Chronik.Ereignis1046 Der Gefangene von Taladur 13

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Reichsstadt Taladur, 24. Rondra 1046 BF

In den Straßen der Stadt (frühmorgens)

Autor: vivar

Ein Yaquirtaler Bote suchte einen Taladurer Bäcker auf. Einige Münzen wechselten den Besitzer. In einen Teigling wurde eine kleine Lederhülse eingebacken. In den Schuldturm wurde das Morgenmahl geliefert. Zwei kupferfarbene Hände brachen ein weißes Brötchen, befühlten die Lederhülse, öffneten sie und hielten den Inhalt in das durch das Fenster fallende Morgenlicht. Zwei dunkle Augen lasen:


Autor: Alberto Fredarcarno

Liebster León, Ehre sei Dir und ein langes Leben gewiss!

Die Tage auf der Hornenfurt sind von gewohnter Geschäftigkeit erfüllt. Die Felder stehen gut, und die Horne führt klares Wasser – ein gutes Zeichen, wie die Alten sagen. Die Kinder sind wohlauf; Cuéiva fragt oft nach den Geschichten, die Du so lebendig zu erzählen weißt.

Es ist ruhig geworden seit den letzten Neuigkeiten, doch weißt Du, dass ein Platz am Feuer immer für Freunde bereitsteht, die den Weg zu uns finden. Die Türen der Hornenfurt stehen jenen offen, die einst in dunkler Stunde Licht gebracht haben.

Sollte es Dich also in unsere Nähe verschlagen, so sei Dir gewiss: Du bist stets willkommen, und die Deinen ebenso. Manchmal braucht es nur einen Schritt über die Schwelle, um zu wissen, dass man nicht vergessen ist.

Möge die Göttin Dich auf all Deinen Wegen schützen.

In alter Verbundenheit

Deine Sveva

P.S.: Verliert nie die Hoffnung, selbst wenn alles verloren scheint. Ich bin bei euch, im Nebel, im Wasser, im Herzen jedes Lebenden.

-Zweiter Brief der Domna Sveva ai-Gurth an Dom León de Vivar



Autor: vivar

Im Halbdunkel verzog sich ein schöner Mund in einem vollbärtigen Gesicht zu einem Lächeln. „Habt Dank, Sveva“, murmelte der Gefangene. „Wenn man von der ganzen Welt vergessen ward, tut es gut zu wissen, dass man wenigstens eine Freundin dort draußen hat.“