reitern unweit vor ihm, hob er die Rechte mit dem Stab, schütteltete diesen, und nochmals seine Kraftreserven mobilisierend, brüllte er dann unvermittelt lautstark „Horriphobus!“ den drei noch im Sattel sitzenden Ferkinas entgegen, um abgrundtiefe Furcht vor ihm in ihre wilden Herzen zu pflanzen.
Als er sah, wie sich über das Gesicht des Ersten nackte Angst und bodenlose Furcht legten, rief er diesem noch ein „Verschwindet oder ihr geht in die Höllen!“ zu, dann aber wurde es endgültig Zeit, das noch herrschende Chaos auszunutzen und Gualterios Befehl zum Rückzug nachzukommen. So wandte er sich um mit eiligem Schritte, dabei Felsen, Brocken und Geröll ausweichend oder umrundend, dem Weg zu folgen und wieder zu den anderen aufzuschließen.
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'''Autor''': [[Benutzer:Der Sinnreiche Junker von Aranjuez|Der Sinnreiche Junker]]
„Verdammter Narr!“, zischte Gualterio, als er sah, dass der Magus zunächst stehen blieb. Dann stutzte er, als sich offensichtlich auf Reaktion dessen Treibens zunächst Unordnung in den Reihen der Ferkinas breit machte, eines der mageren Bergponys durchging, ein anderes gar zusammen brach und sich schließlich auch die ersten Reiter zur Flucht wandten, doch blieb für wenig Zeit für Anerkennung und Schadenfreude, da bereits weitere Ferkinas, die meisten davon zu Fuß, den Berg herab stürmten. „Jetzt aber los, nehmt die Beine in die Hand!“
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'''Autor''': [[Benutzer:Der Sinnreiche Junker von Aranjuez|Der Sinnreiche Junker]]
Nasfágul Pascha indes heulte auf vor Wut, als er zunächst nur mit äußerster Mühe sein Reittier unter Kontrolle halten konnte, und sich dann gar seine Krieger zur Flucht wandten. Kurz hatte etwas seinen Verstand, sein Bewusstsein gestreift, doch bedurfte es mehr, um ihn, den Sohn [[Khenubaal Pascha]]s, mit einem Zauber zu belegen. Denn zweifellos hatte dieser stabschwingende Blutlose irgendeine feige Magie gewirkt, und der Kriegshäuptling der [[Bâni Khadr]] war klug genug, ihm nicht blindlings zu folgen.
Daher gab Nasfágul seinen nachdrängenden Kriegern das Zeichen zum Halt. Der Weg hinab ins Flachland war noch weit, mochten die Feiglinge also laufen wie die Hasen und sich ruhig erst einmal in Sicherheit wiegen. Einstweilen würden sie sich an die Zurückgebliebenen halten, denn nicht nur hatten sie dieses eine Weib niedergeschlagen - unter den Felsbrocken erklangen die Schmerzenslaute von mindestens zwei weiteren Flachländern. Ihnen allen blühte nichts Gutes, ebenso wenig wie den geflüchteten Kriegern. Zauberei hin oder her.