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		<title>Almada Wiki - Neue Seiten [de]</title>
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		<id>http://wiki.punin.de/index.php/Chronik.Ereignis1033_Feldzug_Selaque_22</id>
		<title>Chronik.Ereignis1033 Feldzug Selaque 22</title>
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				<updated>2012-05-21T07:39:14Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Von Scheffelstein: Steves Beitrag&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==In der Baronie [[Kaiserlich Selaque|Selaque]], 3. Rondra [[Annalen:1033|1033]] BF==&lt;br /&gt;
===Auf [[Burg Albacim]]===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
=====3. Rondra, morgens=====&lt;br /&gt;
'''Autor:''' [[Benutzer:SteveT|SteveT]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Morgen nach Domnatella [[Romina von Ehrenstein-Streitzig|Rominas]] Alptraum war im herrschaftlichen Speisezimmer im Palas von [[Castillo Albacim]], wo die Grafentochter und der [[Rondrigo vom Eisenwalde|Castellan]] schon am Abend zuvor zu Gast gewesen waren, eine noch weitaus größere und längere Tafel eingedeckt. Die Comtessa und der Castellan saßen wieder zur linken und zur rechten Seite der Gastgeberin, Domna [[Praiosmin von Elenta|Praiosmin]], die am Kopfende der Tafel thronte, von wo aus sie die ganze Schar ihrer Gäste gut im Blick hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die junge [[Zaida de las Dardas y Sangrín|Zaida]], der kleine [[Praiodor von Culming-Alcorta|Praiodor]] und sogar Dom [[Gendahar von Streitzig|Gendahar]] waren diesmal ausdrücklich an die Tafel der Reichsvogtin geladen worden. Sie hatte man am weit entfernten, jenseitigen Ende des sechs Schritt langen Tisches platziert, und zwischen ihnen und der Hausherrin saßen noch Caballera [[Lilithrud Ernathesa von Silvansbühler]], Caballero [[Servando Cronbiegler]] sowie - den Vorgenannten gegenüber - ein weiterer,  bislang unbekannter Caballero aus Praiosmins Gefolgschaft, den man den Gräflichen als Dom Azzato von San Owilmar vorstellte. Nur [[Golshan sabu Buskurzuf|Golshan]] als Wilde hatte man nicht an die Tafel der Vogtin geladen und ihr stattdessen einen Napf mit Weizengrütze auf ihre Kammer gebracht, die sie sich auf ausdrücklichen Wunsch der Comtessa mit dieser geteilt hatte, was unter dem Gesinde von Burg Albacim zu vielerlei Getuschel führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Praiosmin war ihre gestrige nächtliche Interrogatio drunten in der Folterkammer nicht anzusehen. Da sie ohnehin immer tiefhängende Tränensäcke und schlaffe Wangen hatte, sah sie im Grunde genommen aus wie immer - nur ihr dünnes Spinnwebhaar war heute, dem würdevollen Anlass entsprechend, besonders kunstvoll von Valbetta hochgesteckt und zu einer akkuraten Duttfrisur geformt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Comtessa konnte man dergleichen nicht behaupten - tiefe Augenringe gaben Zeugnis von ihrer kurzen Nacht inklusive dem verstörenden Traum mit [[Aureolus von Elenta|Aureolus]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An eben diesen dachte auch dessen Mutter einen Augenblick lang, während sie in ihrer heißen Rosinengrütze mit Benbukkel rührte. Seine Kammer war leer gewesen, als sie ihn heute früh hatte aufsuchen wollen - niemand vom Gesinde hatte ihn seit gestern Abend mehr gesehen. Ob er etwa bereits auf eigene Faust aufgebrochen war, um mit seiner scheußlichen arkanen Lehrmeisterin [[Mordaza Maraneta]] Kontakt aufzunehmen? Praiosmin überlief beim bloßen Gedanken an diese Frau sofort ein eiskalter Schauer, und so wandte sie ihre Aufmerksamkeit lieber ihren Gästen zu, die es weiter in Sicherheit zu wiegen und gleichzeitig auszuhorchen galt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Fehlt es Euch an etwas, meine Liebe?&amp;quot;, wandte sie sich mit zuckersüßer Liebenswürdigkeit an Romina-Alba. &amp;quot;Ihr seht heute etwas unwohl aus.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mit Verlaub, das finde ich überhaupt nicht, Euer Hochgeboren!&amp;quot;, sprang der Grafentochter unerwartet der junge Ritter Azzato zur Seite, der Romina-Alba schon die ganze Zeit mit verstohlenen Seitenblicken gemustert hatte. &amp;quot;Hätte ich gewusst, dass unser hoher Graf eine so bezaubernde Tochter hat, so hätte ich meine Knappenschaft sofort an seinem Hof verbracht.&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einem strahlenden Lächeln reichte er Romina-Alba über die lange Tafel hinweg das Brett mit dem angeschnittenen frischen Brotlaib - statt ihrer nahm es ihm aber der junge Servando Cronbiegler aus der Hand, der ihm schnippisch entgegnete: &amp;quot;Na ja, wer weiß ob man Euch dort überhaupt für gut genug befunden hätte.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Blick, den die beiden daraufhin tauschten, war kälter als die Grimmfrostöde, und die Reichsvogtin dachte amüsiert stumm bei sich: 'Sieh an, die zwei aufgeplusterten Gockel buhlen um die Gunst der schönsten Henne.' Von hinten trat derweil ihr Majordomus Zalameos an sie heran und flüsterte ihr ins Ohr: &amp;quot;Hochgeboren! Domna Morena von Harmamund ist soeben drunten im Hof eingetroffen. Sie erbittet von Euch empfangen zu werden.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Das trifft sich gut!&amp;quot;, nickte Praiosmin. &amp;quot;Ich habe Pläne mit ihr! Führ sie herein! Sie möge sich zu uns gesellen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wie sehen nun ''Eure'' weiteren Pläne aus?&amp;quot;, wandte sie sich danach mit entschuldigendem Lächeln wieder an Romina und blickte nach dieser auch den Castellan und Gendahar direkt an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Chronik.Ereignis|Zurück=[[Chronik.Ereignis1033 Feldzug Selaque 21|Teil 21]]|Chronik:Jahr=Chronik:1033|Ereignisname=Der Ferkina-Feldzug|Teil=Teil 22|Weiter=[[Chronik.Ereignis1033 Feldzug Selaque 23|Teil 23]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chronik.Ereignis1033]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Von Scheffelstein</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://wiki.punin.de/index.php/Chronik.Ereignis1033_Feldzug_Selaque_21</id>
		<title>Chronik.Ereignis1033 Feldzug Selaque 21</title>
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				<updated>2012-05-20T15:01:05Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Von Scheffelstein: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==In der Baronie [[Kaiserlich Selaque|Selaque]], 2. Rondra [[Annalen:1033|1033]] BF==&lt;br /&gt;
===Im Vanyadâl===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
=====2. Rondra, am späten Abend=====&lt;br /&gt;
'''Autor:''' [[Benutzer:Von Scheffelstein|von Scheffelstein]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schmerzen waren das Erste und zunächst das Einzige, was sie wahrnahm. Ihr ganzer Körper schien nur aus Schmerz zu bestehen. Jeder Atemzug schien ihre Rippen zu zerreißen, jeder Herzzschlag schickte ein brennendes Pochen in ihre Hand, und selbst, wenn sie den Atem anhielt und sich jede Bewegung versagte, hörte das Drücken und Ziehen in ihrem Schädel nicht auf. Wenn sie aber nur den kleinsten Muskel rührte, lief eine Welle des Schmerzes durch ihren Körper, die ihr Übelkeit bereitete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stöhnend atmete Richeza aus und vorsichtig wieder ein. Die Schmerzen ließen nicht nach. Ihre Augenlieder flatterten, sie schlug die Augen auf. Warmes Zwielicht umfing sie. Sie blickte in den hölzernen Dachstuhl einer Hütte. Schatten tanzten an den Wänden. Kerzenlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo...?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne den Kopf zu bewegen, konnte sie nur einen kleinen Teil des Raumes einsehen: Eine Ecke, eine Tür, das Ende des Bettes, auf dem sie lag. Sie hob den Kopf, doch der Schmerz war sofort so unerträglich, dass sie ihn wieder sinken ließ. Sie krallte die Finger in die Decke unter ihr, entspannte sie wieder, als der Schmerz abebbte, und wurde sich ihrer Hände bewusst. Frei. Sie war nicht gefesselt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erinnerung kehrte zurück: Dom Hernán – er hatte sie gefangen genommen. Sie war im Vanyadâl gewesen, wohin seine verdammten Söldner sie entführt hatten. Sie hatte es nicht mehr ertragen - die Ungewissheit, das Ausgeliefertsein – und hatte dem Pferd, auf das man sie gesetzt hatte, die Fersen in die Seiten getrieben. Ein furchtbares Tier: alt, langsam, ungeschult.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber jetzt – war sie frei? Oder hatte man sie zurück nach Grezzano gebracht? Nein, der Raum sah anders aus als die kargen Steinbrecherhütten. War sie doch entkommen? Aber wieso hatte sie so schreckliche Schmerzen? Ob sie – vom Pferd gefallen war? Bei allen Göttern, sie war schon lange nicht mehr vom Rücken eines Rosses gestürzt, und sie hatte schon auf ganz anderen Schindmähren gesessen! Ob das Pferd selbst gestürzt war? Jedenfalls fühlte sie sich, als habe das Tier sie mit seinem ganzen Gewicht unter sich begraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine plötzliche Furcht jagte durch ihren geschundenen Leib. Sie ballte die Fäuste, drehte den Kopf, bewegte die Zehen unter der Decke – man hatte ihr die Stiefel ausgezogen. Es tat sehr weh, aber sie war nicht gelähmt, den Göttern sei Dank!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Richeza schloss die Augen und dämmerte in einen erschöpften Schlaf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Chronik.Ereignis|Zurück=[[Chronik.Ereignis1033 Feldzug Selaque 20|Teil 20]]|Chronik:Jahr=Chronik:1033|Ereignisname=Der Ferkina-Feldzug|Teil=Teil 21|Weiter=[[Chronik.Ereignis1033 Feldzug Selaque 22|Teil 22]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chronik.Ereignis1033]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Von Scheffelstein</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://wiki.punin.de/index.php/Azrubaal_ben-al-Jamlika</id>
		<title>Azrubaal ben-al-Jamlika</title>
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				<updated>2012-05-20T12:43:49Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;SteveT: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Azrubaal ben-al-Jamlika''' (tulam: ''Großmächtiger Sohn/Bewahrer der Schönheit'') ist ein uralter Djinn des Elements Humus, der seit einigen hundert Jahren als &amp;quot;Palastgärtner&amp;quot; im Garten des Palastes der Ewigen Freuden, dem Herrschersitz von [[Eslamabad]], seinen fruchtbaren und gestalterischen Dienst verrichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Azrubaal.jpg|right|thumb|650px|Der Humusdjinn Azrubaal und die Schlangentänzerin Tanaqil]]Als Kaiser Eslam der Münzreiche anno 605 BF von einem seiner besten Baumeister den ''Palast der Ewigen Freuden'' zu Eslamsbad errichten ließ, den der Kaiser während seiner Regentschaft auch mehrmals für jeweils einige Wochen bewohnte, sahen sich seine Bediensteten vor Ort mit dem Problem konfrontiert, den herrlichen Park der Residenz während der ganzen Zeit in einem dem Kaiser gefälligen Zustand zu halten, was bei den in Eslamabad vorherrschenden Temperaturen - die große Khomwüste beginnt faktisch direkt hinter dem Ort - trotz der segensreichen Quellen eine große Herausforderung darstellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Kaisers zweite Hofmagierin Astralea Seenwind, eine hochbegabte Halbelfin, die unter der Regentschaft von Eslams Vater Fürst Tyandaris an der Academia der Hohen Magie eine Schülerin Zulipans von Punin gewesen war, fand in einem uralten, in Ur-Tulamidya abgefassten Folianten aus dem Land der Ersten Sonne einen heute in Vergessenheit geratenen Zauber, der es ihr ermöglichte, machtvolle elementare Djinnenwesen permanent an einen festgelegten Ort zu bannen. Ihr Beschwörungsritual schien wirkungslos zu sein, kein herbeigerufener Djinn des Humus und des Lebens erschien ihr und die Maga wollte schon frustriert dem Garten den Rücken kehren, als mit einem Male einer mächtigen Zeder neben ihr ein &amp;quot;Gesicht&amp;quot; aus Astlöchern als Augen und Mund und einem knorrigen Astschaft als &amp;quot;Nase&amp;quot; wuchs und sie in ihrer eigenen Zunge ansprach: ''&amp;quot;Ich bin Azrubaal ben-al-Jamlika Sterbliche, ich bin das Grün, das dich beschattet und der Weg, auf dem Du wandelst. Warum rufst Du mich?&amp;quot;'' &amp;lt;br&amp;gt;Nachdem sich der erste Schreck gelegt hatte, erschien Azrubaal der Magierin noch öfters und ebenso auch der 'Hausherrin' und Verwalterin des Palastes, der ersten Eslamsbader Baronin Laila Al'Kasim. Viele Palastherrscher kamen und gingen, aber der alte Humusdjinn ist seither die lebendige Seele des Gartens und ist zugleich auch der Lustgarten selbst. Heute in kalifatischer Zeit unter der Regentschaft des Hohen Zeltes von Unau ist es jedwedem Normalsterblichen verboten, den Palastgarten zu betreten, der allein dem Bey von Eslamabad, dessen Gemahlinnen und evtl. seinen Gästen vorbehalten ist. Jeder Eslamabader kennt das Märchen vom djinnenhaften Behüter des Gartens und glaubt daran, dass es ein unverzeihlicher Frevel wäre, auch nur eine Pflanze im Park zu brechen, da man damit unweigerlich den Zorn des Elementarwesens auf sich zöge.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unglücklicherweise hat sich dies noch nicht bis in die Zelte der [[Uled Beni Seba]], der Feinde Eslamabads, herumgesprochen. Als unlängst deren kriegerischer Sheik [[Mahmoud Al'Wîharil]], dem man nicht umsonst ''den Schrecklichen'' nennt, mit seinem großmäuligen Sohn Faizal auf Einladung von Bey Hachmed Al'Benin zu einem letzten versuchten Friedensgespräch zu Gast im Palast der Ewigen Freuden waren, wurde sie dort Zeuge eines Tanzes der stummen Schlangentänzerin Tanaqil, worauf sich Sheiksohn Faizal sofort in den Kopf setzte, dem Bey die bildschöne Schlangentänzerin zu rauben. Um die Gunst der Tänzerin zu gewinnen, rupfte er - bevor an den Kletterrosen des Haramsgebäude Sheikasul emporzuklettern versuchte, achtlos einige Goldregenblüten von einem Strauch, da er einmal auf einem Bazar von einem alten Narren gehört hatte, daß Frauen an Blumen als Mitbringsel Gefallen fänden. Ehe er die Rosenhecke überhaupt besteigen konnte, überkam Faizal ein seltsamen Gefühl, Stacheln wuchsen aus seiner Haut und seit dieser Nacht grüßt ein 1,70 Schritt hoher, fast menschenähnlich gefomter Cheria-Kaktus unweit des Sheikasuls jedweden, der den Lustgarten betritt... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die schöne Schlagentänzerin Tanaqil, die mit ihren beiden geschuppten Begleitern - einer Klapperschlange und einer Kobra - recht häufig im Palastgarten weilt und dort ihre Tänze übt, scheint die neue Favoritin und der Augenstern des uralten Djinns zu sein, der ihr dabei heimlich zusieht. Von allen heute lebenden Sterblichen wissen allein Bey [[Hachmed Al'Benin ibn Rashmal]] und seine Erstfrau [[Hint saba Sheranbil]] mit Gewissheit von Azrubaals tatsächlicher Existenz und sie beide kennen auch als einzige die noch aus eslamidischer Zeit überlieferte Losung, durch die der Humusdjinn dazu bewogen werden kann, sich sichtbar zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Azrubaal ben-al-Jamlika}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kreatur]] [[Kategorie: Amhallasside]] [[Kategorie: Magiebegabte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>SteveT</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://wiki.punin.de/index.php/Uled_Beni_Seba</id>
		<title>Uled Beni Seba</title>
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				<updated>2012-05-18T20:33:01Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;SteveT: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Quelle |Text=&amp;quot;Wir hatten zu El'Ankhra gute Rechnung gemacht und die Säcke und Satteltaschen unserer fünf mal neun Maultiere trefflich mit Tamarinde und Muscat…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Quelle&lt;br /&gt;
|Text=&amp;quot;Wir hatten zu El'Ankhra gute Rechnung gemacht und die Säcke und Satteltaschen unserer fünf mal neun Maultiere trefflich mit Tamarinde und Muscat, Sternanis, Sumak und Piment gefüllt, die uns die Kaufleute von Punin in Gold aufwiegen würden. Schon ahnte man in weiter Ferne die Bergkuppen Amhalls und endlich das Ende der glühenden Wüstenei, als itzo mit einem Male hinter den Sanddünen gen Rahja eine riesige Wolke von Staub aufstieg. Der gefürchtete Sandsturm Yabenissimar, so glaubte ich, doch war auch ein lautes Donnergrollen in der Luft, das den heißen Sand unter unseren Füßen beben ließ. &amp;quot;Ein Gewitter!&amp;quot; rief ich meinen Trägern und Maultiertreibern zu. &amp;quot;Pflockt die Tiere an!&amp;quot;. Sie aber schüttelten den Kopf: &amp;quot;In der Wüste gibt es keine Gewitter. Sahib! Es sind Reiter, viele Reiter!&amp;quot; - &amp;quot;Zu groß und zu laut für Reiter!&amp;quot; widersprach ich, obschon tatsächlich unter der Staubwolke ein Wald von Lanzen sichtbar wurde, deren mondsichelförmigen Spitzen in der Sonne glänzten und an denen lange weiße Wimpel flatterten. &amp;quot;Dromedare, Effendi! Es sind Dromedare!&amp;quot; riefen meine Treiber und warfen sich wehklagend zu Boden. &amp;quot;So ist es gewiß eine Karawane und wir wollen redlichen Handel mit ihnen treiben!&amp;quot; rief ich erfreut, der ich ihr Treiben nicht verstand. &amp;quot;Wehe uns!&amp;quot; riefen meine Führer und deuteten auf die verschleierten Fremden, die genau auf uns zukamen. &amp;quot;Der Tag hat uns verraten, Sahib! Es sind die Uled Beni Seba!&amp;quot;|Quellenangabe=Aus den Reiseerinnerungen des Ragather Handelsherrn Xabio Cronbiegler }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die '''Uled Beni Seba''' sind ein räuberisches Nomadenvolk, das am Nordrand der Khomwüste lebt. Sie zählen etwa 800 - 900 Köpfe und als einziger der 5 großen novadischen Stämme des Emirates Amhallassih haben sie sich auch in der dritten oder vierten Generation seit der Eroberung der Reichsmark nicht mit der ursprünglichen alt-almadinen/tulamidischen Bevölkerung vermischt. Sie leben noch immer wie zu Zeiten von Rastullahs Erscheinen in Zeltlagern anstatt in Steinhäusern und ummauerten Städten und sie heiraten nur innerhalb ihres Stammes. Selbst Vermählungen mit Angehörigen anderer novadischer Stämme sind bei ihnen verpönt und mit einem Makel behaftet, da sie versuchen, ein Leben streng nach den 99 Gesetzen des Rastullahglaubens zu führen und alle anderen sind in ihrem Augen verweichlichte, unreine Frevler und Ungläubige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:UledBeniSeba.jpg|left|thumb|800px]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>SteveT</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://wiki.punin.de/index.php/Chronik.Ereignis1033_Feldzug_Kornhammer_04</id>
		<title>Chronik.Ereignis1033 Feldzug Kornhammer 04</title>
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				<updated>2012-05-17T19:57:49Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Von Scheffelstein: Die Seite wurde neu angelegt: „== Königlich Kornhammer, 2. Praios 1033 BF== ===Im Ort Kornhammer===  &amp;lt;br&amp;gt; =====2. Rondra, am späten Abend===== '''Aut…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== [[Königlich Kornhammer]], 2. Praios [[Annalen:1033|1033]] BF==&lt;br /&gt;
===Im Ort [[Kornhammer (Ort)|Kornhammer]]===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
=====2. Rondra, am späten Abend=====&lt;br /&gt;
'''Autor:''' [[Benutzer:von Scheffelstein|von Scheffelstein]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Und wer will mich hindern? Du?&amp;quot; Mit gebleckten Zähnen trat der junge Krieger vor das Lager aus Fellen, das Feridun iban Kasz unter einem ledernen Zeltdach hatte errichten lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Faruch hieß er, Sohn des Jellal. Feridun hatte seinen Vater gut gekannt. Der alte Jellal iban Harzud war Nuranshâr gewesen, bevor Mharbal iban Azad seinen Platz eingenommen hatte. Faruch war einer seiner jüngsten Söhne. Ein Hitzkopf, stark zwar, doch ungestüm und dumm. Und er hatte dem Beerenwein schon reichlich zugesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Geh, Sohn des Jellal, bevor ich dein Gehänge an die Hunde verfüttere und dein Herz an die Weiber der Blutlosen.&amp;quot; Feridun wandte sich Farsha und Jeleyin zu, die seinen Rücken mit Zumzum-Öl einrieben, Farsha sanft wie der laue Abendwind, Jeleyin hart und nachdrücklich wie ein starker Regenguss im Sommer. Feridun zog Jeleyin zu sich heran, griff ihr unter das Brusttuch und knetete die prallen Früchte, die ihm noch kein Sohn streitig gemacht hatte. Er küsste sie auf den Hals, und sie biss ihm in die Wange, bis Blut aus der Wunde rann. Feridun knurrte und wollte sie fortstoßen, doch mit dem Blick einer Berglöwin beugte sie sich über ihn und leckte das Blut von seiner Wange. Er ließ sie gewähren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du hinderst mich nicht, Feridun iban Kasz!&amp;quot; Der junge Krieger war noch immer da. &amp;quot;Ich nehme mir so viele Weiber, wie ich will! Wir haben sie auf dem Weg hierher gefangen, während ihr hier herumsitzt und das Steinzelt der Flachländer anstarrt wie einen Käfig voller Vögel, statt hineinzugehen und zu kämpfen wie Männer und euch die Vögel zu nehmen!&amp;quot; Er baute sich vor dem Felllager auf und schlug sich mit der Faust gegen die haarlose Brust. &amp;quot;Ich bin Faruch iban Jellal&amp;quot;, rief er laut, &amp;quot;Sohn des Geistertänzers! Wessen Sohn aber ist dies, frage ich euch? Wer ist Feridun iban Kasz? Kasz war ein Niemand! Arthabas der Bärentöter hat ihn mit bloßen Händen erwürgt!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sei still!&amp;quot;, rief der alte Zebuquad iban Mahashîr. &amp;quot;Wir sitzen am Lager des Feridun iban Kasz, Shâr der ''Zhulamar'', die unserem Nuranshâr Mharbal iban Azad nahestehen. Setz' dich und trink den ''Terech achnûn'' und iss das Ziegenfleisch, das er mit uns teilt.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich habe genug Beerenwein getrunken, und das Fleisch, das ich will, gehört nicht den Ziegen, sondern den hellhäutigen Weibern. Ussâm, Sharkan!&amp;quot;, rief Faruch, und zwei seiner Freunde traten vor und zerrten ein schluchzendes Mädchen vor das Zelt, das sie sich schon am Morgen geteilt hatten. Sein Kleid war zerrissen und getrocknetes Blut klebte an seinen Schenkeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Lasst das Weib los und setzt euch!&amp;quot;, rief Zebuquad. &amp;quot;Habt ihr die Worte des Shârs nicht gehört? Mharbal hat von einem Haran der Flachländer geträumt, der die Stämme der Blutlosen einen wird und der von Raschtulas Geist besessen ist. Wir warten hier, bis sich der Flachländer dem Shâr zum Kampf stellt, und dann folgen wir dem Stärkeren, und alle Weiber von hier bis an die Berge jenseits der Ebene werden unser sein.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Shâr? Welcher Shâr?&amp;quot;, fragte Faruch. &amp;quot;Ich bin ein ''Shach anach thar'', kein ''Zhulamya'', Feridun iban Kasz ist nicht mein Shâr.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;''Ich'' bin dein Shâr&amp;quot;, grollte Zebuquad, &amp;quot;bis Mharbal einen neuen Shâr bestimmt hat.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bestimmt?&amp;quot;, fiel nun auch Ussâm ein. &amp;quot;Seit wann bestimmt der Nuranshâr unseren Führer? Er gibt allein von seinem Blut, dass alle demjenigen folgen, der sich zum Shâr gemacht hat. Du bist nicht unser Shâr, Zebuquad iban Mahashîr, du hast Yistarrech iban Akbar nicht getötet.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zebuquad stand auf. &amp;quot;ICH BIN DER ÄLTESTE DER SHACH ANACH THARÎM!&amp;quot;, donnerte er. &amp;quot;IHR FOLGT MEINEN WORTEN! Und ich sage: Solange wir am Feuer des Feridun iban Kasz sitzen, tun wir, wie er uns heißt.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kämpfe, wenn du unser Shâr sein willst!&amp;quot;, rief Ussâm. &amp;quot;Kämpfe! Und wenn du verlierst, dann wird uns niemand hindern, alle Weiber zu nehmen, die wir wollen, denn dann bin ich Shâr der Shach anach tharîm!&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ussâm zog ein gebogenes Eisenschwert, das er den Blutlosen abgenommen hatte, und Zebuquad nahm die gewaltige Steinaxt von seinem Rücken. Doch noch während die Umstehenden Platz machten für den bevorstehenden Kampf, griff Faruch nach einem Tonkrug mit Beerenwein und schlug ihn dem alten Krieger so hart gegen die Schläfe, dass Zebuquad zu Boden ging wie ein gefällter Baum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;ICH BESTIMME!&amp;quot;, brüllte er Ussâm an, der von der plötzlichen Wendung ebenso überrascht war wie die übrigen Bân Gassârah beider Sippen. Faruch ließ die Reste des zerbrochenen Kruges fallen und riss das hellhäutige Mädchen aus Sharkans Händen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;GENUG!&amp;quot;, rief Feridun und schob Jeleyin beiseite. &amp;quot;Mharbal iban Azad hat mich bestimmt, den Blutlosen unsere Forderung zu überbringen. Wir warten hier auf ihren Haran, damit er sich mir zum Kampf stellt!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Weißt du, was ich mit deinem Haran mache?&amp;quot;, fragte Faruch und riss mit einem Ruck das Kleid von den Schultern des Mädchens. Hart stieß er sie zu Boden und löste die Schnur um seine Hüften, und seine Lederflickenhose rutschte ihm bis zu den Knien herab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feridun hob zwei Finger, und Rashni und Tsharik rissen Faruch an den Haaren von dem Mädchen herunter und drückten ihn mit dem Gesicht in den Staub. Die Blutlose rollte sich wimmernd auf dem Boden zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Bân Gassarah paaren sich nicht mit Kaninchen!&amp;quot;, sagte Feridun verächtlich. &amp;quot;Wer sein ''Zhulshâma'' mit den Blutlosen teilt, dem werden sie das Blut aus dem Leib saugen, bis sie genauso feige und schwach sind, wie die Flachländer selbst. Und die da, die ist nicht nur blutlos, sie ist keine Löwin, keine Wölfin und keine Bärin. Sie ist ein Kind und furchtsam wie ein Hase!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er machte eine Handbewegung und Tsharik riss die junge Frau grob auf die Füße und schubste sie auf den Rand des Platzes zu. Schützend hielt sie mit den Händen die Reste des Kleides zusammen, begriff erst, dass sie frei war, als Tsharik ihr erneut einen Stoß versetzte. Weinend verschwand sie in der Dunkelheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich pisse auf dich, Sohn des Kasz&amp;quot;, stöhnte der junge Faruch im Staub. &amp;quot;Noch nie hat jemand den Shach anach tharîm die Beute versagt!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rashni drückte das Gesicht des jungen Kriegers tiefer in den festgestampften Boden, als zwischen den Steinhütten Tshariks Ruf erklang: &amp;quot;Shâr: Flachländer!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sofort griffen die Bân Gassarah zu den Waffen, und auch Rashni ließ den Jungen los und zog seine Langmesser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wie viele?&amp;quot;, fragte Feridun, während er Farsha winkte, ihm die beiden Krummschwerter zu bringen, die er einem dunkelhäutigen Krieger abgenommen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Acht&amp;quot;, sagte Tsharik, &amp;quot;darunter zwei Weiber.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Acht?&amp;quot;, fragte Rashni ungläubig, und einige weitere Krieger spannten ihre Bögen. &amp;quot;Acht sind nciht einmal ein Kampf&amp;quot;, sagte Rashni enttäuscht.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aller Augen waren auf die Reiter gerichtet, die nun am Rand des Lehmplatzes zwischen den Steinhütten auftauchten. Feridun erkannte den alten Mann, den Shâr der großen Steinhütte auf dem Berg, der sich als Freund des Mondes ausgegeben hatte. Er trug eine Eisenschale auf dem Kopf, auf der sich ein Eisendrache emporreckte, und trug Eisenkleider, so wie die meisten seiner Krieger, auch die Frauen. Nur einer war in ein dickes Wollkleid gehüllt, mit einem Steinhaus mit Flügeln auf der Brust. Er war fast so alt wie der Freund des Mondes und ganz bestimmt kein Krieger, dürr und zitterig, wie er wirkte. Der letzte Mann der Blutlosen war das große Narbengesicht mit der Stimme, als hätte man ihn seiner Männlichkeit beraubt. Auch diesmal sprach er zu den Bân Gassarah, was die Blutlosen in ihrer weichen Zunge im vorsagten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hehzindyan, Shâr über das Land der Raschtuladjerim geben seine fordert an Feridun iban Kasz!&amp;quot;, sprach das Narbengesicht, und mehrere Krieger knurrten unwillig angesichts seines Singsangs und der Worte, die wie Hohn klangen in ihren Ohren. Aber Feridun hob die Hand und hieß sie schweigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wo ist der Haran?&amp;quot;, fragte er.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Narbengesicht sang leise etwas in der Zunge der Blutlosen, und der alte Flachländer-Shâr antwortete, ehe erneut der große Mann mit der Stimme des Weibes sprach: &amp;quot;Der Haran der Flachländer, der welcher ist besessen vom Blutgeist-Stiersonne wird kommen, ehe der Mond zweimal in die Hände getaucht ist. Aber Feridun iban Kasz wollte zu sprechen mit dem Mond, und Hehzindyan, Shâr über das Land der Raschtuladjerim bringt ihm die Worte des Mondes.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Worte?&amp;quot;, fragte Feridun und beugte sich auf dem fellbezogenen Schemel nach vorn. &amp;quot;Ich sagte, ich will mit dem Mond selbst sprechen oder mit ihrem Haran!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wieder ein Wortwechsel, dann sagte das Narbengesicht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Feridun iban Kasz kann sehen, der Mond geht über den Himmel.&amp;quot; Er zeigte hinauf zu dem Gesicht des Mondes, das dieser bereits hinter einer Hand zu verbergen begann, sodass das Kinn des Mondes im Schatten der dunklen Hand lag. &amp;quot;Der Mond wirft seine Augen auf die Krieger von Feridun iban Kasz und gibt seine Stimme Hehzindyan-Shâr, damit ihr seine Worte hören sollt.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Das Weib soll schweigen!&amp;quot;, knurrte Ussâm ungehalten. &amp;quot;Was faselt er vom Mond?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Schweig, Sohn des Narrzul&amp;quot;, hieß ihn Feridun und winkte das Narbengesicht, fortzufahren. &amp;quot;Was sagt der Mondkrieger?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der große Fremde, der als Einziger der Blutlosen die Muskeln an seinen Armen nicht hinter Eisen oder Wolle versteckte, nickte dem hässlichen Geier mit dem geflügelten Haus auf der Brust zu, und der alte Mann zog etwas aus einem Tuch hervor, das wie ein Kreidestein aussah, groß wie ein Kinderkopf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was ist das?&amp;quot;, fragte Feridun misstrauisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Worte des Mondes, gegeben vom Mond an Hehzindyan-Shâr für Shâr Feridun iban Kasz&amp;quot;, erklärte das Narbengesicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feridun winkte Tsharik, der an das Pferd des zitternden Alten herantrat und ihm den Stein aus den Händen nahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Will der Shâr der Blutlosen mich verhöhnen? Was soll ich mit einem Stein?&amp;quot;, fragte Feridun. &amp;quot;Der Stein trägt keine Zeichen, und Steine sprechen nicht.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Stein des Mondes spricht nur mit einem Shâr&amp;quot;, sagte der Shâr der Flachländer selbst zu Feridun, und der Narbengesichtige schien ebenso erstaunt wie die Bân Gassârah, dass der blutlose alte Krieger sprechen konnte. &amp;quot;Nimm und höre!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tsharik brachte den Stein, und Feridun rammte die Krummschwerter vor sich in den Boden und nahm den weißen Stein mit beiden Händen. Schlagartig wurde es dunkel. Alle Feuer erloschen, der Mond war fort, die Sterne vom Himmel gefegt. Es war finsterer als in Nächten, in denen der Mondkrieger sein Gesicht verbarg, finsterer als in den Höhlen von Shakar Shuz'al, finsterer noch als der Rachen des Todbringers aus den Geschichten der alten Frauen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feridun sah nichts. Er tastete nach seinen Waffen vor sich und riss sie aus dem Boden. Von überall her kamen die Schreie der Männer. Irgendwo hinter ihm kreischte Farsha. Plötzlich erklang eine neue Stimme, laut wie Donnerhall, niederschmetternd wie der Sturm, unnachgiebig wie der Fels und doch betörend wie der Atem eines jungen Weibes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich, Al'Mada, Licht in der Nacht, spreche zu euch, Sterbende! Vergänglich seid ihr wie Windhauch, wie Sand, wie Fliegen. Sterben werdet ihr durch meinen Zorn, den ihr aufgewacht habt! Ich habe euch geboten zu warten, ihr habt geflossen das Blut der Hellhäutigen! Weiber der Hellhäutigen sind mein! Raubt, was mir ist, und mein Licht wird für euch vergehen! Männer der Hellhäutigen warten wie ihr, bis der Haran mit eurem Haran kämpft. Seid warnen, Bân Gassarâh, Al'Mada flammt nicht für euch, wenn noch einmal Blut geflossen von Hellhäutigen!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;ZEIG DICH, MONDKRIEGER!&amp;quot;, brüllte Feridun, als die Stimme des Mondes verklang, und die Dunkelheit anhielt. &amp;quot;ZEIG DICH, UND KÄMPFE MIT MIR UM DEINE WEIBER! FERIDUN IBAN KASZ VEREHRT DEN MOND! KOMM, MONDKRIEGER, LASS MICH DIR EHRE ERWEISEN DURCH EINEN KAMPF, DENN FERIDUN IBAN KASZ FÜRCHTET DIE GÖTTER NICHT!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mond schwieg, während die Bân Gassarah im Dunkeln schrien vor Wut und Angst. Dann plötzlich wurde es hell. Hoch über ihm erschien ein Licht, bleich und hell wie der Mond, unerreichbar, und doch nicht höher als die Steinhütten es sein mochten, wenn sie noch da waren. Feridun hörte Waffen klirren und Hufgetrappel. Laut hieß er seine Männer schweigen. Jeleyin betete heiser zum Mond hinauf, Farsha kreischte noch immer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;SCHWEIGT!&amp;quot;, donnerte Feridun. Eine unheimlich Stille legte sich über das Lager. Das Licht über ihm strahlte, aber es erhellte nichts. Er sah seine Hände nicht, als er die Waffen empor reckte, er sah Jeleyin nicht, obwohl er sie atmen hörte, sah nicht das Zelt, nicht die Krieger und nicht die Steinhütten der Flachländer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;KÄMPFE, MOND!&amp;quot;, rief er, doch der Mond, der seine Form verloren hatte und nur noch Licht war, schien über ihm und schwieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen wir tun, Shâr?&amp;quot;, hörte er Tsharik flüstern. Die Stimme des Kriegers bebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Der Mond verhöhnt uns!&amp;quot;, knurrte Feridun und schwenkte drohend die Krummschwerter. Jeleyin gab einen erschrockenen Schrei von sich, als er sie traf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überall murmelten die Männer, einer fragte, ob es nun für immer dunkel bliebe. Feridun wusste keine Antwort. Er wartete, die Fäuste um die Waffen geballt, die Muskeln gespannt, bereit zu kämpfen, falls der Mond Gestalt annähme. Doch der Mond schwieg und verstrahlte formlos sein bleiches Licht in eine vollkommene Finsternis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Plötzlich aber verschwand auch das Licht in der Höhe, doch gerade, als die Männer erneut zu rufen begannen, wurde es hell. Die Feuer flammten auf, die Sterne kehrten zurück, und der Mond schien hell und rund vom Himmel, das Kinn hinter dunkler Hand verborgen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Krieger ließen ihre Waffen fallen und warfen sich zu Boden, flehten den Mond um Gnade an, baten ihn, sie nie wieder zu verlassen, sie würden ihm auch Blut opfern und ihm all ihre Weiber überlassen, wenn er nach ihnen verlangte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feridun sah sich nach den Flachländern um. Sie waren verschwunden. Nur die Hufspuren zeugten davon, dass sie wirklich da gewesen waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zebuquad war tot. Irgendwer schien im Dunkeln über den alten Krieger gefallen zu sein und hatte ihm mit der Axt den Schädel zertrümmert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ussâm legte sein gebogenes Eisenschwert vor Feriduns Füße. &amp;quot;Shâr von meinem Blut, lass die Shach anach tharîm dir folgen!&amp;quot;, sagte er.&lt;br /&gt;
Faruch sagte gar nichts. Er schnürte seine Hose und verkroch sich mit einem Krug Beerenwein und einer spiegelnden Kalebasse mit dem Brandwasser der Flachländer zwischen zwei Steinhütten, kauerte sich an der Wand zusammen und betrank sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feridun befahl, alle Weiber und Männer der Flachländer, die die Shach anach tharîm gefangen hatten, in den Wald zu schicken. Er wollte nicht wagen, den Mond weiter zu verärgern. Im Finstern konnte der beste Krieger einem verirrten Axthieb erliegen. Feridun wollte nicht enden wie der alte Zebuquad.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst sehr viel später wunderte sich Feridun, warum der Mond genauso unbeholfen gesprochen hatte wie die Blutlosen. Wahrscheinlich, sagte er sich dann, lag es daran, dass er schon zu lange aufseiten der Flachländer kämpfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Chronik.Ereignis|Zurück=[[Chronik.Ereignis1033 Feldzug Kornhammer 03|Teil 03]]|Chronik:Jahr=Chronik:1033|Ereignisname=Der Ferkina-Feldzug|Teil=Teil 04|Weiter=[[Chronik.Ereignis1033 Feldzug Kornhammer 05|Teil 05]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chronik.Ereignis1033]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Von Scheffelstein</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://wiki.punin.de/index.php/Hint_saba_Sheranbil</id>
		<title>Hint saba Sheranbil</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wiki.punin.de/index.php/Hint_saba_Sheranbil"/>
				<updated>2012-05-17T12:15:24Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;SteveT: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Person&lt;br /&gt;
|Wappen=|Wahlspruch=|Familia=Al'Benin|Titel=Erstfrau des Beys von [[Eslamabad]], Sheika der [[Beni Qasem]]&lt;br /&gt;
|Tsatag=3. Rastulleha 988 BF|Boronstag=&lt;br /&gt;
|Größe=1,60 Schritt|Gewicht=50 Stein|Haare=Tiefschwarz|Augenfarbe=Schwarz&lt;br /&gt;
|Kurzcharakteristik=kompetente Diplomatin &amp;amp; Intrigantin|Herausragende Eigenschaften=KL, IN, CH, GE|Herausragende Talente=Überzeugen, Betören, Feilschen, Götterkunde (Rastullah), Geschichtswissen, Tanzen, Reiten, Abrichten (Pferde), Singen|Herausragende Zauberfertigkeiten=|Liturgien=&lt;br /&gt;
|Vorteile=Gutaussehend, Wohlklang (Stimme)|Nachteile=|Beziehungen=sehr ansehnlich (im Emirat)|Finanzkraft=sehr ansehnlich&lt;br /&gt;
|Eltern=Sheranbil ben Hadoun, Obaida Al'Tergaui|Geschwister=2 Schwestern, 2 Brüder|Travienstand=vermählt mit Bey [[Hachmed Al'Benin ibn Rashmal]]|Nachkommen=Palmeya ''(ash-Shaya)'' ibn Hachmed&lt;br /&gt;
|Verwandte und Schwager=Emir Dschelafan Al'Tergaui (Halbbruder der Mutter), Großwesir Charim-Said Al'Tergaui (Vetter)|Freunde und Verbündete=[[Sahil Al'Kasim]] (Liebhaber), Dilhabet saba Safwan (Schwestergemahlin, Zweitfrau), Yadail (Eunuchen-Leibwächter), [[Azrubaal]] (ein alter Djinn)|Feinde und Konkurrenten=Tanaqil saba Massudeh (Schlangentänzerin, Liebesrivalin), Mawdli [[Shorouq ben Ghadeer]] und [[Yakuban Al'Zaynab]] (machtpolitische Rivalen), [[Khorim Uchakbar]] und [[Mahmoud Al'Wîharil]] (Stammesführer der verfeindeten [[Uled Beni Seba]])&lt;br /&gt;
|Verwendung im Spiel=Hint ist die Windkönigin [[Eslamabad]]s, nicht viel geschieht in der Oasenstadt, ohne daß sie davon weiß|Zitate=|Spielstatus=NSC}}&lt;br /&gt;
Die Hairanstochter '''Hint saba Sheranbil''', auch Hint Al'Wahîda ''(die Erste)'' genannt,  entstammt einer der vornehmsten und edelsten Familias des Emirates. Emir Dschelafan Al'Tergaui ist ein Halbbruder ihrer Mutter, Großwesir Charim-Said ihr Vetter. Selbst der unheimliche [[El'Ghulshach]] ist/war ein Blutsbruder ihres Urgroßvaters. Seit sie als vierzehnjähriges Mädchen mit Bey [[Hachmed Al'Benin ibn Rashmal]] von [[Eslamabad]] vermählt wurde, ist sie dessen Erst- und Hauptfrau, die Sheika der [[Beni Qasem]] und die heimliche Beysa der Oasenstadt, deren Bewohnern sie als die 'Herrin ihres Herrn' gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:HintSabaSheranbil.jpg|left|thumb|400px|Hint saba Sheranbil, Sheika der Beni Qasem]]Hint entstammt ursprünglich dem weiter in [[Nash'Yaquim]], dem zentralen Amhallassih ansässigen Emirsvolk der [[Beni Sabah]] und war als Fremde beim Volk und den Untertanen ihres Gemahls anfangs nicht sonderlich beliebt. Noch heute lieben die Beni Quasem ihre noch immer bildschöne, vor allem aber kluge und mit allen (Ab)wassern gewaschene Sheika nicht sonderlich - aber sie haben gelernt sie zu achten und respektieren und teilweise sogar zu fürchten - ebenso wie auch alle Nachbarn und Feinde Eslamabads dies lernen mussten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Bey Hachmed wurde Hint, die ihm sein eigener Vater Rashmal als Gemahlin auserwählt und arrangiert hatte, im Laufe der Zeit zu einer wichtigeren Ratgeberin als sein eigener Kadi und Mawdli, sein Truppenführer oder sein Sterndeuter. Seit zwanzig Jahren hat er keinen Befehl gegeben und kein Gesetz erlassen, ohne sich dafür zuvor Hints Rat und Zustimmung einzuholen - die weitaus meisten aber, wurden ihm sogar von seinem Hauptweib vorgeschlagen und diktiert. Der einzige Verdruß des Paares und ihrer langen, wohl ausbalancierten Ehe ist, daß Rastullah ihnen keinen einzigen Sohn und Stammhalter schenkte. Überhaupt nur eine einzige Tochter, [[Palmeya ash-Shaya]], wurde ihnen geboren, und da auch Bey Hachmeds zweite Ehe mit Hints Schwestergemahlin Dilhabet kinderlos blieb, verfügte der alte Bey kürzlich erst, dass ihm seine über zwanzig Jahre jüngere Erstfrau im Falle seines Todes als vorrübergehende Herrscherin von Eslamabad nachfolgen möge, bis sich seine Tochter einen standesgemäßen Ehegemahl erwählt und einen männlichen Erben geboren habe, der seinen Namen und seine Blutlinie fortführen könne.&amp;lt;br&amp;gt;Hint ist mit dieser Entwicklung sehr zufrieden, die mit der Erfüllung ihres Lebenstraumes enden könnte, aber sie weiß auch, daß diese Aussicht noch auf tönernen Füßen steht, da die Herrschaft einer Sippe im Tulamidenland und erst recht in novadischen Gefilden nicht alleine von der Abstammung herrührt, sondern vor allem von der tatsächlichen de-fato Macht und mit dem religiösen Eiferer [[Shorouq ben Ghadeer]], dem Mawdli Eslamabads und den beiden reichen Karawanenführern [[Yakuban Al'Zaynab]] und [[Sahil Al'Kasim]] hätte sie gleich drei ernstzunehmende männliche Konkurrenten in der eigenen Stadt, die ihre Herrschaftsanspruch eines Tages gefährden könnten. Doch die kluge Frau baut vor und so tritt die pracht- und prunkliebende Hint dem Mawdli stets nur im streng verschleierten Büßergewand einer strenggläubigen Aramya gegenüber, während sie mit Sahil Al'Kasim schon seit vielen Jahren eine geheime, rahjagefällige Liaison verbindet, die in völliger Diskretion abläuft. Hints persönlicher Leib- und Haremswächter Yadail, ein gutmütiger, kahlköpfiger Eunuch, fürchtet den Zorn seiner Herrin weit mehr als den seines Herrn, so daß er sogar derjenige ist, der Schmiere steht, wenn sich Hint bei einem ihrer Ausritte in die abgeschiedenen Gebirgstäler rund um Eslamabad mit dem vielgereisten und weltgewandten Großhändler Al'Kasim trifft.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rassige langbeinige Pferde sind die Leidenschaft Hints, sie besitzt zwölf eigene schneeweiße und pechschwarze Shadifrösser und wer das Wohlwollen der Sheika bereits vor seinem Besuch im ''Palast der Ewigen Freuden'' zu gewinnen sucht, der ist gut beraten, der Hausherrin vorab ein kostbares Roß als Gastgeschenk zu senden. Als Hairanstochter ist Hint bereits als junges Mädchen in allen höfischen Tugenden wie der Konversation, dem Brettspiel (bei ''Rote und weiße Kamele'' ist sie eine kaum zu bezwingende Spielpartnerin), dem Gesang oder auch dem Schleiertanz unterwiesen. Letzteren überlässt sie jedoch, seit ihr eigener vierzigster Sommer anbrach, heute zumeist ihre jungen Nebenbuhlerin, der Schlangentänzerin Tanaqil, die sich mehr und mehr in das Herz ihres Gatten tanzte und von diesem unlängst gar zu seinem dritten Eheweib genommen wurde. Da die schöne Schlangentänzerin - anders als Dilhabet oder sie selbst - noch viele Jahre im fruchtbaren Alter ist, befürchtet Hint, daß diese all ihre Pläne sabotieren könnte und schadet der jungen Rivalin wo immer sie kann. Während sich der liebestrunkene alte Bey, der sich in seinem vierten oder fünften Frühling glaubt, von seinem berühmten Leibarzt [[Waleed Al'Safin]] libidosteigernde Rezepturen verschreiben lässt, mischt ihm Hint alle fruchtbarkeitshemmenden Mittelchen und Tinkturen ins Essen, die den Quacksalbern und Al'Chemisten Eslamabads bekannt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Größer noch als die Sorge um ihr Erbe und das ihrer Tochter sind zur Zeit aber die Sorgen um die Sicherheit der Oasenstadt selbst. Das kriegerische Nomaden- und Wüstenräuber-Volk der [[Uled Beni Seba]] unter Sheik [[Mahmoud Al'Wîharil]], ''dem Schrecklichen'' und General Paschah [[Khorim Uchakbar]] droht den Beni Qasem mit Rache und Vergeltung, seit Mahmouds großmäuliger Sohn Faizal nicht von einem uneingeladenen nächtlichen Ausritt nach Eslamabad zurückkehrte. Hint weiß als Einzige, daß dieser einen Frevel am Palastgarten beging, als er zu einem nächtlichen Stelldichein ins Schlafgemach ihrer Rivalin Tanaqil hochklettern wollte. Er wurde vom Hüter des Palastgartens, dem alten Humusdjinn Azrubaal, in einen Kaktus verwandelt und harrt seitdem als Stachelgewächs seiner Befreiung - doch wer unter den wilden Uled Beni Seba würde ihr dies glauben, wo es doch wie das Bazarmärchen eines Haimamuds klingt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Hint saba Sheranbil}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]] [[Kategorie: Aramya]]   [[Kategorie: Novadi]]   [[Kategorie: Amhallasside]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>SteveT</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://wiki.punin.de/index.php/Chronik.Ereignis1033_Feldzug_Schrotenstein_05</id>
		<title>Chronik.Ereignis1033 Feldzug Schrotenstein 05</title>
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				<updated>2012-05-17T10:09:20Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Von Scheffelstein: redigiert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==In der [[Baronie Schrotenstein]], 2. Praios [[Annalen:1033|1033]] BF==&lt;br /&gt;
===Auf dem [[Castillo Schrotenstein]]===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
=====2. Rondra, abends=====&lt;br /&gt;
'''Autor:''' [[Benutzer:SteveT|SteveT]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erschöpft von dem langen strammen Ritt ließen die beiden Achmad'sunni ihre Rösser durch die krummen Gassen [[Schrotenstein]]s trotten, die das Abendrot in goldrotes Licht mit langen Schatten tauchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An den zwei Holzstegen an der Uferpromenade des Schwarzen Sees waren die örtlichen Fischer gerade dabei, drei heimgekehrte Nachen zu entladen. Sie schienen guten Fang gemacht zu haben, denn jeder einzelne Fischer hielt drei oder vier Fische an den Schwanzflossen in beiden Händen. Als sie die Amazonen sahen, verzogen die wettergegerbten Männer und Frauen missmutig die Gesichter und beobachteten sie unübersehbar misstrauisch aus den Augenwinkeln heraus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gujadanya da Vanya|Gujadanya]] blinzelte einem jungen, recht gutaussehenden Fischer schelmisch zu und warf ihm eine Kusshand zu, worauf er sofort errötend wegblickte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Lass das!&amp;quot;, tadelte sie [[Jelissa Al'Abastra]] raunend. &amp;quot;Die Menschen hier sind abergläubisch und unserem Volk offenbar nicht sonderlich wohlgesonnen. Umso weniger Aufsehen wir erregen, desto besser!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gujadanya da Vanya nickte finster. Schon als Kind war sie nie gerne hier gewesen, es lag etwas Bedrückendes über diesem Ort mit seinen armseligen, mit Seeschilf gedeckten Hütten, eine Wirkung, die wahrscheinlich zu großen Teilen dem hässlichen basaltschwarzen Gemäuer mit Gargylenfratzen geschuldet war, das auf einer kleinen Anhöhe über dem Dorf am See lag. Castillo Schrotenstein war die mit Abstand abweisendste und am wenigsten einladende ihrer vier Burgen, die ihnen ja überhaupt erst zugefallen war, als man den verderbten Dämonenanbeter [[Rakolus von Schrotenstein]] mit Reichsacht geschlagen hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie spürte die argwöhnischen Blicke der Fischer in ihren Rücken, als sie mit Jelissa die&lt;br /&gt;
Anhöhe zum Castillo hinaufritt, in dem es - trotz der vielen vergangenen Jahre seit der Schwarzhexer von der Suprema vertrieben worden war - nach wie vor spuken und nicht mit rechten Dingen zugehen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;HALT! Wer seid Ihr und was führt Euch her?&amp;quot;, rief sie ein Gardist in den Farben ihrer Familia von der Brüstung des Wehrganges über dem geschlossenen Burgtor an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich bin Gujadanya da Vanya - die Nichte Eures Herrn Lucrann und dies ist meine Schwertschwester Jelissa Al'Abastra! Lass' uns ein, ich will den Burgcapitan sprechen!&amp;quot;, blaffte Gujadanya in befehlsgewohntem Tonfall zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hm, wartet einen Augenblick!&amp;quot;, rief der Wachposten zurück. &amp;quot;Ich werde der Herrin Eure Ankunft ankündigen!&amp;quot; Damit verschwand sein bärtiger Kopf hinter den Zinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Der Herrin?&amp;quot;, wiederholte Gujadanya verwundert und blickte zu ihrer Mentorin. &amp;quot;Meines Wissens war hier ein auswärtiges Narbengesicht namens Wolpert Dragentodt als Burgsass eingesetzt - ein Veteran des Borbaradkrieges, den wir schnell für unser Ansinnen hätten gewinnen können.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es vergingen einige lange Minuten, ohne dass irgendetwas geschah. Gerade wollte Gujadanya schon ihr Ross direkt vor das Burgtor lenken, um ein paar Mal wuchtig mit dem Panzerhandschuh dagegen zu schlagen, als auf der anderen Seite des Tores plötzlich doch Geräusche verrieten, dass der schwere Balkenriegel hinter dem Tor weggetragen wurde. Plötzlich schwangen die beiden steineichenen Torflügel quietschend auf, und hinter vier Wachleuten in Gold und Purpur mit Spießen in den Händen stand mit verschränkten Armen [[Belisetha da Vanya]] - die einzige noch verbliebene jüngere Schwester des Famliensoberans Amando Laconda.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Großtante!&amp;quot;, rief Gujadanya halb überrascht, halb erfreut aus, stieg behände vom Pferd, dessen Zügel sie einem der Wachposten in die Hand drückte und eilte zu der Greisin hinüber, um ihr erst die Hand und sie dann auf beide Wangen zu küssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hier sehen wir uns also wieder, mein Kind!&amp;quot;, nickte Belisetha und erwiderte ihre Umarmung, wobei ihre dunklen Augen aber auch auf Jelissa ruhten. &amp;quot;In meinem Alter reist man nicht mehr gerne. Aber die zunehmend besorgniserregenderen Kunden, die mich alle paar Tage aus Selaque erreichten, ließen mir keine andere Wahl. Ich nehme an, ihr zwei seid auch diesmal nicht zu einem Höflichkeitsbesuch hier?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nein, das weniger!&amp;quot;, gab Gujadanya etwas verlegen zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Jelissa Al'Abastra, [[Rifada da Vanya|Rifadas]] ''Gefährtin vor Rondra'',&amp;quot; begrüßte Belisetha die ältere Amazone wenig begeistert, ehe sie sch wieder an Gujadanya wandte. &amp;quot;Wo steckt deine Mutter jetzt, die Unglücksselige? Mit ihrem Trotzkopf und ihrer Halsstarrigkeit wird sie uns noch alle ins Verderben reißen!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gujadanya trat einen Schritt von ihr zurück und funkelte ihre Großtante an: &amp;quot;Was? Wie redest du von ihr? Mutter ist in diesem Moment unterwegs nach Wildenfest - unterwegs zu dir! - um alle verfügbaren Waffenknechte zu sammeln! Unser Castillo, ähm also unsere Stammburg im [[Vanyadâl]] meine ich, wurde von [[Praiosmin von Elenta]] besetzt, die uns zudem mehrfach nach dem Leben trachtete! Wir müssen diesen Fehdehandschuh aufheben und ihn ihr links und rechts durch die fette Visage ziehen, das ihr die Backen bis an ihr Lebensende davon brennen! Verstehst du? Darum sind auch wir hier - wir brauchen alle Bewaffneten und Verbündeten, die wir haben, um unseren Besitz zurückzugewinnen und der Elenterin eine denkwürdige Lektion zu erteilen, von der sich die fette Sau so schnell nicht erholt. Wenn ich sie vor die Klinge bekomme, mache ich sie sogar eigenhändig kalt, das schwöre ich bei der Ehre unserer Herrin Rondra!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ja, ja, schon gut, nicht hier draußen vor den Leuten!&amp;quot;, tadelte sie Belisetha stirnrunzelnd, die solche Hasstriaden und Gefühlsausbrüche vor Untergebenen immer höchst unwürdig fand. Sie veranlasste mit wenigen Befehlen, dass die Rösser der beiden Amazonen versorgt wurden und führte Gujadanya und Jelissa dann in den Rittersaal im Palas' der Schwarzen Feste. Die zwei Achmad'sunni zuckten überrascht zusammen, als sich die große Türe zum Rittersaal lautlos von alleine vor ihnen öffnete und dann auch wieder hinter ihnen ins Schloss fiel, ohne dass irgendjemand die Türklinke betätigt hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Man gewöhnt sich daran!&amp;quot;, zuckte Belisetha lapidar mit den Achseln. &amp;quot;Das ist noch eine der geringsten Merkwürdigkeiten, die der verruchte [[Rakolus der Schwarze|Rakolus]] hier auf seiner einstigen Feste hinterlassen hat. &amp;quot;In einigen Räumen haben wir jedermann den Zutritt untersagt. Die Suprema riet uns dazu, um das Seelenheil unserer Untergebenen nicht zu gefährden!&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jelissa und Gujadanya tauschten beklommene Blicke, während Belisetha langsamen Schrittes zu einem Wandschrank ging, den sie mit einem winzigen Schlüssel aufschloss, den sie an einer Kette um den Hals getragen hatte. Sie zog ein zusammengerolltes Pergament aus einer der Schubladen im Inneren des Schrankes und hielt es den Amazonen entgegen. &amp;quot;Hier! Lest das!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gujadanya eilte sporenklirrend zu ihrer Großmuhme hinüber und nahm das Schriftstück entgegen. Laut las sie vor:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'' 'Wird nicht noch der letzte Brief zurückgesandt, fällt der Schlehdorn unter der Axt. An jedem Tag des Wartens dürstet er und verliert Ast um Ast und Blatt um Blatt.' '' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie blickte zu Jelissa, dann zu Belisetha: &amp;quot;Was hat das zu bedeuten?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Belisetha zog eine ihrer runzligen weißen Augenbrauen in die Höhe: &amp;quot;Ich hatte gehofft, das von dir zu erfahren, mein Kind! Ich fürchte, der Schlehdorn steht für deinen Vater, Berengar von Schlehen. Könnte er unseren Antagonisten in die Hände gefallen sein? Ich gehe davon aus, dass das Schreiben von Praiosmin kommt - auch wenn dies nicht ihre schöne Handschrift ist. Aber welche Briefe könnte sie zurückfordern? Ich weiß nichts von irgendwelchen Briefen, die wir ihr schuldig wären ...&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich leider auch nicht!&amp;quot;, zuckte die junge Amazone mit den Achseln. &amp;quot;Aber mein Vater? Er ist ein Pfeffersack und Rohalsjünger, der sich aus allen Zwistigkeiten heraushält. Meines Wissens fand er zusammen mit unserem geflohenen Burggesinde Unterschlupf in einer Hütte in den Bergen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Rifada könnte uns mehr dazu sagen!&amp;quot;, mischte sich erstmals nun auch Jelissa ein, die wusste, das Belisetha da Vanya als stellvertretendes Familienoberhaupt ihre gleichgeschlechtliche Liebe zu Rifada rundheraus ablehnte. &amp;quot;Sie erwähnte mir gegenüber etwas, das sie gegen ihre Rivalin in der Hand hätte - etwas, das diese notfalls sogar aufs Schafott bringen könnte, wenn es Rifada nicht gelänge, sie vorher eigenhändig in der Fehde zu töten, was sie sehr bedauern würde. Rifada hält nichts davon, Fehden vor Gericht auszutragen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Das kann ich mir gut vorstellen!&amp;quot;, nickte Belisetha wenig begeistert, &amp;quot;aber das ist nun einmal der Weg, den ein civilisierter Aristokrat heute gehen muss. Rifada wird in Wildenfest erfahren, dass ich hierher gereist bin und dann hoffentlich ebenfalls hierher kommen - und zwar hoffentlich, ohne mir dort die ganze Festung zu entvölkern! Ich habe zwar meinem Administrador Hilario di Quirod-Bosquirquell strikte Anweisungen hinterlassen - aber ich fürchte, die Autorität deiner Mutter kann ''sehr'' üerzeugend sein, wenn man ihre Art nicht gewöhnt ist, Gujadanya.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Selbst wenn sie meinen Vater als Geisel haben&amp;quot;, wank Gujadanya kalt ab, &amp;quot;davon lassen wir uns nicht beeinflussen! Er ist ein Schwächling, Mutter liebt ihn nicht, die Rückgewinnung unseres Castillos ist wichtiger als seine Befreiung!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Gujadanya!&amp;quot;, zischte sie Belisetha wütend an. &amp;quot;Die Beziehung deiner Eltern ist mir sehr wohl bekannt. Aber durch ihre Vermählung ist Berengar von Schlehen nun ein Teil unserer Familia! Ohne den Erhalt dieses Schreibens hätte ich euch auf der Stelle wieder fortgeschickt, denn Waffengang und Querella sind niemals ein guter Weg, um Konflikte zu lösen! Wäre Amando hier, würde er diesen unseligen Streit wohl mit einem einzigen Machtwort schlichten und sowohl deine Mutter wie auch Domna Praiosmin müssten klein beigeben. Da ich ihn aber nicht erreichen kann, er weilt derzeit an einem mir unbekannten Ort im Reichsforst, bin ich es, die hier die Entscheidungen fällt! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich werde Praiosmin eine Brieftaubennachricht schreiben, um Aufklärung über ihre Forderungen zu erhalten und um mögliche Missverständnisse auszuräumen. Gleichzeitig aber wirst du, Gujadanya, ins Vanyadâl zurückkehren und unser Castillo zurückgewinnen, was nur rechtens und legitim ist. Ich habe den uns untertänigen Edlen, Junkern und Caballeros von Norderwacht, Wetterwacht, Alina, Briesach und Sebeloh befohlen, sich morgen früh mit ihrem bewaffneten Aufgebot hier vor den Mauern der Burg einzufinden, die noch einmal durch unsere familieneigenen Waffenknechte verstärkt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traust du dir zu, ein solches Aufgebot anzuführen? Ich denke, du bist nun alt und unterwiesen genug, um eine solche Verantwortung zu übernehmen, zumal Domna Jelissa bei dir ist. Andernfalls übertrage ich dem Edlen von Wetterwacht das Commando, der ein besonnener und erfahrener Kämpe ist.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Das wird nicht nötig sein!&amp;quot;, schüttelte Gujadanya den Kopf. &amp;quot;Als Schwertschwester der Keshal Rondra bin dazu durchaus in der Lage!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Aber keine unnötigen Sperenzchen, keine Gefechte abseits des Weges! Es geht einzig und allein um die Rückgewinnung unseres Castillos. Du weißt, wie du dort im Falle eines Falles hineinkommst?&amp;quot;, frug Belisetha mit mahnend erhobenem Zeigefinger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Es ist mir bekannt!&amp;quot;, nickte die junge Amazone ungewohnt demütig. &amp;quot;Sei unbesorgt! In zwei, drei Tagen wird wieder unser Banner droben auf dem Bergfried wehen!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Chronik.Ereignis|Zurück=[[Chronik.Ereignis1033 Feldzug Schrotenstein 04|Teil 04]]|Chronik:Jahr=Chronik:1033|Ereignisname=Der Ferkina-Feldzug|Teil=Teil 05|Weiter=[[Chronik.Ereignis1033 Feldzug Schrotenstein 06|Teil 06]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chronik.Ereignis1033]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Von Scheffelstein</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://wiki.punin.de/index.php/Chronik.Ereignis1033_Feldzug_Kornhammer_03</id>
		<title>Chronik.Ereignis1033 Feldzug Kornhammer 03</title>
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				<updated>2012-05-16T22:56:59Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Von Scheffelstein: Die Seite wurde neu angelegt: „==Königlich Kornhammer, 02. Rondra 1033 BF== ===Auf Burg Scheffelstein===  &amp;lt;br&amp;gt; =====02. Rondra, abends=====  '''Autor:''' [[Benutzer:vo…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==[[Königlich Kornhammer]], 02. Rondra [[Annalen:1033|1033]] BF==&lt;br /&gt;
===Auf [[Burg Scheffelstein]]===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
=====02. Rondra, abends===== &lt;br /&gt;
'''Autor:''' [[Benutzer:von Scheffelstein|von Scheffelstein]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Hesindian von Kornhammer-Scheffelstein]] strich sich nachdenklich durch den Bart. &amp;quot;Nur wenige Schritt weit reicht der Zauber, sagt Ihr?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Magier nickte, wobei der Zipfel seines Spitzhutes auf und ab wippte. Er war sicher zehn Götterläufe jünger als der Vogt, doch seine fahrigen Handbewegungen hatten etwas Greisenhaftes, und mit dem zerzausten grauen Bart, dem zu allen Seiten abstehenden Haar und in der fadenscheinigen blauen Robe wirkte er etwas ungepflegt – nachlässig, zumindest, was sein Äußeres anging. Hesindian hoffte, dass er bei seiner Arbeit sorgfältiger zu Werke ging. Aber hieß es nicht oft, die klügsten Köpfe bewegten sich in jenseitigen Sphären und hätten für das Diesseits wenig Sinn? Allerdings: Die Ferkinas dort unten im Dorf waren ein sehr diesseitiges Problem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Gut&amp;quot;, sagte Hesindian langsam, &amp;quot;dann sehe ich das also richtig, dass Ihr zum Wirken Eures Zaubers nach Kornhammer hinunter gehen müsst?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ähem ... ''müsstet'', meint Ihr sicher, Euer Hochgeboren, nicht wahr?&amp;quot;, erwiderte Magister Sadranius hastig. Als Hesindian schwieg, fuhr er irritiert fort: &amp;quot;Ja, nun ... ja, um beide Zauber zu wirken, müsste ich wahrlich in das Dorf hinunter gehen. Denn nur einen kann ich an den Stein binden, den einer Eurer tapferen jungen Männer ins Lager der Barbaren werfen könnte. Den anderen Cantus ''müsste'' ich wohl selbst sprechen, denn bedauerlicherweise vermag ich meine Stimme nicht auf eine andere Person zu transferieren.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hesindian sah aus dem Fenster, auf die allmählich tiefer sinkende Sonne. &amp;quot;Wie lange braucht Ihr für die Vorbereitung Eurer Sprüche?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Oh, ah ... nicht lang&amp;quot;, erwiderte der Magister mit lässiger Handbewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Caneya&amp;quot;, wandte der Vogt sich an seine Dienerin. &amp;quot;Lass' den Raschtulsrücker Vorarbeiter kommen, er soll mir erneut als Übersetzer dienen. Und beschaffe mir von irgendwoher einen Stein, irgendetwas möglichst Großes und Beeindruckendes. Irgendetwas&amp;quot;, sagte er, selbst belustigt, &amp;quot;das aussieht, als hätte Mada selbst es nach Dere gesandt. Weiß. Ja: Suche mir einen großen, weißen Stein.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dienerin knickste und ging, und Hesindians Augen richteten sich erneut auf den Magister. Im Dorf erfreute sich der Mann eines zweifelhaften Ruhmes, war doch allgemein bekannt, dass seine Erfindungen und sein Zauberwerk vornehmlich dazu dienten, untreue Ehemänner zu überführen, unkeusche Töchter von ihrem Stelldichein abzuhalten, in trockenen Sommern Gartenpflanzen zu bewässern oder mittels magischer Beleuchtung Diebe von Feldern und Ställen fernzuhalten. Nun, so sehr seine Collegae Sadranius' Erfindergeist als unwissenschaftlich belächeln mochten, so nützlich mochten seine Fähigkeiten Hesindian bei seinem Vorhaben werden. Vorausgesetzt, der Magister war wirklich das kluge Köpfchen, für das ihn die Dörfler hielten. Und vorausgesetzt, Hesindians Plan ging auf. Falls nicht ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Magister, ich möchte Euch bitten, den Stein, den ich Euch bringen lasse, mit dem genannten Zauber zu belegen. Sobald es dämmert, werden wir den Wilden ein kleines Präsent überreichen. Und Ihr werdet den zweiten Zauber wirken. Und die Worte sprechen, die mein Übersetzer Euch lehren wird. Ihr seid gewiss in der Lage, in kurzer Zeit ein paar Sätze in einer fremden Sprache zu lernen?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ihr ... Ihr wollt mich allein dort hinunter nach Kornhammer schicken? Zu ... den Barbaren?&amp;quot;, stammelte der alte Magier entsetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nein&amp;quot;, lächelte der Vogt. &amp;quot;Nicht allein. Und nicht schicken. – Zalamea: Lass' meine Rüstung bringen und mein Pferd satteln. Wähle fünf deiner Leute aus, sie sollen mich begleiten. Und bringe für den Magister einen Wappenrock. Er soll nicht gleich nach einem Magier aussehen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zauberer erbleichte, und auch Zalamea Mansarez wirkte alles andere als begeistert. Der Wille zu gehorchen und der Wunsch zu widersprechen, rangen in ihrem Gesicht miteinander. Schließlich neigte sie demütig das Haupt, wagte aber vorsichtig nachzufragen: &amp;quot;Ihr wollt den Ferkinas entgegen reiten? Wir können Euch nicht schützen gegen zweihundert Mann. Mit Verlaub, Herr: Das ist ... Wahnsinn! Die Ferkinas haben keine Ehre!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nein&amp;quot;, sagte Hesindian und blickte hinaus über die dicht gedrängten Menschen in seiner Burg. &amp;quot;Nein, sie haben keine Ehre. Aber sie haben Mut. Und sie verachten nichts mehr als Feigheit. Ich habe ihnen mit dem Zorn des Mondes gedroht, wenn sie sich an meinem Volk vergehen. Den Zorn des Mondes werden sie erfahren.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Herr&amp;quot;, sagte die Hauptfrau seiner Garde, und in ihrer Stimme schwang ein Hauch von Ungeduld mit, &amp;quot;der Mond ... kämpft nicht. Mada kann Euch nicht beschützen, und wir haben zu wenig Soldaten!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ein Mann, der sich hinter den Mauern seiner Burg verschanzt und hinter leeren Drohungen, während jene, die ihm anvertraut wurden, leiden, verdient weder den Respekt seiner Untergebenen, noch den seiner Feinde&amp;quot;, sagte der Vogt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Herr, Euer Tod wird niemandem nützen!&amp;quot;, rief Zalamea.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hesindian runzelte die Stirn und bedachte sie doch mit einem Lächeln. Sie war eine junge Kriegerin, loyal und fantastisch mit der Klinge. Doch sie war im Frieden geboren, wusste nichts von den Grausamkeiten des Krieges. Und den Entscheidungen, die er den Menschen abverlangte. Ob sie aus einem Mann einen Helden oder einen Toten machten, lag in der Götter Hände, auch wenn die Helden oft anders dachten und diejenigen, welche sie in Liedern besangen, erst recht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Zalamea&amp;quot;, sagte er streng, &amp;quot;du bist die Capitana meiner Garde, nicht meine Amme. Gehorche mir, oder ich setze deinen Vater wieder ein, egal, wie alt er inzwischen ist. Abelardo wusste, wann ich von seinen Belehrungen genug hatte.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ja, Euer Hochgeboren. Verzeiht, Euer Hochgeboren&amp;quot;, erwiderte Zalamea errötend. &amp;quot;Eure Rüstung, Euer Ross und fünf meiner Leute, Herr!&amp;quot; Sie grüßte zackig und verließ den Saal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hesindian lächelte still. Mochte Rondra geben, dass er nicht wirklich der Narr war, den die Capitana einen Augenblick lang in ihm gesehen hatte! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Chronik.Ereignis|Zurück=[[Chronik.Ereignis1033 Feldzug Kornhammer 02|Teil 02]]|Chronik:Jahr=Chronik:1033|Ereignisname=Der Ferkina-Feldzug|Teil=Teil 03|Weiter=[[Chronik.Ereignis1033 Feldzug Kornhammer 04|Teil 04]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chronik.Ereignis1033]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Von Scheffelstein</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://wiki.punin.de/index.php/Chronik.Ereignis1033_Feldzug_Raschtulswall_21</id>
		<title>Chronik.Ereignis1033 Feldzug Raschtulswall 21</title>
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				<updated>2012-05-13T23:08:40Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Von Scheffelstein: Format&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Im [[Raschtulswall]], 2. Rondra [[Annalen:1033|1033]] BF== &lt;br /&gt;
===Am [[Djer Kalkarif]]===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
=====2. Rondra, am Vormittag=====&lt;br /&gt;
'''Autor:''' [[Benutzer:Simanca|Simanca]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die Knöchel einer Hand erhoben sich die fünf Gipfel des Berges vor ihm, als er getragen von den flüsternden Winden immer näher heran glitt. Mit einem Krächzen verkündete er den Bewohner des Berges seine Anwesenheit und zog die Flügel eng an den Körper, um sich tiefer gleiten zu lassen. So nah am Gebirge war es herausfordernd, mit den Winden zu tanzen, als führe man kurz vor einem Sturm Rabenluftbalett auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neugierig äugte Ruy nach unten und erkannte die Bilder aus den Gedanken seiner Seelengefährtin wieder. Dort waren die dampfenden Wasserflächen, aus denen immer wieder, wie von übermütigen Wassergeistern emporgespien, heiße Strahlen aus Dampf und Wasser emporschossen. Elegant flog er eine acht um zwei der Geysire und flatterte dann, um wieder an Höhe zu gewinnen.&lt;br /&gt;
Eine Biegung der Sonne entgegen, der Holzhütte zu, die dort wartete. Mit leisem Schnarren ließ er sich auf einer Föhre nieder und äugte ins Tal unter ihm hinab. Sträucher mit reifen Beeren weckten seine Aufmerksamkeit und er vermerkte, wo er die Leckerbissen finden konnte. Gewissenhaft sah er sich jedoch zuerst um. Von der gnadenlosen Höhensonne unbeschirmt und von ihrem Besitzer offenbar unversorgt, dörrten die Pflanzen auf den Beeten trostlos vor sich hin. Nur ein pelziges Nagetier raschelte leise zwischen den strohigen Halmen, unbemerkt von der alten Frau, die ihren Rock raffte und den Umhang enger um die Schultern zog, ehe sie sich gestützt auf ihrem Stecken erhob.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Blick der Alten glitt noch einmal über das Grab, dass unweit der Hütte angelegt worden war. Dann wandte sie sich dem Haus zu. Kurz bevor sie den Eingang erreicht hatte, sah die Greisin über die Schulter zurück. Aufmerksam beugte sich Ruy etwas vor und folgte ihr mit dem Blick, als sie hinein ins Haus ging und sich bei der Feuerstelle hinkniete. Mit dem Stecken scharrte sie in der Asche, erhob sich dann wieder und sah sich murrend in der Hütte um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einem beherzten Sprung in die Luft, erhob sich Ruy von der Föhre und segelte hinab, spreizte die Schwungfedern und landete elegant neben dem geflochtenen Boronsrad . Probeweise zupfte er an dem Zeichen des Raben herum, bis es wieder sorgfältig mittig auf dem Grab lag. Skeptisch stelzte er  einmal um die Ruhestätte, legte dann den Kopf schief und spähte hinüber zur Behausung. Im Spiel des Windes schlug die Tür immer wieder auf und zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die Alte die Tür mit dem Stecken nach außen aufstieß und wieder vor der Hütte erschien, flatterte er eilig hinauf auf das strohgedeckte Dach und äugte hinab zu ihr. Prüfend sah sich die Alte noch einmal um und ihr Blick saugte sich für die Dauer eines Atemzugs auf dem schwarzgefiederten Beobachter fest. Suchend legte Ruy den Kopf schief.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er sah, wie die Greisin den Rock raffte und sich den Stecken zwischen die knochigen Schenkel klemmte, nur um im nächsten Moment von den Winden getragen emporzusteigen, gurrte er leise und lachte in sich hinein. Ihm schien, als würde die Alte der Richtung folgen, in welche er selbst zu fliegen gedachte. So warf er sich vom Dach der Hütte aus in die Luft und schlug mit den kräftigen Flügeln, um rasch an Höhe zu gewinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Chronik.Ereignis|Zurück=[[Chronik.Ereignis1033 Feldzug Raschtulswall 20|Teil 20]]|Chronik:Jahr=Chronik:1033|Ereignisname=Der Ferkina-Feldzug|Teil=Teil 21|Weiter=[[Chronik.Ereignis1033 Feldzug Raschtulswall 22|Teil 22]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chronik.Ereignis1033]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Simanca</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://wiki.punin.de/index.php/Chronik.Ereignis1033_Feldzug_Selaque_20</id>
		<title>Chronik.Ereignis1033 Feldzug Selaque 20</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wiki.punin.de/index.php/Chronik.Ereignis1033_Feldzug_Selaque_20"/>
				<updated>2012-05-11T12:28:35Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Von Scheffelstein: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==In der Baronie [[Kaiserlich Selaque|Selaque]], 2. Rondra [[Annalen:1033|1033]] BF==&lt;br /&gt;
===Auf [[Burg Albacim]]===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
=====2. Rondra, kurz vor Mitternacht=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Autoren:''' [[Benutzer:Romina Alba|Romina Alba]], [[Benutzer:Von Scheffelstein|von Scheffelstein]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen des Verhörs durch Onkel Gendahar und Zaida, die beide alles über Domna Praiosmin wissen wollten, kam [[Romina von Ehrenstein-Streitzig|Romina]] sehr spät ins Bett. Sie dachte, nicht einschlafen zu können, doch das gute Essen und die endlosen Fragen hatten sie rechtschaffen müde gemacht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So schlief sie schnell ein und fand sich auf dem Rücken einen Pferdes wieder. Hinter ihr schrieen Ferkinas, vor ihr gallopierten [[Richeza Aldonaza von Scheffelstein|Richeza]] und [[Golshan sabu Buskurzuf|Golshan]] weg. Ihr eigenes Tier rührte sich nicht, egal was sie tat. Es stand, als wäre es aus Stein, und so fühlte es sich auch an. Die beiden Frauen verschwanden am Horizont, sie schauten sich nicht einmal um. Romina schrie vor Wut und Angst und stand plötzlich wieder auf den eigenen Beinen, das Pferd war weg. Sie fing sofort an zu rennen, die Ferkinakrieger hart auf den Fersen, Pfeile zischten über sie hinweg. Plötzlich war sie im Gebirge, unter ihren nackten Füssen rollten Steine. Fieberhaft sah sie sich nach Deckung oder einem Durchgang um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über ihr auf einem Felsen tauchte der Shâr auf, sein muskelbepackter Körper glänzte ölig, er schrie etwas in der kehligen Sprache der Ferkinas - er hatte sie entdeckt! Plötzlich aber ließ er seine Axt fallen, hielt beide Hände abwehrend vor sich und fiel auf die Knie. Romina wirbelte herum, als jemand nach ihrem Handgelenk griff: Ramin, der goldäugige junge Mann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Schnell, Domnatella&amp;quot;, sagte er und deutete auf eine Felsspalte, &amp;quot;dort hinein!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie schrei auf und versuchte, ihm ihre Hand zu entreißen. Ein Pfeil, der Ramin fast traf, brachte sie zu Räson und sie folgte ihm. Die Felsspalte führte in tiefe Dunkelheit, nicht einmal der Ausgang war zu sehen. Allerdings war auch von den Ferkinas nichts mehr zu hören. Langsam tasteten sich beide an dem nassen Fels entlang. Romina hielt sich an Ramin fest, sie zitterte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich muss zurück nach Ragath, ich muss das Banner heimbringen. Ich bin Schuld, ich muss wenigstens das Banner heimbringen.&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Licht flackerte am Ende des Tunnels auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Helles Sonnenlicht flutete den Gang, und bald standen sie auf einem Plateau hoch über den Hügeln Ragatiens. Unter ihnen lag die Grafenstadt Ragath, der vertraute Burgberg, die wehrhaft über dem Yaquir aufragenden Mauern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wollt Ihr dorthin zurückkehren?&amp;quot;, fragte Ramin und deutete über den steilen Abhang und ausgedörrte Felder hinweg auf die grauen und roten Häuser und Türme. &amp;quot;Dort seid Ihr die dritte Tochter eines Fremden. Eine Frau, in der man ein Mädchen sieht, den Schmuck ihres Vaters. Nimmt man Euch ernst? Gibt es nur einen dort, der Euch sieht, so wie Ihr seid, wie Ihr zu sein wünscht?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der junge Mann suchte ihren Blick, seine Augen schimmerten golden, beinahe strahlender als die Sonne, die nun hinter Wolken am Himmel verschwand, während Ramins Augen den trüben Tag zu erhellen schienen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Welch seltsame Frage, welch seltsame Worte.&amp;quot; Romina erwiderte den Blick warm und weich. &amp;quot;Wen meint Ihr mit fremd? Dort lebt meine Familie, meine Schwestern. Ich liebe sie, auch wenn sie nicht immer das in mir sehen, was wirklich ist.&amp;quot; Sie lächelte versonnen. &amp;quot;Sie können es nicht sehen, sie sind so sehr mit sich selbst beschäftigt. Sie müssen es nicht sehen, ich wusste immer selbst, was ich bin, was ich wollte.&amp;quot; Sie wurde traurig. &amp;quot;Jetzt ist es anders, doch daran bin nur ich selbst schuld, wir müssen immer die Folgen für unser Tun tragen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Szenerie wechselte, und unter ihnen lag eine Burg, vielleicht Burg da Vanya, im Madalicht. Das Tor war heiß umkämpft, so richtig war nicht zu sehen, wer da kämpfte, doch man hörte unzählige Schreie. Romina schluchzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sie werden alle sterben, sie haben nicht auf mich gehört.&amp;quot; Sie hielt sich an Ramin fest. &amp;quot;Der Geweihte hatte gesagt, ich dürfte sie nicht zwingen, nicht nötigen. Jetzt werden sie wohl alle sterben.&amp;quot; Sie sah Ramin an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du bist ...&amp;quot;, sie keuchte, &amp;quot;du bist der Magier, Ramin ... [[Aureolus von Elenta|Aureolus]] ...&amp;quot; Sie blinzelte, schluckte, das Kämpfen hörte auf. &amp;quot;Warum träume ich von dir?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sie herum war es wieder schwarz, doch konnten beide sich sehen. Romina lächelte unsicher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich sollte nicht von dir träumen&amp;quot;, flüsterte sie leise und streckte die Hand aus, um Ramins Wange zu berühren. &amp;quot;Du dienst nicht den Zwölfen!&amp;quot; Ihr Blick wurde sehnsuchtvoll, aber auch unendlich traurig. &amp;quot;Wir können nicht zusammensein!&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goldene Funken tanzten um Ramins Iris. Er neigte seine Wange kaum merklich gegen ihre Hand, hob zwei Finger seiner Linken und strich eine Träne aus ihrem Gesicht, seine Berührung nicht mehr als ein leichtes Kitzeln auf ihrer Haut, dann ließ er die Hand wieder sinken. &amp;quot;Ich diene nicht&amp;quot;, sagte er, &amp;quot;Euch aber würde ich dienen, wenn Ihr dies wünscht.&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein leichter Wind kam auf, und eine Strähne seines langen, goldenen Haares umspielte das ihre.&lt;br /&gt;
Romina betrachtet staunend das Lichterspiel und kam ihm näher, ihre Hand schmiegte sich an seine Wange. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mein Ehemann muss mir nicht dienen, doch ich würde mir wünschen, dass er meine Liebe wert sei&amp;quot;, hauchte sie an seinem Ohr. &amp;quot;Ich will ihm vertrauen können und nicht erschaudern, wenn ich ihn ansehe. Wäre er grausam, gedanken- oder gottlos, würde er mich auf ewig verlieren. Auch wenn ich noch an ihn gebunden wäre, wäre ich nicht bei ihm. Nicht mit meinem Herzen, meinem Verlangen und meiner Hingabe, so wie ich es mir erträume ...&amp;quot; Ihre Stimme wurde immer leiser, sie erwachte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Romina setzte sich abrupt auf und keuchte laut. Sie griff sich ans Herz und sah sich um. Golshan lag neben ihr und erwachte träge, sie verständnislos anschauend. Sie rieb sich das Gesicht und legte sich wieder hin. Der Traum war so real gewesen. Ramin ... Aureolus ... was wollte sie von ihm? Sie hatte von Ehe gesprochen! War sie jetzt soweit, dass sie jeden heiraten würde, der sie so ansah. Nein, so hatte sie noch niemand angesehen. Es war etwas Besonderes an diesem jungen Mann. Er sagte, er würde ihr dienen. Sie runzelte die Stirn. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nein, sie hatte ''geträumt'', er würde das sagen. Sie musste hier weg, musste ihn aus ihren Gedanken bekommen! Er war schön, zweifellos, und von schönen Männer hielt man sich besser fern. Sie blendeten und verführten junge Frauen. Und dieser konnte sie zweifellos zu mehr verführen, als nur zu einem schönen Rahjastündchen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie glitt aus dem Bett und schlich zum Sekretär. Dort machte sie Licht, holte Pergament und Tinte heraus und begann zu schreiben. Sie wollte nicht noch einmal einschlafen und weiterträumen. Träume waren so eine Sache. Einst träumte sie, Kaiserin zu werden, und ihr Hochmut kam vor dem Fall. So machte sie sich daran, diesen Traum aufzuschreiben, wie sie es schon mit Unzähligen vorher getan hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
'''Autor:''' [[Benutzer:Von Scheffelstein|von Scheffelstein]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie war weg! Mondlicht fiel durch das Erkerfenster auf sein Bett, und die Bilder ihres Traumes verblassten. Sie war ihm so nah gewesen, so nah! Wie konnte sie erwachen in einem solchen Augenblick?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur einen Moment länger noch, einen Moment nur! Noch immer spürte er ihren Atem auf seiner Haut, die sanfte Berührung ihrer Hand an seinem Gesicht. Sie hatte von Verlangen gesprochen, von Hingabe! Er wollte sie! Sein Körper brannte, verzehrte sich nach ihr!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aureolus fuhr sich mit der Hand in die Hose, umfasste sein Geschlecht, um das alles beherrschende Verlangen zu lindern. Doch der Traum - ''ihr'' Traum - war so real gewesen, dass ihm noch immer war, als stünde sie neben ihm, sähe ihm zu. Nein, er wollte es so nicht! Sie wollte ihm vertrauen können, hatte sie gesagt, nicht erschaudern. Was, wenn sie sich vor Ekel abwandte? &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Stöhnend vergrub Aureolus das Gesicht in den Kissen, krallte seine Hände in den weichen Stoff, schlug mit der Faust neben sich auf die Decke. Romina!, dachte er verzweifelt. Wie sollte sie nur jemals sein werden? Der Name seines Vaters und der ihres Vaters standen zwischen ihnen. Sie war die Tochter eines Grafen, entstammte zwei einflussreichen Familien. Er war der Bastard eines Verfehmten, eines Ketzers, eines Abtrünnigen, eines Mannes, dessen Namen man in Almada mit Furcht und Abscheu gleichermaßen aussprach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wir können nicht zusammensein!'', hatte sie gesagt.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Doch, doch, doch!&amp;quot;, brüllte er erstickt in sein Kissen. Seine Mutter hatte gesagt, das Schlimmste, was ihnen passieren konnte, sei, dass diese verdammte Junkerin seiner Mutter Briefe hatte. Das Schlimmste? Es war völlig egal, wer diese Briefe hatte! Er würde ''nie'' öffentlich Sohn seiner Mutter und noch weniger der seines Vaters sein können. Er war ein Niemand! Namenlos! Selbst wenn die Briefe alle in diesem Augenblick verbrannten - was änderte das für ''ihn''? Nichts! Er konnte Romina nicht haben. Nur in seinen Träumen - und in ihren, wenn er sich mithilfe des Zaubers in ihre Gedanken stahl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aureolus stand auf, tauchte die Hände in die Waschschüssel auf seinem Nachttisch, benetzte sein heißes Gesicht. Es war schwül in der Kammer nach dem heißen Tag. Er nahm den Krug, goß sich Wasser über den Kopf, bis sein Haar in nassen Strähnen an seinem Hals hing.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was konnte er tun? Selbst wenn er seine Herkunft verleugnete, selbst wenn er zu einem frommen Langweiler wurde - sie würde ihn nicht heiraten: Ihre Familie würde es niemals gestatten, selbst wenn er vor der Welt seinen wahren Namen verbergen könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er konnte nur weitergehen, auf dem Weg, den sein Vater ihm vorgezeichnet hatte, in der Hoffnung, eines Tages Macht und Einfluss zu haben. Doch würde sie ihn dann jemals lieben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was immer er auch tat: Sein Ziel schien in unendlich weiter Ferne, seine Wünsche unerfüllbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aureolus fegte die Bücher vom Tisch, trat gegen die Truhe, in der die Andenken seiner Mutter an seine Kindheit lagen, keine gewöhnliche Kindheit, nein, eine in Gefangenschaft, in einem güldenen Käfig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh, wie er sie hasste! Wie er sie für ihre Schwäche hasste, für ihre verblendete Liebe zu seinem Vater, der sie benutzt hatte, für ihre dämonenverfluchte Frömmlerei! Warum hatte sie ihn versteckt? Warum hatte sie ihn verleugnet? Um ihres Titels, ihres Lehens, ihres Ansehens Willen? Wäre es nicht besser gewesen, sie hätte ihren Fehltritt gestanden? Vielleicht hätte man ihn in ein Kloster gesteckt, vielleicht ihn ihr weggenommen, vielleicht wäre sie mit ihm geflohen, weit fort von hier. Aber wäre nicht alles besser gewesen als ein Leben in Einsamkeit und ständiger Furcht vor dem Entdecktwerden? Wie oft hatte er geglaubt, ersticken zu müssen, wenn seine Mutter ihn schluchzend vor Selbstmitleid an ihren gewaltigen Busen gedrückt hatte? Sie glaubte, sie habe ihn vor der Welt beschützt? Beschützt? Ihn? Alles, was sie geschützt hatte, war ihr Ruf als praiosfromme Biederfrau! Verflucht sollte sie sein! Wie konnte eine Mutter ihren Sohn verleugnen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aureolus ließ sich auf dem Bett niedersinken. Der Traum war in weite Ferne gerückt, Romina nicht mehr als ein wehmütiger Gedanke, ein leiser Schmerz in seinem Herzen. Er musste die [[Bâni Khadr]] beherrschen. Dazu musste er den Dschinn des Schamanen austreiben. Das setzte voraus, dass er seine Studien fortsetzte, möglichst bald. Wenn man seine Mutter verhaftete und von ihrem Lehen vertrieb, müsste er sich in den Bergen verstecken wie ein Wilder und Hasen jagen, statt sich seinen Büchern widmen zu können. Ja, selbst, wenn es den Feinden seiner Mutter nicht gelänge, sie ihres Lehens zu berauben, würde ihr Gejammer ihn hinreichend von seinen Studien abhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es führte kein Weg daran vorbei. Er musste seine verhasste Lehrmeisterin aufsuchen, ihre Grausamkeiten und Demütigungen inkauf nehmen, wollte er die Briefe seiner Mutter zurückgewinnen und somit Zeit - Zeit für seine Studien. Zeit ... zum Träumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aureolus sprang auf, nahm seinen Stab auf und verschränkte die Arme vor der Brust. Einen Augenblick später fand er sich in dem düsteren Laboratorium der [[Castillo Blutfels|Feste Blutfels]] wieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ''Die Geschichte um Domnatella Romina wird hier fortgesetzt: [[Chronik.Ereignis1033 Feldzug Selaque 22|Schauplatz: Selaque, Teil 22]].''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
{{Chronik.Ereignis|Zurück=[[Chronik.Ereignis1033 Feldzug Selaque 19|Teil 19]]|Chronik:Jahr=Chronik:1033|Ereignisname=Der Ferkina-Feldzug|Teil=Teil 20|Weiter=[[Chronik.Ereignis1033 Feldzug Selaque 21|Teil 21]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chronik.Ereignis1033]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Von Scheffelstein</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://wiki.punin.de/index.php/Mordaza_Maraneta</id>
		<title>Mordaza Maraneta</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wiki.punin.de/index.php/Mordaza_Maraneta"/>
				<updated>2012-05-09T21:02:47Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;León de Vivar: format&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Person&lt;br /&gt;
|Wappen=&lt;br /&gt;
|Wahlspruch=&lt;br /&gt;
|Familia=&lt;br /&gt;
|Titel=&lt;br /&gt;
|Tsatag=&lt;br /&gt;
|Boronstag=&lt;br /&gt;
|Größe=&lt;br /&gt;
|Gewicht=&lt;br /&gt;
|Haare=schwarzviolett&lt;br /&gt;
|Augenfarbe=rot&lt;br /&gt;
|Kurzcharakteristik=kompetente Dämonologin&lt;br /&gt;
|Herausragende Eigenschaften=&lt;br /&gt;
|Herausragende Talente=&lt;br /&gt;
|Herausragende Zauberfertigkeiten=&lt;br /&gt;
|Liturgien=&lt;br /&gt;
|Vorteile=&lt;br /&gt;
|Nachteile=&lt;br /&gt;
|Beziehungen=hinlänglich unter Schwarzmagiern und Borbaradianern, sonst minimal&lt;br /&gt;
|Finanzkraft=hinlänglich&lt;br /&gt;
|Eltern=&lt;br /&gt;
|Geschwister=&lt;br /&gt;
|Travienstand=&lt;br /&gt;
|Nachkommen=&lt;br /&gt;
|Verwandte und Schwager=&lt;br /&gt;
|Freunde und Verbündete=[[Rakolus der Schwarze]] (Lehrmeister, verstorben), [[Aureolus von Elenta]] (Schüler)&lt;br /&gt;
|Feinde und Konkurrenten=&lt;br /&gt;
|Verwendung im Spiel=&lt;br /&gt;
|Zitate=&lt;br /&gt;
|Spielstatus=offizieller NSC &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Bild:MordazaMaraneta.jpg|left|thumb|300px|Die Schwarzmagierin Mordaza Maraneta]]Maestra '''Mordaza Maraneta''' ist eine Schülerin des inzwischen verstorbenen [[Rakolus der Schwarze|Rakolus dem Schwarzen]] und Anhängerin des Dämonenmeisters [[avwik:Borbarad|Borbarad]]. Sie lebt in der halb verfallenen Feste [[Castillo Blutfels|Blutfels]] in [[Transbosquirien]], wo sie dämonologische Experimente durchführt. Zu ihren Spezialgebieten gehört die [[avwik:Chimärologe|Chimärologie]]. Zu ihren Schöpfungen gehört die Chimäre [[avwik:Formica|Formica]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mordaza Maraneta hat Rakolus' Bastardsohn [[Aureolus von Elenta]] als Schüler angenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Maraneta, Mordaza}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]][[Kategorie:Magier]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Von Scheffelstein</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://wiki.punin.de/index.php/Efferdiana_Graciosa_von_Calven-Imirandi</id>
		<title>Efferdiana Graciosa von Calven-Imirandi</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wiki.punin.de/index.php/Efferdiana_Graciosa_von_Calven-Imirandi"/>
				<updated>2012-05-09T18:41:14Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Lindholz: Wappen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Person&lt;br /&gt;
|Familia=[[lfwiki:Haus Calven-Imirandi|von Calven-Imirandi]], [[Familia von Lindholz|von Lindholz]]&lt;br /&gt;
|Titel=Junkerin von [[Junkergut Lindholz|Lindholz]]&lt;br /&gt;
|Tsatag=07. Phex [[Annalen:965|965]] BF&lt;br /&gt;
|Boronstag=29. Rondra [[Annalen:999|999]] BF&lt;br /&gt;
|Größe=1,62 Schritt&lt;br /&gt;
|Gewicht=50 Stein&lt;br /&gt;
|Haare=schwarz&lt;br /&gt;
|Augenfarbe=blau&lt;br /&gt;
|Kurzcharakteristik=&lt;br /&gt;
|Herausragende Eigenschaften=IN, CH&lt;br /&gt;
|Herausragende Talente=Schriftlicher Ausdruck, Etikette&lt;br /&gt;
|Vorteile=Adlige Abstammung, Gut Aussehend, Wohlklang&lt;br /&gt;
|Nachteile=Impulsiv, Eitelkeit, Raumangst&lt;br /&gt;
|Beziehungen=hinlänglich&lt;br /&gt;
|Finanzkraft=hinlänglich&lt;br /&gt;
|Eltern=&lt;br /&gt;
|Geschwister=&lt;br /&gt;
|Travienstand=Gemahlin des [[Sarebun von Lindholz]]&lt;br /&gt;
|Nachkommen=[[Ahumeda von Lindholz]], [[Nicetos von Lindholz]], [[Jacopo von Lindholz]]&lt;br /&gt;
|Verwandte und Schwager=&lt;br /&gt;
|Freunde und Verbündete=&lt;br /&gt;
|Feinde und Konkurrenten=&lt;br /&gt;
|Wappen=[[Datei:Familia von Lindholz.jpg]]&lt;br /&gt;
Auf grünem Grund eine silberne Linde auf einem Hügel, eine moderne Adelskrone als Rangkrone, darüber ein Stechhelm mit grün-silberner Helmdecke, als Helmzier ein  halber silberner Flug. Eine Gans und ein ziegenköpfiger Drache als Schildhalter.&lt;br /&gt;
|Wahlspruch=&amp;quot;Semper provenit virtus.&amp;quot; [Bosp.: Tugendhaftigkeit gedeiht stets.]&lt;br /&gt;
|Verwendung im Spiel=&lt;br /&gt;
|Zitate=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Domna '''{{PAGENAME}}''' war die künstlerisch veranlagte Gemahlin des Junkers [[Sarebun von Lindholz]]. Sie entstammt einer Nebenlinie des [[lfwiki:Haus Calven-Imirandi|Hauses von Calven-Imirandi]], eines alten, liebfeldischen Rittergeschlechts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als junge Adlige diente Domna Efferdiana als Palastdame am Grafenhof von [[lfwiki:Grafschaft Yaquiria|Yaquiria]]. Neben ihrem Talent zur Gestaltung von Festivitäten, war sie vor allem für ihre künstlerische Ader bekannt. Sie verfasste einige Gedichte von erlesener Schönheit, die besonders Dank ihrer tiefen, emotionalen Ausdruckskraft und überraschenden Bilderwelten gerühmt wurden. Jedoch ging sie dem Grafenhof schon nach wenigen Jahren verloren, als sie dem heftigen Werben des almadanischen Edelmannes Sarebun von Lindholz nachgab. Dieser hatte seine liebfeldische Studienreise nach nur einem Blick auf die glutäugige Schönheit verworfen und trat seitdem als regelmäßiger Gast bei Feierlichkeiten auf, um keine Gelegenheit zu versäumen, seine Angebetete zu treffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Abreise der frisch Vermählten auf das almadanische Junkergut nahm Domna Efferdiana auch ihre Gedichtsammlung mit - eine hölzerne Truhe voller ungeordneter Zettel und Pergamente. Nach Auskunft einer befreundeten Hofdame, mit der sie unregelmäßigen Briefkontakt hielt, schrieb die Yaquirierin in unterschiedlichen zeitlichen Abständen an einem Gedichtszyklus. Es ist unbekannt, ob die Junkersgattin das Werk, welches angeblich den Arbeitstitel ''Maskerade des Zwielichts'' trug, in Artésa vollendet hat oder nicht. Wenn dem so sein sollte, befindet es sich wohl vergessen irgendwo im Nachlass der Domna, die wenige Jahre nach der Geburt ihres dritten Kindes an einer Krankheit verstarb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Charakter==&lt;br /&gt;
Domna {{PAGENAME}} war für ihren wechselhaften Charakter geradezu berüchtigt. Innerhalb von wenigen Herzschlägen konnte schweigsame Verträumtheit zu passioniertem Tatendrang umschlagen. Gerade als junge Dame wurde sie zudem für Ihre Unzuverlässigkeit des Häufigeren gerügt. Rein verstandsgesteuerte Menschen waren ihr stets ein Gräuel, wohingegen die Ehrlichkeit heftiger Gefühle eine starke Anziehungskraft auf sie ausgeübt haben sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Lindholz, Efferdiana Graciosa}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (historisch)]][[Kategorie:Magnat]][[Kategorie:Nobleza]][[Kategorie:Junker]][[Kategorie:Yaquirtaler]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lindholz</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://wiki.punin.de/index.php/Eslamabad</id>
		<title>Eslamabad</title>
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				<updated>2012-05-09T08:37:25Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;SteveT: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| style=&amp;quot;background: white; width:40%; float:right; margin-left: 10px; color:white; border: #B0B0B0 solid 1px;&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;2&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;background: #003993&amp;quot; | &amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;'''Eslamabad'''&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;background-color:white&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot;&lt;br /&gt;
|  valign=top|'''Wappen:'''&lt;br /&gt;
| [[Datei:WappenEslamabad.jpg]]&amp;lt;br&amp;gt;Eine grüne Palme umgeben von 5 roten Almadinen auf güldenem Grund&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|  valign=top|'''Zugehörigkeit:'''&lt;br /&gt;
| [[Emirat Amhallassih]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|  valign=top|'''Herrschaft:'''&lt;br /&gt;
| Bey [[Hachmad Al'Benin ibn Rashmal]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|  valign=top|'''Einwohner:'''&lt;br /&gt;
| ca. 740  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|  valign=top|'''Bewaffnete:'''&lt;br /&gt;
| 25 Askarija des Beys vom Stamme der [[Beni Qasem]], zahlreiche Karawanenbegleiter, Haremswächter &amp;amp; Leibwachen der ortsansässigen Mächtigen &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|  valign=top|'''Tempel / Kultstätten:'''&lt;br /&gt;
| Bethaus des Rastullah, altes Heiligtum der Zsah&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|  valign=top|'''Wichtige Gasthöfe'''&lt;br /&gt;
| Keshal al'Rahjiian / ''»Haus der ewigen Freuden«'' (Gästepalast des Beys), Karawanserei Al'Kasim, Karawanserei Al'Zaynab&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|  valign=top|'''Wichtiger Comercio:'''&lt;br /&gt;
| Bade- &amp;amp; Cur-Betrieb für Heilungssuchende, Karawanenhandel, Almadinhandel, Arznei-Erstellung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|  valign=top|'''Stadtteile:'''&lt;br /&gt;
| Palastviertel Almadijan, Souk- und Karawansereiviertel Al-Mharim&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|  valign=top|'''Bedeutende Großsippen &amp;amp; Potentaten:'''&lt;br /&gt;
| Al'Benin (derzeitige Hairansippe der [[Beni Qasem]]), [[Familia Al'Kasim|Al'Kasim Al'Rafidim]] (amhallassidischer Zweig des almad. Magnatengeschlechts), [[Shorouq ben Ghadeer]] (Kadi &amp;amp; Mawdli von Al'Mharim), [[Waleed Al'Safin ibn Nadwan]] (geheißen der ''Arzt von Eslamabad'' - berühmter Heilkundiger)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|  valign=top|'''Gewässer:'''&lt;br /&gt;
| mehrere Heilquellen sprudeln unter der Stadt, der (künstlich angelegte) See ''El'Tufar'' im Süden der Stadt dient als Kamel- und Pferdetränke&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|  valign=top|'''Verkehrswege / Karawanenrouten:'''&lt;br /&gt;
| Endpunkt des [[Pass der Winde]] durch die östlichen [[Amhallassihkuppen]], Ausgangs- bzw. Endpunkt der Karawanenrouten nach El'Ankhra, Alam-Terekh, Virinlassih und zu den Stadtstaaten des Balash&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|  valign=top|'''Besonderheiten:'''&lt;br /&gt;
| Altes Heiligtum der Tsa (Zsah), die Katakomben von Alt-Eslamsbad&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Die prächtige Palast- und Oasenstadt '''Eslamabad''', einst unter Kaiser Eslam dem Münzreichen als ''Eslamsbad'' begründet, die die Novadis in ihrer Zunge ''Oase Al'Mharim'' nennen, ist die südlichste Stadt Almadas.&amp;lt;br&amp;gt;Seit dem Novadisturm ist die Stadt Bestandteil des [[Emirat Amhallassih|Emirates Amhallassih]]; wegen ihrer landesweit berühmten Heilquellen gilt sie als Pilgerstätte und Refugium für echte wie eingebildete Kranke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Derographische Lage:===&lt;br /&gt;
[[Bild:Eslamabad.jpg|left|thumb|420px]]Eslamabad ist die einzige Ansiedlung Almadas die noch südlich der schroffen [[Amhallassihkuppen]] liegt; kurz hinter dem praioswärtigen Stadttor beginnt das endlose Sanddünenmeer der Großen Khom. Während ringsumher im gesamten staubtrockenen Umland nur die kärgliche, wüstennahe Vegetation eines Saumlandes mit bestenfalls einigen großen Kakteen, Agaven und anderem Dornicht- und Krüppelgestrüpp zu finden ist, liegt Eslamabad als typische Oasenstadt inmitten eines üppig grünen Talkessels, der voller Leben ist. Unter der Stadt sprudeln seit jeher mehrere stark mineralhaltige Quellen und unterderische ''Feggagir'' (Bewässerungskanäle) versorgen die Gärten der Bewohner und die die Stadt umgebenden Palmenhaine mit kostbarem lebensspendenden Wasser. Über so viel Wasser verfügt Eslamabad, dass man südlich der Stadt gar den Teich ''El'Tufar'' aufgestaut hat, der vor dem Aufbruch oder beim Ankommen einer großen Karawane hunderten von Kamelen und Maultieren gleichzeitig als Tränke dient. Im Norden, Westen und Osten der Stadt ragen in kaum einer Meile Entfernung zur Stadtmauer schroffe ockerfarbene Berge auf, die das Klima in der Stadt - verglichen mit der Khom - immer halbwegs erträglich halten und die Stadt morgens und abends gar während der meisten Zeit des Jahres im Schatten liegen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Historie:===&lt;br /&gt;
Gegründet in den ersten Regierungsjahren von Kaiser [[Eslam der Münzreiche|Eslam dem Münzreichen]], ist Eslamabad mit einem Alter von nunmehr etwa 450 Jahren für die Maßstäbe des uralten Kulturlandes Almada eine noch sehr junge Stadt. Der Kaiser und der später nach ihm und seinen Erben benannte ''Eslamdische Baustil'' hinterließen hier überdeutliche Spuren. Mit seinen prächtigen, kuppelgekrönten und von gertenschlanken Zwiebeltürmchen überragten Palästen und Bädern wurde Eslamabad zu einer exemplarischen Stadt, deren Palastviertel ''Almadijan'' mit dem ''Palast der Ewigen Freuden'' auf den Reißbrettern der Baumeister der verschiedenen Almadaner Kaiser entstand. Bereits vor der Entdeckung der heilsamen Wirkung der Quellen von Eslamabad und der Inbesitznahme der Stadt durch den kaiserlichen Hof und die [[Nobleza]], existierte an diesem Ort ein sehr viel älterer tulamidischer Souk und Karawanenumschlagplatz namens Al'Mharim, dessen Bewohner größtenteils Nachmalige jener tulamidischen Kriegsgefangenen waren, die die siegreiche Kaiserin Hela-Horas nach der &amp;quot;Schlacht am Gadang&amp;quot; als wehrhafte Grenzbauern hier im Rande der Wüste hatte ansiedeln lassen, um ihr Reich vor den räuberischen Nomadenvölkern der Khom zu schützen. Bis heute heißt jener alte Teil der Stadt bei ihren Bürgern ''Al'Mharim'' und die Novadis, die die Stadt unter Malkillah II. anno 926 BF eroberten, nannten und nennen in ihrer Sprache gar die ganze Oase so.&lt;br /&gt;
Mit der noavdischen Annexion ging die ganze ehemalige Reichsmark Amhallas für das Neue Reich verloren und Eslamabad - nächst dem alten Markverwesersitz [[Omlad]] und dem neuen Emirssitz [[Amhallah]] die dritte bedeutsame Stadt der Region, wurde zum Sitz eines wohlhabenden Beys, der schon seit diesen Tagen dem realtiv friedfertigen und toleranten Stamme der [[Beni Qasem]] entstammt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gebäude, Institutionen &amp;amp; Bewohner:===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eslamabad ist von einer zwei Meilen langen Stadtmauer aus Lehmziegeln umgeben; die erst aus kalifatischer Zeit stammt, denn vorher unter den Eslamiden war die Stadt lediglich von einem schattenspendenden Hain aus Dattelpalmen umgeben, was ihr während des Novadisturms zum Verhängnis wurde.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Bild:Eslamabad_Bab_AlRifat.jpg|left|thumb|420px|Das Stadttor Bab Al'Rifat von Eslamabad]]Zwei mächtige Stadttore führen heute in sie hinein, das '''Bab Al'Garib''' (''Tor der Güldenländer'') im Norden und das kuppelgekrönte '''Bab Al'Rifat''' (''Tor der Flamingos'') im Süden, das nach den rosafarbenen Zugvögeln benannt ist, die auf ihrer Wanderung gerne am großen Wasserloch '''El'Tufar''' vor der Stadt Halt machen, bis sie von einer Esel- oder Kamelherde vertrieben werden. Während das nördliche Tor in die vornehme ''Kasbah'', die Oberstadt, mit ihren Serails, Hammams und Palästen führt, beginnt hinter dem mittäglichen Tor das alte Al'Mharim und man gelangt sofort mitten hinein in die schmalen Gassen der ''Bâzargan'', wie man die Krämer, Händler und notorischen Feilscher in Südalmada nennt. Da man dem Wasser Eslamabads eine kurierende Wirkung bei Leber-, Magen-, Gallen- und Herzproblemen, ja überhaupt bei allen Zipperlein innerer und äußerer Art nachsagt, sind auch die meisten Einheimischen in erster Linie Importeure von Elixieren, Kräutern und angeblich wunderwirkenden Artefakten. Da die meisten Fremden, die in die Stadt kommen - so sie nicht selbst Fernhändler oder abenteuerlustige Questadores sind - in erster Linie heilungssuchende Kranke sind, gibt es in den Gassen der Altstadt mehr Quacksalber, Pillendreher, Kräuterhändler, Bader, Zahnreißer, Barbiere und auch echte studierte Medici wie es für sie Kundschaft gibt, so daß Fremde zumeist von allen Seiten bedrängt werden, doch dieses oder jenes zu kaufen oder an sich durchführen zu lassen. Hier findet sich auch das '''Haus des Arztes [[Waleed Al'Safin ibn Nadwan]]''', der der Leibarzt selbst von Kaiserin Tulameth oder Emir Dschelafan ist.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Selbstverständlich gibt es auch in Eslamabad einen '''Sklavenmarkt''', eigentlich nur ein hölzernes Podest auf dem normalen '''Bazar''', doch gibt es härtere Schicksale als das Leben als Sklave unter den [[Beni Qasem]], die in Eslamabad die Oberschicht stellen. Sie gelten als sehr großmütig und freigiebig gegenüber ihren Sklaven, die hier in erster Linie ein Statussymbol sind.&lt;br /&gt;
Die beiden größten Gebäudekomplexe der Altstadt sind die '''Funduqs''', die Karawansereien, der ortsansässigen Groß- und Fernhändler ''Yakuban Al'Zaynab'' und [[Sahil Al'Kasim]], zwei erbitterte Konkurrenten, die man auch den 'Wüstengalan' resp. den 'Herrn der 1000 Kamele' nennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ''Kasbah'' liegen die großen Hammams, die Bäder, denen Eslamabad seinen Namen verdankt. Das größte, das '''Hammam Karwanbashi''' (''Bad der Karawanenführer'') muß selbst den Vergleich mit den Madathermen von Punin nicht scheuen. Der '''Burj Al'Ghulshach''', der ''Turm der Geier'', ist das höchste Gebäude der Stadt und das Domizil der Askarim, der Speerträger des Beys. Da hier früher oft Gehenkte von den Zinnen baumelten, bis sie sich die Geier holten, die in großer Höhe am Himmel über Eslamsbad kreisen, kam der Turm zu seinem etwas schaurigen Namen. Der Palast des Stadtherrn schließlich, das von vier schlanken Minaretten flankierte '''Serail Al'Rahjiian''', der ''Palast der Ewigen Freuden,''  gleicht einem Realität gewordenen Haimamud-Märchen aus &amp;quot;1001 Rausch&amp;quot;, so schön und von üppiger Oppulenz ist das Bauwerk aus weißem Marmor. Berühmt sind ist der ''Palastgarten'', wo schon seit eslamidischer Zeit der dienstbare Humusdjinn [[Azrubaal ben-al-Jamlika]] sein schöpferisches Tagwerk verrichten soll oder auch das ''Sheikasul'', das Haremsgebäude des Palastes, wo [[Hint saba Sheranbil]], die Hauptfrau des Beys, ein strenges Regiment führt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Derographie]] [[Kategorie: Stadt]]   [[Kategorie: Amhallassih]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>SteveT</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://wiki.punin.de/index.php/YB38_Almada_kr%C3%B6nt_seinen_F%C3%BCrsten</id>
		<title>YB38 Almada krönt seinen Fürsten</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Lindholz: Typo&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Yaquirblick-Logo.jpg|center|500px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erschienen in den [[Yaquirblick 38|Meldungen des Hauses Yaquirblick Nô 38]] &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;Rahja [[Annalen:1034|1034]] BF &lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:justify;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Almada krönt seinen neuen Fürsten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Gwainvharmamund.jpg|right|thumb|250px|Fürst Gwain von Harmamund]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Taladur]] – Zeuge eines großen Momentes wurden Anfang Phex [[Annalen:1034|1034]] BF zahlreiche Gäste, welche in die Stadt der Streittürme geladen wurden, um der Krönung von Almadas neuem Fürsten [[Gwain von Harmamund]] beizuwohnen. Die [[Rohaja von Gareth|Kaiserin]] hatte den Vogt von [[Omlad]] und Marschall Almadas zum neuen Regenten des Landes bestimmt, und dieser nahm die schwere Bürde an. Denn sein Vorgänger im Amte hatte viele Brände entfacht, die es nun zu löschen galt. Mit am schwersten wiegt dabei wohl der [[Archiv:1032 ING Weißensteiner Schluss|Weißensteiner Schluss]], welche die Südprovinz zur Zahlung der Kosten für die [[Schlacht von Morte Folnor]] in Form von Handelsprivilegien verpflichtet. So überraschte es nicht, dass sich unter den Gästen zu Taladur auch viele Horasier fanden, in der Hoffnung, mit den Handelsgeschäften gleich beginnen zu können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch auch in [[Königreich Almada|Almada]] selbst ist das Patriziat in Erwartung einer neuen Ära. Der [[Erzener Rat (Taladur)|Erzene Stadtrat]] zu Taladur zeigte beispielsweise deutlich, dass er es war, der das Krönungsfest bezahlt hatte. Und dass Punin nicht der Ort der Krönung war, wird sicher nicht nur am Wunsch des angehenden Fürsten nach Bescheidenheit gelegen haben. So ward es für die Pfeffersäcke sicher eine Form von Genugtuung für zahlreiche [[Defenstrierung]]en ''(Anm. der Red. Eine Defenstrierung ist eine Strafe der besonderen Art, bei der Adelige einen sich ungebührlich verhaltenden Patrizier aus einem offenen Fenster werfen)'', dass einige Adelige immer wieder mit Schikanen der Veranstalter konfrontiert wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Festsaal der [[Castillo Spähricht|Feste Spähricht]] hingegen wurden erste Grußworte ausgetauscht. Vor allem über die warmen Worte der Kaiserwitwe [[Tulameth saba Malkillah|Tulameth saba Malkillah III.]] durfte Fürst Gwain sich gefreut haben, sicherte die Sprecherin der [[Aramya]]s diesem doch die Unterstützung selbiger für die neuen Zeiten zu. Auch zahlreiche Geweihte und Adelige zeigten sich erfreut über die Auswahl der Kaiserin. Manch einer wusste den Bogen der Grüße auch zu überspannen. So forderte ein horasischer Waffenhändler von Gwain das Eingeständnis, dass die Schlacht von Morte Folnor ein Fehler gewesen sei. Der designierte Fürst machte unmissverständlich klar, dass er trotz der schwierigen Aufgaben, die ihm vermacht worden wären, nicht vorhabe, vor den Horasiern zu Kreuze zu kriechen. Dom Gwain gestand spitzfindig zu, dass in der Tat bei Morte Folnor in der Tat Fehler gemacht worden waren, taktischer Natur. Weitere Zugeständnisse ließ sich Gwain von Harmamund nicht entlocken, und so musste der Liebfelder deutlich vorgeführt das Parkett wieder verlassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit ließ es Dom Gwain dann auch beruhen und leitete den feierlichen Teil des Festes ein. Die ersten Fürsten, die am Abend gekürt wurden, waren sogenannte Tanzfürsten, namentlich Domna [[Madalena Salveri di Punta Falcomar|Madalena di Punta-Rastino]] und [[Nicetos von Lindholz]], die Gewinner eines Tanzwettbewerbes. Auch erzählte die [[Yaquirbühne]] um Schausteller [[Omer Shadif]] in acht, teils langwierigen Akten die Geschichte Almadas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst Tage später begann der eigentliche zeremonielle Teil der Krönung. Der angehende Fürst klopfte getreu der Tradition an die Stadttore und bat um Einlass. Dieser wurde ihm auch gewährt, aber es galt ebenso, sich als künftiger Regent Almadas würdig zu erweisen. So musste er symbolische Aufgaben erfüllen, die den Patronen des Königreiches gewidmet waren. Er opferte perainegefällig einigen Vögeln das Korn, trank efferdgefällig das Wasser des Yaquirs, wusste die rahjagefälligen Trauben zu würdigen, ließ sich borongefällig einen Traum deuten und schmiedete ingerimmgefällig ein Schwert. Gerade dort zeigte der Fürst, dass er zwar reich an Jahren, aber noch lange nicht schwächlich ist, denn beim zweiten Schlag brach der Hammer überraschend in zwei Teile – übrigens ganz zur Scham des Taladurer Meisters der Esse, [[Galeazzo von Zalfor]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das große Finale war dann der Empfang der Insignien. Gwain erhielt nacheinander die Zeichen der almadanischen Herrscherwürde, bestehend aus Schwert, Weinkelch, Sporen, Mantel und Fürstenkrone. Gerade beim Mantel kam es dabei zu einem kleinen Tumult, als der zum Zeichen des neuen Almadas extra aus [[lfwiki:Unterfels|Unterfels]] geladene Praiot den Umhang als Fälschung enttarnte. Und wäre es nicht an der Weitsicht des [[lfwiki:Shenilo|Sheniloer]] Patriziers [[lfwiki:Orsino Carson|Orsino Carson]] gewesen, die ganze Krönung hätte wohl nicht fortgesetzt werden können. Der Liebfelder jedoch hatte bereits zuvor Kontakte zur verstoßenen Taladurer Patrizierfamilie [[Familia Ernathesa|Ernathesa]] aufnehmen können und so den echten Hermelinmantel in seinen Besitz gebracht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wurde Dom Gwain doch noch glorreich zum neuen Fürsten Almadas gekürt. Seine Durchlaucht ließ es sich sodann nicht nehmen, als erste Amtshandlung eigene Belehnungen durchzuführen. Kaiserwitwe Tulameth erhielt auf diesem Wege ein [[Landjunkergut Sorobán|Weingut in Aquenau]] und auch die Güter [[Königlich Khahirios|Khahirios]] mit [[Boraccio d'Altea|Boraccio Eslam D‘Altea]] und [[Baronie Artésa|Artésa]] mit [[Nicetos von Lindholz]] erhielten neue Regenten. Auch einige Horasier erhielten die Ehre kleinerer Güter. Dem Landedlen [[Nicolo Faellan di Onerdi]] wurde die Ortschaft [[Landedlengut Busch|Busch]] zugeschrieben, während dem Condottiere [[lfwiki:Dartan di Salsavûr|Dartan di Salsavûr]] das königliche Gut [[Königlich Barras|Barras]] zugeteilt wurde. Zuletzt dann noch ein Zeichen der Versöhnung: Dom Gwain rief niemand Geringeren als seinen ehemaligen Kerkerwächter, Dom [[Ansvin von Al’Muktur]], zu sich und belehnte ihn mit der im [[Kühler Schrübbel|kühlen Schrübbel]] gelegenen Ortschaft [[Chabetz]], eben jenen Ort, dem Gwain seine Brandnarben und dem der Vogt von Al’Muktur sein Hinkebein verdankt. Eine große Geste, die zeigte, dass der neue Fürst von Almada mit dem Anspruch regiert, vieles zu Unrecht Geschehenes wieder gut zu machen gedachte – und das, wohl altersbedingt, durchaus mit einer eigenwilligen Note zynischen Humors.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''[[Benutzer:Dajin|Danilo Maximilliaro di Minni]]'', &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;(mit Dank an die Gäste des Yaquiriencons 2011)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yaquirblick 38]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dajin</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://wiki.punin.de/index.php/Yaquirblick_38</id>
		<title>Yaquirblick 38</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Von Scheffelstein: Optik/Datum&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Yaquirblick-Logo.jpg|center|500px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übersicht==&lt;br /&gt;
'''Irdisches Erscheinungsdatum:''' ab Mai 2012&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Derischer Zeitraum:''' Rahja [[Annalen:1034|1034]] BF &lt;br /&gt;
==Inhalt der Ausgabe==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[YB38 Almada krönt seinen Fürsten|Almada krönt seinen Fürsten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yaquirblick]][[Kategorie:Archiv.Dokument1034]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dajin</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://wiki.punin.de/index.php/Familia_Fugai</id>
		<title>Familia Fugai</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wiki.punin.de/index.php/Familia_Fugai"/>
				<updated>2012-05-04T13:31:52Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;León de Vivar: typo&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Familia&lt;br /&gt;
|Wappen=[[Datei:Wappen Fugai.png]]&amp;lt;br&amp;gt;schwarzer Sandsack auf Silber, darin ein Schwert|Ursprung=Erste urkundliche Erwähnung im Jahre [[Annalen:700|700]] BF als Schwertfeger&lt;br /&gt;
|Stammsitz=[[Taladur]]&lt;br /&gt;
|Schutzpatrone=[[Datei:ING.png|20px]] Ingerimm&lt;br /&gt;
|Soberan=[[Eslam Fugai]]&lt;br /&gt;
|Größe=Klein&lt;br /&gt;
|Verbreitung=Taladur&lt;br /&gt;
|Beziehungen=Ansehnlich&lt;br /&gt;
|Finanzkraft=Ansehnlich&lt;br /&gt;
|Politische Position=&lt;br /&gt;
|Freunde und Verbündete=&lt;br /&gt;
|Feinde und Konkurrenten=&lt;br /&gt;
|Besonderheiten=&lt;br /&gt;
|Verwendung im Spiel=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die '''{{PAGENAME}}''' ist eines der weniger bedeutenden Geschlechter der Stadt [[Taladur]]. Ihre Klingen werden angeblich bereits seit drei Jahrhunderten dort gefertigt und haben der Familie einen Ruf als Waffenschmiede und Waffenhändler verschafft. Der Patriarch [[Eslam Fugai]] soll selbst gelegentlich den Schmiedehammer ergreifen, ist aber auch ein versierter Fechtlehrer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichten und Artikel über die {{PAGENAME}}==&lt;br /&gt;
===Artikel im Aventurischen Boten===&lt;br /&gt;
*[[avwik:Aventurischer Bote Nr. 70|Aventurischer Bote Nr. 70]], Seite 15 (Eslam Fugai)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Yaquirblick-Artikel===&lt;br /&gt;
*[[Yaquirblick]], Conausgabe 2011, S. 4&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Athanasius</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://wiki.punin.de/index.php/Chronik.Ereignis1033_Feldzug_Selaque_19</id>
		<title>Chronik.Ereignis1033 Feldzug Selaque 19</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wiki.punin.de/index.php/Chronik.Ereignis1033_Feldzug_Selaque_19"/>
				<updated>2012-05-03T22:23:23Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Von Scheffelstein: Links&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==In der Baronie [[Kaiserlich Selaque|Selaque]], 2. Rondra [[Annalen:1033|1033]] BF==&lt;br /&gt;
===Im Vanyadâl===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Autor:''' [[Benutzer:SteveT|SteveT]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moritatio schlich sich vorsichtig aus der hinteren Scheunentür des Schulzengehöftes und schlug sich zunächst einmal in die Büsche entlang der hohen Felswände, die das Vanyadal auf drei Seiten säumten, um sich ungesehen einen Überblick verschaffen zu können. Was war das? Es war tatsächlich das Terzio Dom Hernáns - aber offenbar rückten sie bereits wieder ab, obwohl sie doch erst vor kurzem im Ort eingetroffen waren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Möglicherweise hatte der Söldnerführer gehofft, das Castillo unbewacht vorzufinden. Immerhin weilte Praiosmin persönlich offenbar nicht mehr hier, was für sein Vorhaben schon einmal eine gute Nachricht war. Die zwölfmal verfluchte, hartnäckige Morena von Harmamund begleitete dagegen weiter Hernáns Aufgebot - dabei hatte er so gehofft, dass sie den fünf Ferkinas vorhin geradewegs in die Arme reiten würde. Offenbar war diese Furie ein Liebling des Namenlosen, denn der allein musste dahinter stecken, dass sie den Barbaren aus dem Weg gegangen war und trotzdem bereits hier weilte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaum hatte er an die fünf wilden Krieger gedacht, bemerkte er auch schon, dass er sich gründlich getäuscht hatte: Sie hatten die Harmamund nicht übersehen, sondern sie waren ihr gefolgt! Er sah sie nämlich - zumindest ganz kurz zwei von ihnen, obwohl sie sich in einem Gebüsch oberhalb der Felsenklippen versteckt hielten, an deren Fuß er selbst im Gestrüpp saß. Offenbar warteten die Barbaren darauf, dass Hernáns Leute wieder aus dem hufeisenförmigen Talkessel herauskamen, wobei sie unweigerlich in der Nähe von seinem Versteck - und erst recht unterhalb von ihrem - vorbeikämen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Autor:''' [[Benutzer:Der Sinnreiche Junker von Aranjuez|Der Sinnreiche Junker]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offensichtlich erlaubten sich die Götter einen Spaß mit ihm. Während die beiden Knechte, die er als Träger gut hätte brauchen können, seiner Anordnung gefolgt waren, und sich um die Leiche ihres verstorbenen Kameraden kümmerten, war ihm der [[Tsacharias Krähenfreund|alte Narr]] erhalten geblieben. Der alte Narr, der mit seinen Reden seine Leute nervös machte. Gerade war er wieder am Lamentieren, dass man die bewusstlose Domna [[Richeza Aldonaza von Scheffelstein|Richeza]] doch nicht quer über einen Sattel legen könne. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Erlaubt mir, Euch von dieser Bürde zu befreien, Dom [[Hernán von Aranjuez|Hernán]]“, mischte sich [[Morena von Harmamund]] ein. „Gewiss wird Domna [[Praiosmin von Elenta|Praiosmin]] auf [[Castillo Albacim]] eine angemessene Unterkunft für diese [[Familia da Vanya|da Vanya]] finden.“ Ihr Lächeln war vielsagend. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zweifellos würde es dem [[Baronie Dubios|Baron]] und [[Junkergut Aranjuez|Junker]] einigen Umstand ersparen, wenn er Richeza von Scheffelstein seiner Verwandten und damit Praiosmin von Elenta überließ. Vor allem wäre er dann endlich den verrückten Prediger los, der beständig seine Autorität untergrub, aber den einfach niederzuschlagen er nach dessen tsafrommen Reden nicht mehr wagte. Nicht um seiner Willen, sondern wegen der Moral seiner Leute. [[Mercenario]]s waren gewiss nicht fromm, wohl aber abergläubisch. Nachdenklich kratzte er sich über die Wange, wo die Stoppeln seines üblichen Unrasiertseins mittlerweile zu einem kurzen Bart gewachsen waren, derweil er seinen Leuten dabei zusah, wie sie fruchtlos darüber beratschlagten, wie man die bewusstlose [[Landedlengut Eslamsstolz|Landedle]] denn sonst auf ein Ross bekommen könne. Schließlich schüttelte er das Haupt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„In dieser Sache kann ich Domna Praiosmin nicht trauen. Ihre Besatzung auf [[Castillo da Vanya]] widersetzt sich nicht minder den kaiserlichen Befehlen, und wie genau sie es mit Recht und Gesetz nimmt, habe ich selbst im Hof nämlicher Feste erlebt.“ Würde er ihr die Scheffelsteinerin überlassen, würde es in drei Wochen, wenn der Entsatz hier war, gewiss heißen, sie sei in ihrem Verließ einer Krankheit erlegen. Oder bei einem Fluchtversuch ums Leben gekommen. Wobei letzteres womöglich dann nicht einmal hätte gelogen sein müssen. Unausgesprochen blieb freilich, dass er seiner schönen Verwandten in dieser Hinsicht kaum weniger über den Weg traute. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechend entrüstet fuhr diese auf: „Ich persönlich verbürge mich für…“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Versprecht nichts, was Ihr nicht halten könnt, Domna Morena“, schnitt ihr der [[Condottiere]] das Wort ab. „Hier draußen zählt zuerst die Anzahl an Klingen, über die jemand gebietet, und da ist Euch die Elenterin über. Nein, mein Entschluss steht fest: ich werde Domna Richeza nicht in ihre Hände geben. Zumindest nicht, bevor sie nicht ihre Garnison hier zur Raison gebracht hat. Erst einmal soll sie mir den Beweis führen, dass [[Selindian Hal von Gareth|Seiner Majestät]] Befehle hier noch befolgt werden. Fünf Reiter werden Euch bis Castillo Albacim eskortieren. Ihr wisst, wo Ihr mich finden könnt, die Götter mit Euch.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit war die Diskussion beendet, und er hielt ihr die Hand hin. Mit sichtlichem Widerwillen schlug sie ein. „Und mit Euch“, erwiderte sie, auch wenn ihr Gesichtsausdruck anderes vermuten ließ. Dann lenkte sie ihr Ross zu ihrem Mercenario Berengar, während Hernán von Aranjuez einen der Seinen zu Pferde heran winkte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nimm dir vier weitere Reiter, und begleitet Domna Morena bis Castillo Albacim. Nähert Euch aber nur bis auf Bogenschussweite. Die fette Elenterin ist imstande, und zwingt euch in ihre Dienste. Gewiss mangelt es ihr nicht weniger an Rössern und Leuten. Ich erwarte euch noch heute Nacht zurück in Grezzano.“ Der gewechselte Blick war vielsagend. Zweifellos überlegte der Korporal, ob die Sicherheit Castillo Albacims nicht der Unbequemlichkeit Grezzanos vorzuziehen sei. Und der Gesichtsausdruck des Condottieres warnte ihn davor. Den Verlust von weiteren fünf Mann, konnte sich Hernán von Aranjuez kaum leisten, zumal sie auf beinahe der Hälfte der verbliebenen Rösser saßen. Man durfte gespannt sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sodann ritt er zu der Gruppe um die noch immer bewusstlose Richeza von Scheffelstein herüber. Immer noch wurde mit dem alten Heiler debattiert – oder vielmehr lehnte dieser jeden Vorschlag rundheraus ab, wie man die Landedle verstauen könnte. „Setz sie vor Dir in den Sattel“, befahl der Condottiere einer Söldnerin schließlich. „Ihre Hände aber bleiben gefesselt.“ Mit warnendem Gesichtsausdruck wandte er sich an Tsacharias Krähenfreund: „Zufrieden?“  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
'''Autor:''' [[Benutzer:Von Scheffelstein|von Scheffelstein]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tsacharias Krähenfreund schüttelte den Kopf. &amp;quot;Mit Verlaub, mein Herr, aber diese Frau braucht Ruhe und Schatten! Es ist zwar besser, sie aufrecht auf einem Pferde zu transportieren als – was völlig indiskutabel wäre – sie, wie Eure Leute vorschlugen, über ein Ross zu hängen. Aber wenn Ihr ihre Gesundheit nicht weiter gefährden wollt, so lasst sie von zwei Eurer Männer tragen, den Kopf ein wenig erhöht auf einem Kis... äh ... einem Umhang vielleicht, und jemand soll ihr Gesicht beschatten. Diese arme Frau hat vor wenigen Tagen erst eine ernsthafte Kopfwunde erlitten, wenn Ihr sie nicht ... vorsichtig behandelt, mag sie sterben. Und, die Götter seien meine Zeugen: Ich werde nicht zulassen, dass Ihr Euch an diesem Tag ein weiteres Mal gegen Tsa versündigt!&amp;quot;, sagte er streng.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
'''Autor:''' [[Benutzer: SteveT|SteveT]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moritatio hatte die ganze Szenerie beobachtet, ohne sie recht verstehen zu können. Immer wieder hatte er dabei vorsichtig zu den fünf Ferkinas im Gebüsch auf den Felshängen hoch über sich hinaufgespäht, die gewiss irgendeine Bosheit ausheckten, ohne dass sie ihn bis jetzt bemerkt hatten. Aber das war nur eine Frage der Zeit ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wieso in der Zwölfe Namen hatte Dom Hernán, dem er bis eben gerade ohne jegliche Bedenken sein Leben anvertraut hätte, seine schöne Cousine verfolgt und grob rittlings vom Pferd gerissen? Wenn er es auf die Entfernung richtig sah, waren sogar ihre Hände gefesselt - jedenfalls hatte sie diese beim Reiten so seltsam gehalten, wie es eigentlich keine geübte Reiterin wie Richeza tun würde. Immerhin wuselte nun der alte Narr Tsacharias Krähenfreund um sie herum, der sich hoffentlich um sie kümmern würde, wenn sie sich bei dem Sturz verletzt hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einem Kloß im Hals sah er, dass sich seine Geliebte nicht mehr rührte. Offenbar hatte sie die Besinnung verloren. Alles in ihm drängte danach, aufzuspringen, hinüberzueilen und neben Richeza niederzuknien, um sich Klarheit über ihren Zustand zu verschaffen. Aber leider scharwenzelte die pestverfluchte Harmamund um Dom Hernán herum und redete auf ihn ein - da, eben zeigte das verschlagene Luder auch noch auf Richeza! Was ging sie die Scheffelsteinerin an? Diese Hündin sollte schnell hier von ihrem Land verschwinden und sonst gar nichts! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaum hatte er diesen Gedanken zu Ende gesponnen, kam es zu seiner Verblüffung tatsächlich haargenau so - die Harmamund verabschiedete sich und bestieg mit ihrem müde dreinschauenden Waffenknecht die Schindmähre, die sie nun durch Moritatio selbst zu reiten gezwungen war. Sie entfernte sich, gefolgt von fünfen von Hernáns Mercenarios, endlich aus Vanyadâl. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moritatio presste die Zähne zusammen vor Wut. Für einen Moment wünschte er sich inniglich, so kämpfen zu können wie seine Mutter oder wenigstens so zu fechten wie Richeza - dann würde er der Harmamund einfach lässig in den Weg treten und sagen: &amp;quot;Zieh, Kebse! Hier endet dein Weg! Bringen wir es gleich hier zu Ende!&amp;quot; Aber leiderrondra stand zu befürchten, dass die um über ein Jahrzehnt ältere Morena eine weitaus erfahrenere Kämpferin war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moritatio wägte ab, ob er nun zu Dom Hernán hinübergehen und ihn fragen sollte, was sein plötzliches Verhalten gegenüber Richeza zu bedeuten hatte. Andererseits war er hier, um die Burg seiner Mutter zu befreien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ferkinas über ihm, die sich plötzlich erhoben, um ihre Speere auf den Condottiere zu schleudern, nahmen ihm jede Entscheidung ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moritatio brüllte: &amp;quot;HERNÁN! RUNTER!&amp;quot; - und sprang ebenfalls aus dem Gebüsch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Autor:''' [[Benutzer:Der Sinnreiche Junker von Aranjuez|Der Sinnreiche Junker]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Condottieres Augen verengten sich zu schmalen Schlitzen. „Aber ja, vielleicht findet sich auch noch ein Bad voll Stutenmilch und eine Silberplatte mit frischen Feigen. Feinster [[Ragazo]] aus güldenem Kelch und ein weiches Daunenbett. In Kamillentee getränkte Verbände und gebratener Kapaun, der einem direkt in den Mund fliegt. Ich werde sehen, was ich tun kann“, spottete er verächtlich, und schwenkte die erhobene Rechte einige Male im Kreis, um seinen Leuten den Aufbruch zu befehlen. Sollte der alte Narr doch bleiben wo der Pfeffer wächst!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaum aber hatte er seinem Ross die Sporen gegeben, hörte er von der Seite einen Warnruf. Genau verstand er nicht, wer da nun was rief, doch ruckte sein Gesicht, sein halber Oberkörper instinktiv zur Seite. Irgendetwas zischte auf ihn zu, und der Speer, der ihn ansonsten wohl seitlich in den Hals getroffen hätte, schrammte mit hässlichem Kreischen über die eiserne Halsberge. Ein zweiter streifte die Kruppe des Pferdes, das mit erschrockenem Wiehern durch ging. Ein dritter traf ihn genau seitlich am Schenkel, dort wie die beiden Schalen von Vorder- und Rückseite einen schmalen, nur von dünnem Kettengeflecht geschützten Spalt ließen. Der Aufschrei war nicht dazu angetan, das Ross zu beruhigen, welches wild im Kreis von den Vorder- auf die Hinterbeine sprang, und umgekehrt. Schließlich verließ den Condottiere insbesondere im verwundeten Oberschenkel die Kraft, und nun war er es, der in hohem Bogen aus dem Sattel flog. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mercenarios indes lösten rasch die Formation auf, um nicht dichtgedrängt das Opfer weiterer Speere zu werden. Nachdem sie immerhin gesehen hatte, woher diese auf ihren Anführer geschleudert worden waren, konnten sie rasch Front in Richtung der Ferkinas machen, und den Beschuss mit den noch immer gespannten Bögen und Augenblicke später auch mit den Armbrüsten erwidern …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
'''Autor:''' [[Benutzer:SteveT|SteveT]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moritatio rannte näher heran und sah entsetzt, wie der Condottiere getroffen wurde und ebenfalls vom Pferd stürzte. Seine Mercenarios begannen sich überrascht zu formieren und auf die Wilden hoch über ihm zu schießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hob während des Rennens die Hände über den Kopf und schrie: &amp;quot;Ich bin es!&amp;quot;, in der Hoffnung, dass ihn die Soldknechte erkannten, die er ja erst heute Nachmittag in Grezzano verlassen hatte. Er rannte bis zur Hausecke der nächststehenden Hütte - der des halbfreien Bauern Moccolo -  und warf sich abrollend hinter der Hauswand in Deckung, selbst verwundert, dass ihn die Wilden bis dahin mit keinem Speer oder Pfeil in den Rücken getroffen hatten. Offenbar hatten sie mit dem Angriff auf den Condottiere bereits ihre Fernwaffen eingebüßt, denn nun warfen sie nur noch mit Steinen nach den Söldnern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als einer der Ferkinas oben aufschrie, offenbar weil er von einem Armbrustbolzen getroffen worden war, zogen sich die  Barbaren rückwärts weiter ins Dickicht zurück und liefen davon, sodass es Moritatio wagen konnte, zu Dom Hernán, Tsacharias Krähenfreund und Richeza hinüber zu rennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Gütiger Himmel! Hat es Euch übel erwischt?&amp;quot;, rief er den am Boden liegenden Söldnerführer an, in der Hoffnung, dass dieser überhaupt bei Bewusstsein war. &amp;quot;Ich habe versucht Euch zu warnen - leider aber wohl zu spät!&amp;quot;    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann glotzte er verständnislos zu den Söldlingen, die die ohnmächtige Richeza vom Boden aufgehoben hatten, sodass sie nun wie ein nasser Sack zwischen zwei von ihnen hing und unter den Achseln gehalten werden musste. Tatsächlich waren ihre Hände mit einem groben Strick zusammengebunden. &amp;quot;Was zum ...?&amp;quot;, stammelte Moriatio. &amp;quot;Wohin wollt ihr mit ihr?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Autor:''' [[Benutzer:Der Sinnreiche Junker von Aranjuez|Der Sinnreiche Junker]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der Mercenrios hatte tatsächlich schon auf den herunter stürmenden Moritatio angelegt, hob dann aber die Armbrust, als er erkannte, dass der junge Mann eher Söldnertracht denn Pelz- und Stofffetzen wie die Wilden trug. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hernán von Aranjuez indes blinzelte angestrengt, als bunte Lichter vor seinen Augen tanzten. Glücklicherweise hatte bei dem Sturz zuvörderst seine Würde gelitten, sodass die Speerwunde seine einzig ernsthaftere Verletzung geblieben war. Das Wurfgeschoss selbst – ein scharfkantiges Stück Stein an einem leidlich geraden Holzschaft – hatte der Aufprall heraus gerissen, sodass nun rotes Blut zwischen den Beinschienen und dem zerfetzten Kettengeflecht hervor quoll. Offenbar mehr als nur ein Schramme. Zwei seiner Mercenarios, die nach vorne gestürmt waren, um den Gestürzten notfalls gegen weitere Angreifer zu verteidigen, halfen dem schwankenden Condottiere auf die Beine. Oder besser gesagt auf ein Bein, denn das rechte konnte er kaum mehr belasten, ohne dass sich sein Gesicht schmerzlich verzog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestützt auf die beiden Landsknechte, sah er dann zu Moritatio, der ihm mit seinem Warnruf womöglich das Leben gerettet hatte. „Zurück nach Grezzano“, presste er angestrengt hervor, als ein Dritter vor ihm kniete, um sich die Wunde anzusehen. „Stopf so viel Leinen wie möglich zwischen die Schienen, und dann verbinde es mit viel Druck. Bis Grezzano muss das reichen.“ Besorgt blickte er umher, und unwillkürlich kam ihm der Rossbannerorden in den Sinn. Wollten sie sein Schicksal nicht teilen, sollten sie sich sputen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Als ich Euch zuletzt sah, saßt Ihr auf dem Rücken eines Pferdes…“, wandte er sich wieder an den jungen da Vanya. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Autor:''' [[Benutzer:SteveT|SteveT]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Gewiß!&amp;quot;, nickte Moritatio, als er außer Atem ganz heran war und mit gefurchter Stirn die stark blutende Wunde des Landsknechtsführers betrachtete. &amp;quot;Leider taugen die Rösser der Harmamunds gerade so viel wie die Sippschaft selbst - auf den ersten Blick recht hübsch anzuschauen, aber ohne Klasse und Verlässlichkeit&amp;quot;, wank er ab, dieses Thema nicht weiter zu vertiefen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wieso wollt Ihr wieder nach Grezzano umkehren, wenn Ihr mir die Frage gestattet? Und wie steht es um Domna Richeza? Weshalb hat man ihr die Hände gebunden? Sie hat doch mit Sicherheit nichts Unrechtes getan?&amp;quot;, äußerte er halb fragend, halb mutmaßend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Da Ihr, Richeza und die Euren schon einmal hier seid, hatte ich gehofft, dass Ihr mir helfen könnt, das Castillo meiner Mutter zurückzugewinnen. Darin sitzt zur Zeit - so hat mir unser Schulze gerade berichtet - ein Weib namens Yegua oder dergleichen, eingesetzt von Praiosmin von Elenta, als hätte sie das Recht, auf unserem Grund und Besitz einfach eine neue Herrin nach ihrem Pläsier einzusetzen ... dieses Weib will ich dort herauswerfen und zusammen mit Praiosmins Bütteln wie eine Rotte geprügelter Hunde nach Selaque zurückschicken, damit sie sieht, dass mit uns - und damit meine ich natürlich auch Euch - nicht zu spaßen ist.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hielt inne und verzog mitleidend das Gesicht, als die Söldner Dom Hernans Plattenzeug auseinander schoben, um einen Blick auf die Wunde zu werfen. Das sah erschreckend aus - bewundernswert, dass der Condottiere damit überhaupt auf seinem eigenem Fuße stand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Autor:''' [[Benutzer:Der Sinnreiche Junker von Aranjuez|Der Sinnreiche Junker]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hernán von Aranjuez nickte mit zusammengepressten Lippen, womöglich wegen des Schmerzes, womöglich um seine Missbilligung auszudrücken. Höchstwahrscheinlich beides. Indes schien er das Thema durchaus noch vertiefen zu wollen: „Euch ist bewusst, dass ich der Harmamunderin stattdessen eines meiner Rösser geben musste?“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es schien ihm aber dann doch zu genügen, dem jungen da Vanya verdeutlicht zu haben, dass seine Sperenzchen am Ende vor allem einem geschadet hatten: dem Condottiere. Statt eine Antwort abzuwarten, wandte er sich zwischen den beiden Mercenarios auf einem Bein hüpfend halb um, und sah in Richtung des da Vanya’schen Castillos. Prompt ermahnte ihn der Dritte, der seinen Oberschenkel umwickelte: „So haltet doch still, Capitán.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wir haben bereits versucht friedlich hinein zu gelangen, doch wollte man uns nicht einlassen“, erklärte er Moritatio, und hielt derweil ganz brav still. „Und um uns gewaltsam Zutritt zu verschaffen, dafür fehlt uns bei weitem die Stärke. Also geht es zurück nach Grezzano.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum nun genau die Scheffelsteinerin gefesselt war, ließ er unbeantwortet, ebenso wie der [[Hofjunker]] keine Anstalten gemacht hatte, den zumindest den Verbleib des entwendeten Rosses zu erklären. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Autor:''' [[Benutzer:SteveT|SteveT]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Aber das macht doch keinen Sinn!&amp;quot; widersprach Moritatio dem Condottiere kopfschüttelnd. &amp;quot;Die Wilden, die gerade Reißaus genommen haben, werden den Rest ihres Stammes alarmieren, so daß Ihr sie an den Hacken habt, noch ehe Ihr zurück in Grezzano seid. Außerdem ist Grezzano verlassen, hier in Vanyadâl aber leben nach wie vor Menschen, die unseres Schutzes bedürfen - auch wenn sie sich derzeit gerade alle in ihre Häuser verkrochen haben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er machte ein spitzfindiges Gesicht und begann zu grinsen: &amp;quot;Möglicherweise kenne ich einen Weg, Euch ungesehen in das Castillo hineinzubringen. Um der Wahrheit die Ehre zu geben,&amp;quot; er hielt demonstrativ seine Öllampe hoch, die er gerade Guiterrez abgeschwatzt hatte, &amp;quot;war ich justament dabei, in unsere Burg einzudringen, als Ihr mit Eurem Terzio aufgetaucht seid.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er machte eine bedeutungsschwere Pause und wartete auf eine Reaktion im Anlitz des Söldnerführers, um dann fortzufahren: &amp;quot;In Kürze wird die Nacht hereinbrechen, was uns zusätzlich in die Karten spielt. Da es sich um einen geheimen Zugang zu unserer Burg handelt, den ich eigentlich keinem Familienfremden offenbaren darf, müsstet Ihr mir nur mit höchstens einer Handvoll Männer und Frauen im Dunkeln folgen, bis wir besagten Zugang erreicht haben. Ich denke, wir kennen uns nun lange genug, um einander vertrauen zu können.&amp;quot;   Er blickte wieder hinüber zu Richeza und seine Besorgnis über ihren Zustand kehrte zurück: &amp;quot;Aber sagt doch - was ist zwischen Euch vorgefallen, daß Ihr meine Base so hart vom Pferd gerissen habt? Es wird doch sicher nicht erforderlich sein, ihr die Hände zu binden, als wäre sie Brigantin auf der Flucht?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Autor:''' [[Benutzer:Der Sinnreiche Junker von Aranjuez|Der Sinnreiche Junker]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Von oben herab ein paar Speere zu werfen ist eine Sache, aber sie werden es nicht wagen, eine Gruppe Bewaffneter, die nun gewarnt ist, direkt anzugreifen.“ Freilich, seine Gruppe Bewaffneter war mehr und mehr dahin geschmolzen. Seine Leute in den Bergen, die abgerückten Gräflichen, nun beinahe alle der ohnehin nur noch kärglichen Reiterschar. Er deutete in Richtung des Castillos: „Und genauso ist es dort oben. Heute Nacht sind sie gewiss auf der Hut, nachdem wir gerade erst vor ihren Toren standen. Ich jedenfalls würde damit rechnen, dass jemand, bei Tage nicht eingelassen, des Nächtens versuchen würde, über die Mauer zu gelangen. Ein Geheimgang freilich…nun ja, das vereinfachte die Sache gewaltig, doch solange man die Besatzung nicht in ihren Betten überrascht, würde es recht blutig, zumal Ihr wohl nicht zufällig auch wisst, von wie vielen Strolchen wir da reden?“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar sah er einen Moment fragend zum jungen da Vanya, ehe er wohl wieder des Schmerzes im Bein gewahr wurde, und mit verkniffenem Antlitz den Kopf schüttelte. „Nicht heute Nacht, Dom Moritatio. Ich verstehe Eure Ungeduld, doch ist es zu riskant, solange die Burgbesatzung alarmiert ist. Wir müssen es nach Grezzano schaffen. Schließt Euch uns an, dann erkläre ich Euch auf dem Wege die Sache mit Eurer Base.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
'''Autor:''' [[Benutzer:SteveT|SteveT]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moriatio trat unschlüsig von einem Fuß auf den anderen. Blickte zum Castillo, zu Dom Hernán und wieder zum Dorf. Dann schüttelte er wieder einmal den Kopf. &amp;quot;Es geht nicht! Ich stimme Euch zu, dass heute kein guter Zeitpunkt sein dürfte, in unsere Burg einzudringen, weil die dumme Morena von Harmamund die Besatzer vorgewarnt hat. Was wollte sie dort am Tor? Hat sie erwartet, Praiosmins Schergen öffnen einer Wildfremden, die mit einem Haufen Bewaffneter&lt;br /&gt;
anrückt, bereitwillig Tür und Tor? So dumm sind sie auch nicht!&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er zuckte mit den Achseln: &amp;quot;Wie ich sagte, kenne ich einen Weg, um ungesehen in das Castillo hinein- oder hinaus zu gelangen - und ich spreche nicht von der Strickleiter, die wir neulich notgedrungen benutzen mussten. Ich habe den Entschluss gefasst, es jetzt durchzuführen und so muss ich auch vor mir selbst zu meinem Wort stehen. In Grezzano bedarf niemand mehr meiner Hilfe - hier schon! Ich will die 120 Seelen, die hier noch immer wohnen, in die Burg einlassen, sobald sie wieder unser ist, da Praiosmins Schergen das Schicksal ihrer Schutzbefohlenen gleichgültig zu sein scheint. Gerade waren die Blutsäufer da - aber die armen Menschen müssen sich in ihren eigenen Hütten verschanzen, da ihre Fluchtburg für sie verschlossen ist!&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er tippte sich an die Stirn, um die Idiotie eines solchen Handels aufzuzeigen. &amp;quot;Meine Mutter und meine Schwester sind unterwegs nach Schrotenstein und Wildenfest und werden von dort mit einem uns treuen Kriegshaufen zurückkehren. Mein Plan ist es, ihnen dann im richtigen Augenblick das Tor zu öffnen. Mit Eurer Hilfe wäre das leichter zu bewerkstelligen gewesen - aber ich kann Euch nichts vorschreiben, Euer Rang ist höher denn meiner, und wir stehen ohnehin bereits in Eurer Schuld.&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er blickte wieder zur Burg hinüber, wo wegen des Einsetzens der Abenddämmerung ein erstes Fackellicht im Bergfried aufflammte. &amp;quot;Viel Besetzung kann nicht auf der Burg sein, vielleicht zehn oder fünfzehn Mann, würde ich vermuten, denn obwohl Selaque reich ist, waren der Reichsvogtin Ausgaben für Waffenvolk oder wehrtechnische Belange schon immer ein Graus - für andere Dinge, etwa für ihre Speisekammer oder ihre Bibliothek, sitzt ihr das Geld weitaus lockerer.&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er blickte den Condottiere aufmerksam an, ob ihn diese Information zum Umdenken brachte.&lt;br /&gt;
Dann deutete er nochmals auf seine Base: &amp;quot;Was Richeza betrifft, so bitte ich Euch, sie hierzulassen! Sie könnte im Haus unseres Schulzen Unterbringung finden, gegebenenfalls auch mit dem alten Verrück ... äh, mit dem Heiler Krähenfreund zusammen. Wenn Ihr sie unter Arrest gestellt habt, weil sie irgendeinen Schaden verursacht hat, so wird unsere Familia Euch den Schaden ersetzen - mein Wort darauf!&amp;quot; Er hielt Hernán die Hand zum Einschlagen hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
'''Autor:''' [[Benutzer:von Scheffelstein|von Scheffelstein]], [[Benutzer:Der Sinnreiche Junker von Aranjuez|Der Sinnreiche Junker]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Offengestanden war es mein Einfall“, lächelte der Baron und Junker mit schmerzlichem Gesichtsausdruck, und das gewiss nicht nur, weil sein Plan fehlgeschlagen war. „Immerhin hatten wir einen schriftlichen Befehl des [[Gwain von Harmamund|Marschalls]] Seiner Kaiserlichen Majestät. Man sollte meinen, dass ein solcher insbesondere in einem kaiserlichen Eigengut etwas gelte.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann ging sein Blick wieder in Richtung des Castillos. „Lasst mich Euch einen Rat geben hinsichtlich Eures Planes“, strich er sich einmal mehr über die bärtigen Wangen, statt in dessen Hand einzuschlagen. Der Mercenario zu seinen Füßen schlug derweil ein letztes Mal den Verband um seinen Oberschenkel, und machte sich daran das Tuch zu verknoten. „Fester“, befahl Hernán von Aranjuez knapp, ehe er wieder zum Hofjunker sah: „Mit einem geöffneten Tor alleine wird es nicht getan sein. Jener Kriegshaufen muss dennoch erst einmal den Weg hinauf zum Castillo nehmen, was blutig genug wird. Sicherlich könnt Ihr im rechten Moment die Ketten der Zugbrücke lösen, vielleicht gelingt es Euch sogar das Tor zu öffnen, doch werdet Ihr schwerlich alleine das Torhaus nehmen und halten können, sodass jener Kriegshaufen noch immer unter einem vom Feind besetzten Torhaus hindurch muss, in den Innenhof einer vom Feind besetzten Feste hinein. Keine sonderlich angenehme Aussicht. Ich fürchte, Dom Moritatio, Ihr müsst das Castillo Eurer Familia durch den Geheimgang im Handstreich nehmen. Das wird schwerlich gegen eine vorgewarnte Besatzung gelinge, gäbe ich Euch meine Leute. Und Eure [[Rifada da Vanya|Mutter]] hat uns erst vorgestern verlassen, es wird gewiss noch einige Tage dauern, bis sie mit Entsatz zurückkehrt. Folglich sehe ich wenig Sinn darin, hier zu verweilen. Zumal die Wachsamkeit der Besatzung gewiss nicht nachlassen wird, wenn sich unten im Dorf ein Kriegshaufen herum treibt.“  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Condottieres Blick wanderte zu Tsacharias Krähenfreund. &amp;quot;Nun&amp;quot;, sagte dieser soeben an einen Söldner gewandt, der das Pferd auf dem Richeza von Scheffelstein y da Vanya geritten war, wieder eingefangen hatte, &amp;quot;wenn ich nach den Zügeln des Pferdes griffe und mit ihm davon ritte, würdet Ihr dann auch mich herunterschießen? Oder würde Euer Capitan mich in den Staub treten? Bedenket meine Worte: Was ihr die Kinder Tsas erleiden lasst, das tut ihr Tsa selbst an.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Alte hatte es tatsächlich geschafft, eine Mercenaria zu beschwatzen, sich so zu stellen, dass ihr Schatten auf die noch immer bewusstlose Edle fiel. Zwei ihrer Kameraden spotteten über die Frau, die heftig auffuhr: &amp;quot;Was ist los mit euch? Ich jedenfalls will nicht, dass Tsa mich verflucht und ich ihren Segen nicht mehr empfangen kann!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Haha, komm nur her, Alrigia&amp;quot;, rief ein tulamidisch aussehender Söldner und fasste sich in den Schritt, &amp;quot;ich segne dich, dann haste dein Kind, ehe die Sonne untergeht.&amp;quot; Die Umstehenden feixten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Halt die Fresse, Rafik&amp;quot;, erwiderte die Söldnerin, &amp;quot;und schieb dir deinen Heidenpimmel selbst ins Knie!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wie nennst du mich?&amp;quot;, fragte der Mercenario drohend, aber der alte Heiler trat zwischen die beiden, ehe der Streit handgreiflich werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Aber, aber&amp;quot;, sagte der alte Mann. &amp;quot;Frieden! Tsa flucht nicht – wahr aber ist, dass sie jene am liebsten segnet, die ihren Segen zu schätzen wissen und das Leben, das aus ihm entsteht. Nun nehmt mir die Fesseln ab&amp;quot;, bat er den Söldner Rafik und hielt ihm die Hände hin&amp;quot;, dass ich mich um die Dame kümmern kann. Sie braucht eine Bettstatt und Ruhe. Wahrlich, es hat genug Tote gegeben an diesem Tag, nicht einen Tod soll dieser Tag noch sehen!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er die Landsknechte mit fragend gehobenen Augenbrauen zum Schweigen gebracht hatte, legte er dem jungen da Vanya, der enttäuscht die Hand hatte sinken lassen, seine Rechte auf die Schulter, und schob ihn ein wenig von dem Zug weg, wobei er sich gleichzeitig auf seiner Schulter abstützte, um die paar Schritte mit humpeln zu können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Was freilich Eure Base angeht, Dom Moritatio, stehe ich vor einem Dilemma. Ich ging davon aus, sie würde sich den [[Grafschaft Ragath|Gräflichen]] anschließen, um den [[Praiodor von Culming-Alcorta|Jungen]] hier heraus zu bringen. Stattdessen hat sie den Jungen in Dom [[Gendahar von Streitzig ä. H.|Gendahars]] Obhut übergeben, und trug sich mit dem Gedanken alleine nach [[Ragath]] zu reiten, um weitere Bewaffnete nach Selaque zu holen. Um ihrer eigenen Sicherheit Willen sah ich mich gezwungen sie zu arretieren, denn immerhin sind ihr nicht nur Ferkinas und die fette Praiosmin feindlich gesinnt, sondern Morena von Harmamund war samt Begleitung bereits im Lager. Wer weiß was geschehen wäre, hätte ich sie alleine losreiten lassen, noch dazu mit einem solchen Ansinnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich will jedoch eingestehen, dass es auch selbstische Gründe gab. Immerhin bin ich von Seiner Exzellenz angehalten nach Kräften den Frieden in Selaque zu wahren, und wie sollte ich hernach rechtfertigen, dass ich es geduldet habe, dass jemand weitere Bewaffnete heranführte, damit diese Fehde noch weitere Kreise zieht? Wenn ich mich also Euch oder Eurer Mutter nicht in den Weg stelle, Euch womöglich sogar unterstütze, dann vor allem weil es im Sinne meiner Befehle ist. Denn solange die Leute der Elenterin dort droben sitzen, wird Eure Mutter gewiss nicht ruhen. Ist aber das Castillo erst einmal wieder in ihrer Hand, so hat sie hoffentlich zunächst andere Sorgen, als sogleich gegen Castillo Albacim zu ziehen. Zumal ihr dazu auch die Stärke fehlen dürfte – zumindest solange sie keine Verstärkung aus … nun, sagen wir einmal: Ragath, erhält. Umgekehrt verkriecht sich die Elenterin ja jetzt schon hinter ihren Mauern, und wird sich dann erst recht nicht mehr heraus wagen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In drei Wochen wird Seine Exzellenz mit dem Kaiserlichen Heer hier sein, und dem Ferkinaspuk ein Ende bereiten, und ich bin von meiner jetzigen Pflicht entbunden. Dann mag geschehen was will. Bis dahin jedoch …“, nahm seine Stimme einen durchaus warnenden Unterton an „… muss ich zusehen, dass die Sache nicht noch weiter eskaliert, und da kann ich keine weiteren Bewaffneten auf irgendeiner Seite brauchen.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
'''Autor:''' [[Benutzer:SteveT|SteveT]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schultern des jungen da Vanya waren während Dom Hernans Ausführungen immer weiter herab gesackt, was letzteren, der sich humpelnd auf eben diese stützte, um ein Haar gänzlich aus dem Gleichgewicht und zum Stürzen gebracht hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ihr habt mit allem Recht,&amp;quot; gab Moritatio kleinlaut zu, &amp;quot;dass es trotz geöffnetem Tor schwierig werden wird, die Zugbrücke und das Torhaus zu stürmen, habe ich nicht bedacht.&amp;quot; Er fasste sich an die Stirn und blickte resignierend zum Himmel, wo sich passend zu seiner Gemütslage in diesem Augenblick dicke schwarze Wolken vor das bislang strahlende Abendrot schoben - es würde nicht mehr lange dauern, bis eines der typischen Bosquirtaler Nachtgewitter mit Platzregen und Sturmböen auf sie hernieder gehen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Dennoch kann ich Euch aus den erwähnten Gründen nicht nach Grezzano zurück begleiten! Rückt Ihr nur auffällig ab, man beobachtet uns ja sicher von den Türmen des Castillos aus. Ich bleibe hier in einer der Hütten unserer Eigenhörigen und warte das Eintreffen meiner Mutter ab. Ich wäre Euch aber in noch größerem Dank verbunden, wenn Ihr mir das Vertrauen schenkt, meine Base Richeza - zusammen mit dem alten Heiler - ebenfalls hierzulassen. In ihrem derzeitigen Zustand stellt sie keine Gefahr für Euch und den Landfrieden dar, es wird einige Tage dauern, bis sie wiederhergestellt ist und dann kann sie meiner Mutter, mir und dem Rest der Familia bei der Rückeroberung unseres Castillos helfen. Sie ist eine landesweit berühmte Fechterin und wird uns bei diesem Unterfangen sicherlich nützlich sein. Ich werde dafür Sorge tragen, dass sie keine sonstigen Schritte unternimmt, die den Frieden Selaques gefährden könnten. Wenn das Castillo wieder unser ist, sollten wir sie nach Kornhammer zurücksenden, denn dort werden die Wilden gewiss kaum weniger schlimm wüten als hier.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
'''Autor:''' [[Benutzer:Der Sinnreiche Junker von Aranjuez|Der Sinnreiche Junker]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hernán von Aranjuez grübelte. Sein Blick ging vom jungen da Vanya zu seiner noch immer bewusstlosen Base. Scheinbar schien die Möglichkeit, sich der Gefangenen – und gewiss nicht zuletzt auch des renitenten Heilers – zu entledigen durchaus interessant. Nach einigen Momenten war sein Blick wieder beim Hofjunker. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich überlasse sie Eurer Obhut, wenn Ihr auf Eure Ehre als da Vanya und als Hofjunker Seiner Majestät schwört, dass Ihr dafür Sorge tragen werdet, dass Domna Richeza von Scheffelstein dieses Tal nicht verlässt, bis Seine Exzellenz mit dem Entsatzheer hier ist. Nicht gen Kornhammer, und nicht anderswo hin. Auf Eure Ehre, Dom Moritatio.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Condottiere nahm die Hand von der Schulter seines Gegenüber, trat etwas unbeholfen einen halben Schritt zurück, und hielt ihm nun seinerseits die frei gewordene Rechte zum Einschlagen hin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
'''Autor:''' [[Benutzer:SteveT|SteveT]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moritatio schlug in die Hand des Condottieres ein. &amp;quot;Ich verspreche und schwöre Euch, daß ich mein bestes geben werde, um genau dies zutreffen zu lassen.&amp;quot; Er schuckte. &amp;quot;Allerdings ist meine Base eine...ähm, sagen wir recht dickschädlige Person, die viel von meiner Mutter geerbt hat. Ich hoffe, es wird mir gelingen, sie von allem abzuhalten - etwa wenn meine Mutter hier eintrifft und ganz andere Pläne haben sollte. Aber gut, wenn ich etwas auf meine Ehre schwöre, so werden hoffentlich sogar sie ein Einsehen haben und auf das Eintreffen des Marschalls warten.&amp;quot;  Er nickte, mehr zu sich selbst.  Dann fuhr er etwas überrascht fort: &amp;quot;Ihr glaubt, der Marschall - also ich meine...noch ein Harmamund...er kommt auch noch ausgerechnet ''hierher''?&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
'''Autor:''' [[Benutzer:Der Sinnreiche Junker von Aranjuez|Der Sinnreiche Junker]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Baron und Junker hielt die Hand des Hofjunkers fest. „Nein, Dom Moritatio, Ihr werdet nicht nur Euer Bestes geben, sondern Ihr werdet dafür Sorge tragen, dass dem so ist. Soweit kenne ich Eure Base schließlich mittlerweile auch, sodass ich mich auf nichts darunter einlassen kann, wenn ich sie Eurer Obhut übergeben soll.“ Wie der arme Hofjunker dafür Sorge tragen sollte, dass eine Richeza von Scheffelstein Däumchen drehend auf Castillo da Vanya festsitzen sollte, war ihnen freilich wohl beiden nicht klar. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
So ließ er die Hand des jungen da Vanya los, und zuckte mit den Schultern. „Je nachdem wie sich in Punin die Lage darstellt. Weiter im Norden, womöglich bis hinauf nach Khahirios, wird vielleicht ebenfalls Hilfe gebraucht, sodass Seine Exzellenz mit der Hauptmacht womöglich nicht persönlich bis in den hintersten Winkel Selaques kommt. Aber ganz gewiss wird er Truppen schicken, um hier für Ruhe und Ordnung zu sorgen.“ Und nachdem es sich um ein kaiserliches Eigengut handelte, wussten sie beiden, dass dies nicht nur auf die plündernden Ferkinas gemünzt war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ''Die Geschichte um Domna Richeza und Dom Moritatio wird hier fortgesetzt: [[Chronik.Ereignis1033 Feldzug Selaque 21|Schauplatz: Selaque, Teil 21]].''&lt;br /&gt;
* ''Die Geschichte um Dom Hernáns Söldner wird hier fortgesetzt: [[Chronik.Ereignis1033 Feldzug Raschtulswall 22|Schauplatz: Raschtulswall 22, Teil 22]].''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Chronik.Ereignis|Zurück=[[Chronik.Ereignis1033 Feldzug Selaque 18|Teil 18]]|Chronik:Jahr=Chronik:1033|Ereignisname=Der Ferkina-Feldzug|Teil=Teil 19|Weiter=[[Chronik.Ereignis1033 Feldzug Selaque 20|Teil 20]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chronik.Ereignis1033]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Von Scheffelstein</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://wiki.punin.de/index.php/Chronik.Ereignis1033_Feldzug_Gwain_02</id>
		<title>Chronik.Ereignis1033 Feldzug Gwain 02</title>
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				<updated>2012-05-03T00:37:51Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Von Scheffelstein: Autor nachgetragen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Kaiserstadt [[Punin]], 3. Rondra [[Chronik:1033|1033]] BF==&lt;br /&gt;
===Alte Garnison===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Autor:''' [[Benutzer:Der Sinnreiche Junker von Aranjuez|Der Sinnreiche Junker]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Alte Garnison]], ein Bau noch aus der Zeit des [[:lfwiki:Bosparanisches Reich|Bosparanischen Reiches]], glich dieser Tage einem Bienenstock. Normalerweise waren hier primär Stab und Magazin des Leibregimentes ''[[Leibregiment Eslam von Almada|Eslam von Almada]]'' untergebracht, doch seit auf der anderen [[Yaquir]]seite, auf der Schwanenhöhe Truppen zusammen gezogen wurden, wimmelte es hier nur so vor Offizieren, [[Condottiere|Condottieri]], Würdenträgern, Bittstellern  und dergleichen mehr. Auch in der Schreibstube, in welcher [[Gwain von Harmamund]], des Kaisers Marschall, sich eingerichtet hatte, herrschte an diesem Morgen ein stetes Kommen und Gehen. Gerade war ein junger [[Ragather Schlachtreiter|Ragather]] eingetreten, und hatte schneidig salutiert. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
„Nachricht aus [[Königlich Kornhammer|Kornhammer]], Eure Exzellenz. Traf gestern Abend ein“, meldete er knapp.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
„Wie? Gestern schon? Und ich erfahre erst jetzt davon?“, hob der alte Harmamund seinen Blick von mehreren auf seinem Tisch ausgebreiteten Listen, und winkte den jungen Leutnant ungeduldig heran. Dieser überreichte ihm das kleine Papier, und trat dann wieder respektvoll zwei Schritte zurück. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
„Die Brieftauben fliegen zum [[Goldacker]], Eure Exzellenz. Die Depesche wurde uns gerade erst übergeben“, entschuldigte er sich. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
„Schon gut, schon gut“, winkte Gwain von Harmamund ab, ehe er den Jungen interessiert musterte. „Ihr seid der junge [[Familia Aranjuez|Aranjuez]], nicht wahr? Ich kannte Euren Vater.“ Genau genommen kannte er seinen Vetter [[Hernán von Aranjuez|Hernán]] wesentlich besser als den in [[:alb:Albernia|Albernia]] gefallenen Dom [[Alonso von Aranjuez|Alonso]], doch hatte dessen Name in gewissen Kreisen einen besseren Klang. „Ein guter Mann. Das wäre dann alles. Und schickt mir den Schreiber herein.“ &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Während [[Hillero von Aranjuez]] mit stolzgeschwellter Brust hinaus marschierte, beinahe so, als sei er gerade vom Kaiser höchstselbst ausgezeichnet worden, war der Marschall Almadas bereits in den kleinen Zettel versunken. Ein kurzes Abwinken, als der Schreiber eintrat und sich anschickte Meldung zu machen, dann erhob er sich, kreuzte die Hände auf dem Rücken, und durchmaß den Raum mit langen Schritten. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
„Schreibt: Zu Händen [[Hesindian von Kornhammer-Scheffelstein]]s, Cronvogt zu Königlich Kornhammer und Junker zu [[Burg Scheffelstein|Scheffelstein]], die üblichen Höflichkeits- und Begrüßungsfloskeln, Ihr kennt das ja.“ Kurz hatte er innegehalten, und ungeduldig mit der Rechten gewedelt. Es war nicht so, als hätte er morgen schon mit dem Heer aufbrechen können, doch gewiss vor dem Ende der Hochzeitsfeierlichkeiten. Was der [[Selindian Hal von Gareth|Kaiser]] freilich nicht erlaubte, und so übertrug sich die Ungeduld darob auf seine Laune, wie sich Gwain von Harmamund eingestehen musste. Die Hand wieder auf dem Rücken machte er mit knirschenden Absätzen auf der Stelle kehrt, ging nun bewusst langsamer. Was sollte er dem Königlichen Vogt schreiben? Er würde ausharren müssen, doch galt es das in schöne Worte zu verpacken. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
„…wurden mir die jüngsten Zeilen Eurer Hochgeboren zur Kenntnis gebracht, und wiewohl ich Euch gleichermaßen der Besorgnis Seiner Kaiserlichen Majestät versichern kann…“ Tatsächlich? Der Kaiser schien den [[Ferkina]]- und Ogereinfall eher als unangenehme Störung der Hochzeitsvorbereitungen zu empfinden, denn sich wirklich den Kopf darüber zu zerbrechen, dass in seinen östlichen Ländereien ganze Burgen belagert wurden. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
„…wie auch der meinigen, so sehe ich mich doch außerstande Euch umgehenden Entsatz in Aussicht zu stellen.“ Woher sollte er den auch nehmen? Graf [[Brandil von Ehrenstein ä. H.|Brandil]] hatte genug damit zu tun, die Ferkinas von seinen [[Grafschaft Ragath|gräflichen Landen]] fern zu halten, dazu galt seine [[Romina von Ehrenstein-Streitzig|Tochter]] als vermisst, und die [[Ragatien|ragatischen]] [[Magnaten]]…nun, nach der [[YB35 Almada, kühn und furchtlos ist Dein Adel!|Unternehmung]] im Anschluss an die [[Landständeversammlung]] war deren Enthusiasmus auch merklich geschrumpft, und spätestens seit der Kaiser sein Heer sammelte, fühlte man sich wohl nicht mehr recht zuständig. Was die Kaiserlichen und Königlichen Truppen in Ragatien betraf…&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
„Sofern wir von den Königlichen und Kaiserlichen Garnisonen im Osten der Grafschaft überhaupt Zeitung haben, so sieht die Lage überall prekär…nein, halt, streicht das. Schreibt: ist die Lage allerorten angespannt. Aus [[Königlich Khahirios|Khahirios]] fehlt jede Nachricht, und Domna [[Praiosmin von Elenta]] musste sich selbst auf [[Castillo Albacim]] verschanzen.“ Freilich schien die Lage dort entspannt genug, als dass die Vogtin es sich leisten konnte, parallel die [[Familia da Vanya|da Vanyas]] zu befehden, ein weiterer Grund weshalb man sie gewiss nicht zum Entsatz von Kornhammer bewegen können würde. Ob der Cronvogt wohl wusste, was in seiner südlichen Nachbarschaft vor sich ging? &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
„Seine Majestät sammelt augenblicklich Almadas Wehr, um seinen bedrängten Untertanen zu Hilfe zu kommen…nein, schreibt stattdessen: eilen, zu Hilfe zu eilen. Ich beschwöre Euer Hochgeboren den Mut nicht sinken zu lassen, und noch bis zum Ende des Mondes auszuharren.“ Viel anderes würde dem bedauernswerten Vogt freilich auch nicht übrig bleiben, waren die Ferkinas doch niemand, dem man sich einfach so ergab. Er konnte nur hoffen, dass der Scheffelsteiner genug Vorräte angelegt hatte, um all die Menschen noch drei, vier Wochen versorgen zu können.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
„Der Entsatz wird kommen, mein Wort darauf. Rondra mit Euch…und den Rest kennt Ihr ja.“ Flink kratzte die Feder des Schreibers über das Papier. Um das ganze hernach noch einmal klein genug für eine Brieftaube zu schreiben, würde es mehr Kunstfertigkeit bedürfen. „Bis zum Ende des Mondes…“, wiederholte der Marschall leise, und ballte die Hand zur Faust. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Chronik.Ereignis|Zurück=[[Chronik.Ereignis1033 Feldzug Gwain 01|Teil 01]]|Chronik:Jahr=Chronik:1033|Ereignisname=Der Ferkina-Feldzug|Teil=Teil 02|Weiter=[[Chronik.Ereignis1033 Feldzug Gwain 03|Teil 03]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chronik.Ereignis1033]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Der Sinnreiche Junker von Aranjuez</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://wiki.punin.de/index.php/Chronik.Ereignis1033_Feldzug_Kornhammer_02</id>
		<title>Chronik.Ereignis1033 Feldzug Kornhammer 02</title>
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				<updated>2012-04-30T19:46:23Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Von Scheffelstein: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==[[Königlich Kornhammer]], 02. Rondra [[Annalen:1033|1033]] BF==&lt;br /&gt;
===Auf [[Burg Scheffelstein]]===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
=====02. Rondra, am frühen Nachmittag===== &lt;br /&gt;
'''Autor:'''  [[Benutzer:Von Scheffelstein|von Scheffelstein]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Hesindian von Kornhammer-Scheffelstein]] blickte aus dem Fenster des Palacios. Es war brütend heiß an diesem Tag, die Sonne fiel durch die hohen Fenster der Halle, und kein Wind brachte Erleichterung. Die Menschen aber, die in der Unterburg und inzwischen auch hier in der Hauptburg zu seinen Füßen lagerten, hatten nicht einmal ein Dach über dem Kopf, das sie vor [[avwik:Praios|Praios]]' [[avwik:Sonne|flammendem Auge]] schützte. Manche hatten Tücher und Decken an Holzpflöcken über sich aufgespannt, und wer konnte, zog sich in den Schatten der Mauern zurück, doch die meisten waren der sengenden Sonne ausgeliefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zum Mittag waren zwei alte Männer und eine kränkliche Frau gestorben, und es stand zu befürchten, dass Weitere der Hitze zum Opfer fielen, ehe der Tag sich neigte. Am Vortag war eine Bäuerin am Kindbettfieber gestorben, und im Laufe der letzten Woche hatte der [[avwik:Flinker Difar|Flinke Difar]] zwei Alte und drei Kleinkinder das Leben gekostet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ferkinas machten keine Anstalten, ihre Belagerung aufzugeben, im Gegenteil: Vor zwei Abenden war ein ganzer Haufen bewaffneter Wilder aus dem Süden eingetroffen. Anfangs schien es, als wären die Barbaren sich uneins, wer im belagerten [[Kornhammer (Ort)|Kornhammer]] das Sagen hatte, aber nach einigen Prügeleien schienen die Ferkinas sich verständigt zu haben, und seither ließen sie ihren Zorn an den Unglücklichen aus, die es nicht rechtzeitig aus dem Umland nach [[Burg Scheffelstein]] geschafft hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestern Abend hatten sie vier junge Bauern von Hunden nackt durchs Dorf hetzen lassen. Einer war von den Tieren zu Tode gebissen, die anderen verwundet worden. Den Überlebenden hatte man Waffen gegeben und sie gegen drei Krieger der Barbaren antreten lassen. Es war ein Schlachtfest geworden: Gegen die kampfgestählten Männer hatten die Bauern nichts ausrichten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Herr, entschuldigt!&amp;quot; Zalamea Mansarez betrat den Raum mit einem [[avwik:Aventurische Wortschöpfungen#Firun|Firunsgesicht]]. &amp;quot;Verzeiht Herr ... schlechte Nachrichten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hesindian sah die Hauptfrau fragend an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Herr, sie ...&amp;quot; Zalamea presste die Lippen zusammen. &amp;quot;Die ... Ferkinas ... verspotten uns. Sie ...&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sie verspotten uns?&amp;quot;, fragte Hesindian mit hochgezogenen Augenbrauen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hauptfrau nickte, dann räusperte sie sich und nahm Haltung an. &amp;quot;Entschuldigt, Herr! Die Wilden ... haben einige weitere Bauern gefangen genommen. Sie haben die Männer enthauptet und die Köpfe auf Pfähle gespießt. Jetzt sind sie gerade dabei ... die Frauen zu schänden. Vor unseren Augen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hesindian warf einen Blick aus dem Fenster, doch das Dorf Kornhammer war von hier aus nicht zu sehen. &amp;quot;Ich nehme an, sie sind außerhalb der Reichweite der Bogenschützen?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Einen haben wir erwischt, Herr! Aber auf die Entfernung ist es ein Glücksspiel. Das wissen die genau. Leider konnten wir ... die Geschehnisse nicht vor den Menschen verborgen halten. Die Leute werden unruhig. Einige der Bauern wollten schon die Burg verlassen, um den Wilden mit Mistgabeln und Äxten entgegenzutreten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Es sind Hunderte da draußen&amp;quot;, sagte Hesindian.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ja, Herr. Es werden immer mehr. Wir sind nur zehn. Und keine Nachricht von den Kaiserlichen aus [[Tolaks Turm]]. Wir müssen davon ausgehen, dass sie tot sind. Was sollen wir tun?&amp;quot;   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hesindian strich sich durch den Bart und trat vom Fenster zurück, in den Schatten. &amp;quot;Noch immer keine Nachricht aus [[Junkergut Aracena|Aracena]]? Oder aus Punin?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nein, Herr!&amp;quot;, antwortete Zalamea.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht waren die Tauben nicht angekommen. Und falls doch: Zumindest der Kaiser hatte nun anderes zu bedenken, als sich um ein paar geschändete Bauern zu kümmern, jetzt, wo in vier Tagen seine Hochzeit mit der Kalifentochter war, dachte Hesindian grimmig. Nichtsdestotrotz würde er eine weitere Nachricht schicken, um der Vasallenpflicht genüge zu tun. Hoffnung auf Antwort machte er sich wenig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings musste er irgendetwas unternehmen, um sein Gesicht vor seinen Untertanen und den Ferkinas nicht zu verlieren. Er hatte gedroht, den Zorn des Mondes auf die Wilden herabzurufen, wenn diese sich an seinen Bauern vergingen. Auf was für ein unsinniges Spiel hatte er sich da nur eingelassen? Er hatte nichts, um seine Drohungen wahr zu machen. Oder doch?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Caneya&amp;quot;, wandte er sich an die Leibdienerin, die still in einer Ecke des Raumes stand, &amp;quot;hole mir Briefrollen, Feder und Tinte, ich will erneut Botschaften nach Punin und Aracena senden.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sehr wohl, Euer Hochgeboren. Doch verzeiht: Wir haben keine Tauben mehr aus Aracena.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hesindian seufzte, die Dienerin verbeugte sich und verließ den Raum. Blieb noch das Problem mit den Übergriffen der Ferkinas und ihrer seltsamen Furcht vor dem Mond. Allzu großen Respekt schienen die Wilden aber nicht vor seiner vermeintlichen Freundschaft mit 'dem Mond' zu haben. Zumindest, seit die neuen Krieger eingetroffen waren, schienen die Wilden sich gegenseitig beweisen zu müssen, wer furchtloser oder grausamer war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Zalamea, ich wünsche mit dem Magus des Dorfes zu sprechen, [[Kornhammer (Ort)#Magus Magister Sadranius|Magister Sadranius]]. Führe ihn herauf.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesicht der Hauptfrau war eine einzige Frage, aber sie nickte nur, entbot ihm respektvoll den rondrianischen Gruß und ging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Caneya kehrte zurück. Hesindian setzte einen Brief an den Kaiser auf, zerknüllte das Papier jedoch nach den ersten Sätzen. Es war sinnlos: Der Brief würde von irgendwelchen Hofschreibern gelesen, der Inhalt an irgendwelche Hofbeamten übermittelt und von diesen in einem Nebensatz dem Kaiser vorgetragen werden, wahrscheinlich mit den Worten &amp;quot;Eure Kaiserliche Majestät, der Zustand im Osten des Landes ist unverändert.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er würde gleich dem Marschall schreiben. Vielleicht bekäme dieser die Botschaft immerhin persönlich in die Hände. Wahrscheinlich käme der Entsatz dennoch nicht schneller nach [[Königlich Kornhammer]], aber möglicherweise half es dem Marschall immerhin bei der militärischen Einschätzung der Lage. Ferkinas, die eine Burg belagerten. Wer hatte so etwas schon einmal gehört?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'Zu Händen des Gwain Isonzo von Harmamund, Reichserzmarschall des Neuen Reiches, Reichsvogt von Kaiserlich Omlad. Hoch verehrter Dom Gwain, Eure hochgeborene Exzellenz, hiermit erlaube ich mir, Euch in Kenntnis zu setzen über die augenblickliche militärische Lage im Königlichen Eigengut Kornhammer. Das Castillo Scheffelstein ist von der Versorgung weitgehend abgeschnitten. Derzeit haben etwa eintausend Bauern und Bürgerliche Zuflucht in der Burg gesucht. Etwa zweihundert Ferkinas halten die Ortschaft Kornhammer besetzt ...'&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was, wenn er die Bauern bewaffnen und gegen die Wilden ins Dorf schicken würde? Sie waren in der Überzahl! Aber, nein, er hatte ja gesehen, wie die jungen Männer am Vorabend von den Ferkinas niedergemetzelt worden waren. Selbst wenn es nur Hundert Wilde wären - gegen ausgebildete Krieger konnten ein paar Bauern mit Heugabeln nichts ausrichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hesindian beendete seinen Bericht mit dem Wenigen, was er über die restliche Vogtei wusste, streute Löschsand auf das Blatt, drehte es dann um, um Titel und Namen des Marschalls an den oberen Rand der Rückseite zu schreiben, rollte das Papier zusammen und siegelte es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er aufsah, um Caneya die Botschaft zu reichen, fiel sein Blick auf das Porträt seiner lieben verstorbenen Gemahlin, [[Richeza Caldivan von Scheffelstein|Richeza der Älteren]]. Ach, ihr Götter! Sollte er nun auch noch seine Enkeltochter verlieren, die ihrer Großmutter so ähnlich und ihm teuer wie ein eigenes Kind war?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fast drei Wochen war es her, seit [[Richeza Aldonaza von Scheffelstein|Richeza die Jüngere]] Scheffelstein verlassen und nach [[Kaiserlich Selaque]] aufgebrochen war. Drei Wochen ohne irgendeine Nachricht. Vermutlich irrte sie zusammen mit ihrer [[Rifada da Vanya|Tante]] und dem [[Baronie Dubios|Dubios]]er Baron irgendwo durch den [[Raschtulswall]], auf der Suche nach Richezas Vetter [[Praiodor von Culming-Alcorta|Praiodor]]. Aber wenn in Selaque auch nur halb so viele Wilde herumliefen wie hier in Kornhammer – welche Hoffnung durfte er haben, dass sie überhaupt noch lebte?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Leiden des Bangens, hieß es, kenne nur zweierlei Heilung: Die Erleichterung und die Enttäuschung. Und beide erlangte man nur durch Gewissheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hesindian nahm eine zweite Briefrolle zur Hand und schrieb:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'Zu Händen der Rifada Jezebela Almadina da Vanya, Junkerin von Vanyadâl. Meine teure Domna Rifada, abermals möchte ich Euch meinen innigsten Dank dafür aussprechen, dass Ihr Euch erboten habt, zwei wachsame Augen auf meine Großtochter und Eure Nichte Richeza zu haben. Mögen die Herrin Rondra und der Herr Phex Eure Suche nach dem Knaben Praiodor mit Erfolg bescheiden. Bitte sendet mir Nachricht, sobald Ihr diese Taube erhaltet. So Richeza noch bei Euch weilt, sendet sie vorerst nicht zurück nach Kornhammer. Die Königliche Baronie ist vollständig von Bergwilden besetzt, eine Reise von Selaque oder Falado nach Scheffelstein zu gefährlich. Sofern die Lage in Kaiserlich Selaque sich günstiger darstellt, wäre ich Euch zutiefst verbunden, wenn Ihr sie noch einige Zeit in Eurer Obhut behieltet, anderfalls bitte ich Euch, sie zu meinem Bruder nach Ragath zu schicken. Mögen die Götter Euch segnen! Euer ergebenster Hesindian von Kornhammer-Scheffelstein, Cronvogt zu Königlich Kornhammer, Junker zu Scheffelstein.'&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aller guten Dinge waren drei. Und so wandte sich Hesindian in einem dritten Schreiben an die Reichsvogtin Praiosmin von Elenta. Er bedauerte, den von Ihr erbetenen militärischen Entsatz aus gegebenen Gründen nicht leisten zu können und schilderte die verzweifelte Lage in seinem eigenen Lehen. Weiterhin bat er sie um Nachricht über die Zustände in Kaiserlich Selaque und schloss auch hier mit einer persönlichen Bitte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'... Hoch geschätzte Domna Praiosmin, sollte Euch etwas über Aufenthalt oder Verbleib meiner Großtochter Richeza von Scheffelstein zu Ohren kommen, wäre ich Euch aufs Äußerste verbunden, würden Eure Hochgeboren mir umgehend Nachricht zukommen lassen. Domna Richeza hat am dreizehnten Tage des Praiosmondes Castillo Scheffelstein in Begleitung Eurer Vasallin, Ihrer Wohlgeboren Domna Rifada da Vanya, und des Barons von Dubios, Seiner Hochgeboren Hernán von Aranjuez verlassen, um nach dem Verbleib meines vermissten Großneffen Praiodor von Culming-Alcorta und seiner Mutter, Ihrer Hochgeboren Fenia von Culming, zu suchen, welche auf der Suche nach einem Heilkundigen in den Raschtulswall aufgebrochen waren. Ich danke Eurer Hochgeboren und erbitte der Götter Beistand für Eure Hochgeboren in diesen schweren Zeiten.'&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er unterzeichnete, adressierte und siegelte auch diese Briefe und hielt sie Caneya hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Schicke den ersten Brief nach Punin. Wahrscheinlich wird der Marschall zur Hochzeit des Kaisers bereits angereist sein. Diese Briefe sende nach Kaiserlich Selaque, den hier zum Castillo da Vanya, den anderen zum Castillo Albacim.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Euer Hochgeboren!&amp;quot; Caneya verneigte sich und verließ mit den Briefen die Halle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hesindian zog ein Taschentuch aus dem Ärmel und wischte sich den Schweiß von der Stirn. Da Caneya gegangen war, trat er selbst zu einer Anrichte in einer Nische des Raumes und goss sich verdünnten Wein in einen Becher. Kaum hatte er sich wieder gesetzt, als abermals die Tür aufging, und ein junger Diener, dessen Name ihm entfallen war, und ein alter Mann in zerschlissener blauer Robe die Halle betraten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Euer Hochgeboren, der hochgelehrte Herr Magister Sadranius.&amp;quot; &lt;br /&gt;
           &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Chronik.Ereignis|Zurück=[[Chronik.Ereignis1033 Feldzug Kornhammer 01|Teil 01]]|Chronik:Jahr=Chronik:1033|Ereignisname=Der Ferkina-Feldzug|Teil=Teil 02|Weiter=[[Chronik.Ereignis1033 Feldzug Kornhammer 03|Teil 03]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chronik.Ereignis1033]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Von Scheffelstein</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://wiki.punin.de/index.php/Chronik.Ereignis1033_Feldzug_Ragath_06</id>
		<title>Chronik.Ereignis1033 Feldzug Ragath 06</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wiki.punin.de/index.php/Chronik.Ereignis1033_Feldzug_Ragath_06"/>
				<updated>2012-04-24T18:10:40Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Von Scheffelstein: Rominas Beitrag&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==[[Ragath]], 2. Rondra [[Annalen:1033|1033]] BF, am späten Vormittag==&lt;br /&gt;
===Auf dem [[Castillo Ragath]]===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Autor:''' [[Benutzer:Romina Alba|Romina Alba]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Graf [[Brandil von Ehrenstein]] saß nun schon seit den frühen Morgenstunden über den Papieren, die ansonsten sein Castellan bearbeitete. Er hatte sich seit Jahren nicht mehr so intensiv um die Verwaltung seiner Grafschaft gekümmert. Momentan musste er sich ablenken, und nur harte Fakten vertrieben die Bilder, die sich immer wieder in seinen Kopf stahlen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine kleine Romina. Wütend und hilflos zwang er sich weiterzulesen. Die [[Baronie Falado]], sein Blick wanderte zu der Karte der Grafschaft an der Wand, er rief sich in Erinnerung, was er davon wusste und besah sich wieder die Zahlen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Lakai trat leise ein, und dankbar für jede Ablenkung sah Dom Brandil auf. Der Lakai verbeugte sich tief und kündigte den Kommandanten der gräflichen Leibwache an. &lt;br /&gt;
Der Graf ließ bitten, und Hauptmann Frankward von Kündoch trat einige Schritte in den Raum und nahm Haltung an. Der Lakai zog sich zurück. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brandil betrachtet seinen Hauptmann, sah die Nachricht von einer Brieftaube in dessen Händen und überschlug kurz die Zeit. Seine Familie war von zwei Tagen zur kaiserlichen Hochzeit vorgereist. Sie mussten gestern Abend angekommen sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sind meine edle Gemahlin samt Concabella und Rahjada gut in Punin eingetroffen?&amp;quot; Seine Stimme schien ebenso gelangweilt wie spannungsgeladen. Diese Hochzeit traf ihn aus privaten Gründen nicht so hart wie die meisten anderen Magnaten. War er doch froh, dass die ehrgeizigen Pläne seines Schwiegervaters nicht aufgegangen waren. Doch was half es? - Romina war jetzt in weitaus schlimmeren Händen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frankward von Kündoch ging die letzten Schritte bis zum Schreibtisch des Grafen und legte die Nachricht vor ihn hin. &amp;quot;Verzeiht, mein Graf, ich habe keine Ahnung, ob Eure Gemahlin und die gräflichen Töchter gut angekommen sind. Bestimmt kommt die Brieftaube aus Punin heute auch noch hier an. Doch diese Nachricht ist von Dom Rondrigo. Romina Alba ist in Sicherheit und bestimmt schon auf den Weg hierher.&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ruhig sprach der hochgewachsen Mittvierziger die Worte, wohl wissend, was sie für seinen Grafen bedeuteten. Dieser griff nach dem Stück Stoff und sprang auf. Er las die paar Worte und sank zurück in den hohen Sessel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ist es wahr, Frankward oder liege ich in Borons Armen und träume noch?&amp;quot; Er wischte sich über die Augen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hauptmann lächelte. &amp;quot;Es ist wahr, mein Graf. Die Taube ist dieselbe, die wir Dom Rondrigo mitgegeben hatten, und die Worte waren abgesprochen. Eure Tochter scheint nicht verletzt. Sie und euer Schwager sind fähig zu reiten, und wie besprochen wird der Castellan über Burg Albacim reisen. Ich habe einen Boten bereit, der sofort nach Punin aufbrechen kann, um der Gräfin Nachricht zu geben. Und mein Neffe Ardan wartet darauf, Eurer Tochter Romina entgegenzureiten.&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brandil von Ehrenstein blinzelte und sah mit glitzernden Augen zu dem Ritter hoch, der ihn schon so viele Jahre begleitete. &amp;quot;Mein Augenstern lebt und ist wohlauf. Ich brauche etwas zu Trinken.&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er stand auf, während der Hauptmann zu einem Tischchen trat und eine Karaffe mit rotem Wein hochhob. Als er sich anschickte, einen gläsernen Pokal umzudrehen, schüttelte Dom Brandil den Kopf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nein, keinen Wein, einen Kirschschnaps - oder wie hieß das Zeugs aus dem Feld? Das, was dieser dürre Botschafter letztes Jahr anschleppte?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frankward stellte den Wein wieder ab, dachte kurz nach und zog am Klingelzug. &amp;quot;Coverniac&amp;quot;, erinnerte er sich schmunzelnd, &amp;quot;ein Brand aus der Nähe von Methumis, für den sie die Trauben extra züchten.&amp;quot; Er drehte sich zu dem Lakaien, der hereinkam. &amp;quot;Eine Flasche von dem Coverniac für den Grafen, Joachim.&amp;quot; Dieser nickte und verschwand wieder. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als von Kündoch sich wieder umwandte, stand sein Graf neben ihm und legte ihm die Hand auf die Schulter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Frankward, alter Freund, die Götter alleine wissen, wie schwer es mir fällt, nicht auf Romina warten zu können. Wie ich dich kenne, hast du die Kutsche schon herrichten lassen. Wir müssen nach Punin, auf diese götterverfluchte Hochzeit.&amp;quot; Der tobrische Ritter runzelte die Stirn, doch Brandil hob die Hand. &amp;quot;Ich weiß, ich weiß, ich darf so etwas nicht einmal denken und für meine Familie tue ich es auch nicht. Ich bin praiosfroh, dass die Braut wenigstens konvertiert ist und werde, wie so viele, gute Miene zum bösen Spiel machen.&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joachim trat ein, ein Tablett mit einer Flasche und zwei eigenartig bauchigen Glaspokalen gekonnt balancierend. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Kündoch nahm dem Lakaien Flasche und Gläser ab und schenkte selbst ein. &lt;br /&gt;
&amp;quot;Der Botschafter sagte damals auch, man solle das ''Zeugs'' aus diesen Gläsern trinken.&amp;quot; Er reichte eines davon dem Grafen und nahm sich das andere. &amp;quot;Sie schmiegen sich in die Hand, man muss sie schwenken und erst daran riechen, bevor man trinkt.&amp;quot; Er tat es und schloss die Augen beim ersten Schluck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dom Brandil sah ihm amüsiert zu und machte es ihm nach. &amp;quot;Du weißt eine Menge über das feldsche Gesöff, Frankward.&amp;quot; Er roch nochmal an dem dunkelgoldenen Getränk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kämpe öffnete wieder die Augen und sah seinen Herrn verschmitzt an. &amp;quot;Ihr habt mir damals einige Flaschen geschenkt, mein Graf, wenn Ihr Euch erinnert.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Graf Brandil musste lachen und zum ersten Mal seit Wochen gelang es ihm wieder.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich habe dir damals alle Flaschen geschenkt, wenn ich mich recht erinnere!&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Kündoch verbeugte sich galant. &amp;quot;Was mein ist, ist auch Euer, mein Graf.&amp;quot; Er prostete ihm zu und beide Männer tranken lachend aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Chronik.Ereignis|Zurück=[[Chronik.Ereignis1033 Feldzug Ragath 05|Teil 05]]|Chronik:Jahr=Chronik:1033|Ereignisname=Der Ferkina-Feldzug|Teil=Teil 06|Weiter=[[Chronik.Ereignis1033 Feldzug Ragath 07|Teil 07]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chronik.Ereignis1033]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Von Scheffelstein</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://wiki.punin.de/index.php/Chronik.Ereignis1033_Feldzug_Selaque_18</id>
		<title>Chronik.Ereignis1033 Feldzug Selaque 18</title>
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				<updated>2012-04-24T09:51:34Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Von Scheffelstein: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==In der Baronie [[Kaiserlich Selaque|Selaque]], 2. Rondra [[Annalen:1033|1033]] BF==&lt;br /&gt;
===Auf [[Burg Albacim]]===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
=====2. Rondra, am späten Nachmittag=====&lt;br /&gt;
'''Autor:''' [[Benutzer:Der Sinnreiche Junker von Aranjuez|Der Sinnreiche Junker]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Soldaten des Grafen waren gut vorangekommen, nachdem sie nur wenig nach [[Mercenario]]s aufgebrochen waren. Beinahe hätte man diese sogar noch eingeholt, denn immerhin war man im Gegensatz zu diesen vollständig beritten. Doch schien [[Hernán von Aranjuez]] ein gutes Tempo vorzulegen, sodass es dann bergab trotz der Rösser doch nicht mehr ganz gereicht hatte. Die Spuren, auf die man am Fuße stieß, waren freilich noch frisch, und führten hinein ins Tal der [[Familia da Vanya|da Vanyas]]. Manch einer mochte vielleicht kurz gen Osten geblickt haben, als man selbst die Rösser gen Westen wandte, endlich flacheres Terrain vor sich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stimmung war freilich etwas merkwürdig. Einerseits gelöst, da man sich auf dem Heimweg befand, und auch wenn man noch lange nicht außerhalb der Gefahrenzone befand: welche [[Ferkina|Wilden]] würden es schon wagen, auf freiem Feld ein Dutzend schwer gewappnete Reiter anzugreifen? Und man hatte ja auch den Auftrag erfolgreich ausgeführt, Domna [[Romina von Ehrenstein-Streitzig ä. H.|Romina]] und darüber hinaus auch Dom [[Gendahar von Streitzig|Gendahar]] und die [[Zaida de las Dardas y Sangrin|kleine Waldwachterin]] waren gerettet. Andererseits war der Abschied alles andere als erfreulich gewesen, und die Reibereien, die es von Beginn an zwischen [[Rondrigo vom Eisenwalde]] und Hernán von Aranjuez gegeben hatte, hatten schließlich ihren Höhepunkte gefunden. Und mancher mochte bei aller Erleichterung auch irgendwo tief in seinem Inneren das Gefühl verspüren, dass man sich hier vorzeitig aus dem Staube machte, derweil andere zurück blieben und sich weiterhin mit wahnsinnigen Ferkinas und wilden Domnas herumschlagen mussten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immerhin, es dauerte nicht lange, da kam halbhoch am steilen Hang des Berges Albamonte der Hauptort der Baronie in Sicht, Selaque, und über ihm das Castillo Albacim. Nun mochte sich doch auch noch ein Gefühl der Beklommenheit in mancher Magengrube breit machen, hatten doch beinahe alle mehr oder weniger ausführlich gehört, was vor nicht allzu langer Zeit auf Castillo da Vanya geschehen war. Wie würde Praiosmin von Elenta nun sie empfangen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ganz sicher schien sich auch des [[Brandil von Ehrenstein ä. H.|Grafens]] Castellan, Rondrigo vom Eisenwalde nicht zu sein, ritt er doch an der Spitze der kleinen Gruppe neben Gendahar von Streitzig mit einer Miene, als gelte es eine Schlacht zu schlagen. Einzig [[Servando Cronbiegler]] schien bester Stimmung, sah er sich doch bereits als strahlender Held in [[Ragath]]. Nun musste ihn Domna [[Rahjada Mera von Ehrenstein-Streitzig ä. H.|Rahjada]] schließlich beachten, immerhin hatte er ihre kleine Schwester gerettet. Nun ja, nicht ganz alleine, aber er hatte seinen Anteil gehabt, im Gegensatz zu all den anderen Lakaien und Speichelleckern bei Hofe, welche die mittlere Grafentochter so ausgiebig umschwärmten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freilich hatte er darüber nicht seine Pflichten als [[Caballero]] vergessen, und sein Ross neben das Domna Rominas gesetzt, wo er nun den beiden Damen erklärte, was es über Castillo Albacim, welches man ob der Farbe seiner Gemäuer die „Weiße Brünne“ nannte, und wo die Vogte des kaiserlichen Eigengutes residierten, zu wissen gab. Wenn es um den hesinde- und nandusgefällige Ausbildung ging, war er gewiss nicht der Begabteste gewesen – um nicht zu sagen, stets einer der Letzten in seiner Klasse – doch die Historie, und damit verbunden die Örtlichkeiten, wo sich diese zugetragen hatte, hatte ihn stets interessiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
'''Autor:''' [[Benutzer:Romina Alba|Romina Alba]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Domna Romina war wortkarg. Sie hatte Golshan letztendlich die eigene Kleidung gelassen und ihr einfach die Zügel eines Pferdes in die Hand gedrückt. Jetzt ritt die Wilde, sich staunend umschauend, dicht hinter ihr. &lt;br /&gt;
Burg Albacim war in Sicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dom Servando ritt nun schon ein geschlagenes halbes Stundenglas neben ihr und redete fast ununterbrochen. Er schien jede noch so kleine Schlacht und jeden noch so unscheinbaren Vogt zu kennen, der je Burg Albacim heimgesucht hatte. Sie wollte nicht dahin. Weder zu der angeblich so praiotischen Vettel, noch zu deren Sohn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum wiederholten Male bohrte sich ihr Blick in den Rücken des Castellans, dem es egal war, wem sie in der Gefangenschaft begegnet sein wollte und auch, was diese freche Waldwachter Göre behauptete. Er wollte nur die Tochter seines Herrn dahin bringen, wo sie hingehörte und seiner Meinung nach auch immer bleiben sollte: Hinter die Mauern des [[Castillo Ragath]]! In Sicherheit! Wo sie niemanden gefährdete, weil man nach ihr suchen musste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tief spürte sie den Stich seiner derben Worte. Erinnerte sich an den Blick von Dom Hernán. Hatten sie recht? War sie nur ein verzogenes Grafentöchterchen, das sich beweisen musste? Und dadurch Männer und Frauen in Gefahr brachte? Wofür war sie dann Caballera geworden? Hatte sich geschunden und war besser geworden als viele andere? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sah den selbstvergessen erzählenden Servando von der Seite an. Er schien glücklich, sie gefunden zu haben und sich kümmern zu können. Er war Caballero, genau wie von Silvansbühler und wie sie selbst Caballera waren. Doch sie hatte sich ihnen nie zugehörig gefühlt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie tastet nach dem Banner. Es war nicht absehbar gewesen, dass so viele Ferkinas aus den Bergen herabsteigen würden, ja, dass es überhaupt so viele gab. Oder doch? Waren die Ritter wegen ihr gestorben oder wären sie auch tot, wenn sie nicht bei ihnen gewesen wäre? Sie hatte sich diese Frage in der Gefangenschaft so oft gestellt. Sie hatte sie den Göttern gestellt und deren Antwort waren das Banner, Domna Richeza und Golshan gewesen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Domna Richeza hatte sich nicht einmal von ihr verbschiedet! Natürlich, sie hatte sie einfach mit der Bitte um Hilfe stehen lassen. Aber sie würde sich um das Banner und Golshan kümmern. Und danach würde sie eine gute Grafentochter sein und sich nicht mehr in solch eine Gefahr bringen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie lächelte Servando nickend an, als dieser sie fragte, ob es ihr denn wirklich gut ginge. Nein, es ging ihr nicht gut, doch das ging wiederum niemanden etwas an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
'''Autor:''' [[Benutzer:Von Scheffelstein|von Scheffelstein]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Rufen und Schnattern der Menschen, das aus der Vorburg in das schattige Erkerzimmer herauf drang, lenkte ihn ab. [[Aureolus von Elenta|Aureolus]] stützte die Stirn auf die Finger und versuchte, sich zu konzentrieren. Er konnte den Dschinn rufen, wenn er in der Nähe des alten Ferkina-Schamanen [[Ghazal iban Muyanshîr]] war. Falls es sich bei dessen Begleiter um einen Dschinn handelte. Und dann? Vielleicht konnte er ihm einen Auftrag erteilen, der ihn weit fort und hoffentlich nie mehr zurück führte. Oder er konnte ihn töten. Oder bannen? Wie bannte man Dschinne? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konnten diese verdammten Flüchtlinge nicht einmal ihre nutzlosen Mäuler halten? Wütend schlug der junge Zauberer ''Das Große Elementarium'' zu und trat ans Fenster, von dem aus er weit über die Vorburg und die sich vom Markt des Ortes Selaque weiter den Albamonte hinauf schlängelnde Straße blicken konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überall auf dem ausgedörrten Gras und zwischen den Stallungen und Werkstätten der unteren Burg lagen und saßen ärmlich gekleidete Menschen. Hier und dort brannten Feuer, und der Geruch nach gebratenem Fleisch und Kohlsuppe überlagerte den Gestank der schwitzenden Bauern. Zu den Höllen mit ihnen, dachte Aureolus, und wollte sich gerade wieder abwenden, als ein Gleißen sein Augenmerk auf sich lenkte: Dort unten auf dem Weg zum Burgtor näherten sich Reiter, deren Rüstungen in der Sonne blinkten. Ihre Banner wehten in Grün und Gold und Gold und Purpur. Wer war das schon wieder? Die da Vanyas? Die Harmamunds, mit denen seine Mutter sich neuerdings verschwesterte? Nein, das Grün passte nicht ins Bild. Das mussten Soldaten des Grafen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aureolus kniff die Augen zusammen und verfolgte, wie die Reiter um die nächste Biegung den Berg herauf kamen. Sein Herz schlug schneller, noch ehe er begriff, was seine Augen ihm zeigten: Die Blonde dort, gekleidet in schlichter Landsknechttracht, das war niemand anderes als - seine Romina! Und der große Blonde Mann hinter ihr, verflucht noch mal, das war der Drecksack, der ihm das Gesicht zertrümmert hatte! Wer aber war der junge Schönling, mit dem sich die Comtessa da so angeregt unterhielt? Bei allen Dämonen, wie konnte er es wagen, sie zum Lachen zu bringen! ''Seine'' Romina!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was wollten die Reiter hier? Suchten sie ihn? Oder hatte, hoffte er einen unvernünftigen Augenblick lang, sich es die Domnatella doch anders überlegt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bestimmt nicht!, dachte Aureolus grimmig, trat vom Fenster zurück und steckte seine Bücher in eine Reisetasche, stopfte seine Tränke, Schreibzeug und ein paar Kleider hinzu und stellte den Ranzen neben die Tür. Es wäre sicherer, zu verschwinden. Aber er fürchtete, dass seine Mutter in der aktuellen heiklen Lage nur Dummheiten begehen würde. Und außerdem ... außerdem musste er die liebliche Romina noch einmal wiedersehen. Vielleicht bereute sie ja doch, nciht mit ihm gegangen zu sein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'Dummkopf!', schalt er sich. 'Du darfst dich ihr nicht zeigen, nicht hier!'&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dennoch: Er wollte sie sehen, er musste sie sehen, er konnte nicht anders - sein bang klopfendes Herz gebot es ihm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
'''Autor:''' [[Benutzer:Romina Alba|Romina Alba]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Romina lachte gezwungen über einen kleinen Scherz des Caballeros und bat ihn mit einer Handbewegung, ruhig zu sein. Ihr Herz wurde schwer, hier gab es unzählige bettelarme Flüchtlinge. Sie schienen Angst vor ihnen zu haben, Kinder wurden zurückgehalten und nur die hohlen Wangen und die großen Augen sprachen Bände. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war nicht das Einzige, was sie beunruhigte. Immer wieder strich ihr Blick über die große Burg. War er irgendwo hier? Sie sah deutlich sein schönes Gesicht und die goldenen Augen vor sich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ramin. Er hatte sie angelogen, hatte sie und die anderen Magnaten im Stich gelassen. Hatte sie magisch angegriffen. Nein, sie hatte er geheilt und wollte sie in Sicherheit bringen. Warum nur? Wieder glitt ihr Blick über die Fenster der Burg. Er hatte goldene, wunderschöne Augen. Junge Tsa, was hast du dir dabei gedacht, einem Magier solch praiosgefällige Augen zu geben?&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Sie seufzte. Sie würde sich von ihm fern halten, wie Gendahar es gesagt hatte. Sie hatten nur kurz über die Sache geredet, und sie hatte versprochen, sofort Hilfe zu rufen, wenn er wieder auftauchen sollte. Er konnte auftauchen, wo er wollte, er war ein Magier. Es schauderte sie und wieder suchten ihre Augen nach ihm. Sie hatte soviele Fragen und doch, sie wusste nicht, ob sie die Antworten wissen wollte, ob sie die Fragen überleben würde. Wenn er wirklich der Sohn seines Vater war, schwebte sie in großer Gefahr. Wie er sie angesehen hatte! Sie kannte den Blick von vielen Männern. Doch das Ziel war stets Rahjada gewesen. Sie hätte es Gendahar sagen sollen, doch sie hatte nicht gewusst, wie. Außerdem hatte Onkelchen andere Sorgen. Bestimmt war der Sohn der Vogtin nicht hier, und bestimmt war er klug genug, sich von ihr fernzuhalten. Bestimmt sah er viele Frauen so an, schön wie er war. Sie senkte den Blick, denn man ritt durch das Tor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
'''Autor:''' [[Benutzer:SteveT|SteveT]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Euer Hochgeboren! Euer Hochgeboren! Domna Praiosmin!&amp;quot;, kam deren Leibdienerin und Kammerzofe Valbetta ohne Anzuklopfen in das Arbeitszimmer der Vogtin im westlichsten der vier Türme von Castillo Albacim gestürmt, was die 'bosqurische Jungfer' mit hochgezogener Augenbraue von ihrer Stickerei aufsehen ließ, der sie sich eigentlich gewidmet hatte, um ihre aufgewühlten Gedanken zu beruhigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Herr Praios im Himmel! Was ist das für ein Betragen, Valbetta? Ich hatte ausdrücklich verlangt, nicht gestört zu werden!&amp;quot;, tadelte sie die Zofe scharf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Verzeiht, Euer Gnaden! Aber es naht offenbar bedeutsamer Besuch - sie sind bereits drunten im Ort und reiten gerade über den Marktplatz!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Praiosmin reichte ihrer Zofe ihre Stickerei und die Nadeln und erhob sich dann schwer schnaufend aus ihrem hohen Stuhl, um zum Fenster zu treten. Obwohl der schlanke Turm fast vierzig Schritt hoch war und sie sich im zweitobersten Stockwerk befand, konnte sie erwartungsgemäß nichts sehen außer das öde Umland ringsumher. Die verdammten Ferkinakken hatten alle Bäume und Sträucher in der näheren Umgebung abgehackt und in ihren Lagerfeuern verbrannt, sodass es nun aussah, als residiere sie in der Khom oder der Gorischen Wüste und nicht im immergrünen Almada. Von den Ankömmlingen konnte sie zumindest von diesem Zimmer aus nichts erkennen - aber sie würde sie schon noch früh genug erblicken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Weiß man bereits, um wen es sich handelt?&amp;quot;, frug sie die Kammerzofe, die den Stickrahmen behutsam in einer Truhe verstaute. &amp;quot;Man erblickte die Farben Gold und Purpur, Euer Hochgeboren. Aber auch ...&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;''Gold und Purpur?''&amp;quot; wiederholte Praiosmin ungläubig. &amp;quot;Das sind die da Vanyas! Das sind die drecksverdammten da Vanyas! Sie wollen mich angreifen - auf meiner eigenen Burg! Die Tore schließen! Alle Wachen auf die Zinnen!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nicht doch, Domna, nicht doch!&amp;quot;, hob die Zofe abwehrend beide Arme. &amp;quot;Man sah auch die Farben Grün und Gold und das Zeichen der Rebe. Corporal Frazarro sprach davon, dass es scheinbar gräfliche Reiter wären, die sich uns nähern.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Na, sieh mal einer an!&amp;quot;, stapfte die Vogtin mit dem Fuß auf. &amp;quot;Jetzt, wo die Blutsäufer endlich von alleine weitergezogen sind und die Belagerung aufgegeben haben, lässt sich unser sauberer Graf herab, mir endlich Unterstützung zu schicken, die ich vor drei Wochen benötigt hätte! Na dem Commandanten werde ich den Marsch blasen! Los, los - ich muß mich umkleiden! Bring mir mein weiß-güldenes Kleid!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zofe nickte und wollte bereits gehen, blieb dann aber in der Türschwelle stehen. &amp;quot;Äh, ''welches'' weiß-güldene Kleid, Herrin? Ihr besitzt Dutzende davon.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Selbstverständlich das brokatene, welches ich alljährlich bei der Landständeversammlung zu tragen pflege. Auch ein güldenes Diadem und meine güldenen Armreifen können nicht schaden - diese Leute sollen von vorneherein wissen, dass sie es mit keiner kleinen Reichsbeamtin, sondern mit einer stolzen Herrscherin zu tun haben!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ganz nach ihren Wünschen gekleidet und zurecht gemacht, erwartete die Reichsvogtin das Eintreffen der ihr angekündigten Reiterschar schließlich von der Loggia ihres Palas' aus. Auch wenn sie das Knacken der Nähte und das Zwicken an Schultern, Bauch und Busen daran erinnerte, dass sie damals, als dieses Kleid für sie geschneidert worden war, noch gut und gerne zwanzig Stein weniger gewogen hatte, war sie sich doch sicher, einen respekteinflößenden Ablick abzugeben. Sie warf einen kurzen Blick zu einem der Dachfenster der Kemenate hinauf, wo ihr Sohn seit seinen Kindertagen sein Zimmer hatte. Ohne ihn hinter den Vorhängen sehen zu können, war sie sich doch sicher, daß Aureolus just in diesem Moment auf die Szenerie herabblickte und alles mitverfolgte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
'''Autor:''' [[Benutzer:Von Scheffelstein|von Scheffelstein]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie irrte sich und schrak zusammen, als sie seine Stimme so plötzlich und unerwartet hinter sich vernahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Dreht Euch nicht um&amp;quot;, wisperte er.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Heiliger ...&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Scht!&amp;quot;, machte er und legte ihr seine unsichtbare Hand auf die Schulter. &amp;quot;Still! Lasst Euch nichts anmerken.&amp;quot; Er blickte sich um. Die Dienerin war hineingegangen, sie waren allein. &amp;quot;Es steht viel auf dem Spiel&amp;quot;, sagte er leise, &amp;quot;sehr viel. Darum hört mir zu! Wenn Ihr die da Vanyas vernichten wollt, müsst Ihr Eure Rechtschaffenheit und Kaisertreue unter Beweis stellen. Sie sollen Eure Gegnerinnen für die Bösen halten, kein Makel darf auf Euch fallen. Durch die Noticias Eurer Freundin Liguria, die Eure Leute auf dem Castillo da Vanya gefunden haben, habt Ihr hinreichend Beweise für die mangelnde Lehnstreue der Rifada da Vanya. Ihr hattet also alles Recht, Eure Vasallin zu enteignen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings war es selbstverständlich nur der Not geschuldet, dass Ihr ... Unbeteiligte in die Sache hineinziehen musstet. Der große Blonde dort, ist das der Mann, von dem Ihr erzähltet? Der mit der da Vanya in ihr Castillo kam? Der ... wie? Streitzig? Ein bedauerliches Missverständnis. Erst jetzt, wo Ihr ihn seht, unter dem Banner der Gräflichen, erkennt Ihr ihn. Er muss zugeben, dass er ... nicht den Eindruck eines ehrbaren Magnaten macht - möge er's pardornieren, aber Kleider machen Leute, nicht wahr? Ihr wisst schon, was ich meine.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aureolus leckte sich die Lippen. Das Klappern von Hufen wurde im Torweg zur Hauptburg laut. Gleich würden sie hier sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Seid freundlich und kooperativ, geht Kompromisse ein, wenn es sein muss, aber nicht mehr als nötig. Selbstverständlich ist Eure oberste Priorität, die Wilden zu bekämpfen. Das eigenmächtige Gebahren Eurer Vasallin, die Euch in dieser Zeit der Not die Treue versagt, gefährdet dieses Ziel. Ihr habt das Castillo besetzt, um eine wichtige Verteidigungsanlage wider die Wilden kontrollieren und die dortigen Rustikalen in Sicherheit bringen zu können. - Unser Gast im Kerker unten bleibt natürlich unser kleines Geheimnis.&amp;quot; &lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Der erste Reiter ritt durch das viele Schritt dicke Radmonstor in den Hof der Hauptburg der ''weißen Brünne''. Es war niemand anderes als der alte Castellan des Grafens höchstpersönlich, der, so wusste Aureolus, seiner Mutter höchst unsympathisch war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dicht auf folgten ihm die übrigen Gräflichen, allen voran seine Romina und der Blonde, der Streitzig. Aurelos presste die Lippen zusammen. Seine Rache würde er noch bekommen, für diesmal musste er den Mann schonen, um des Rufes seiner Mutter wegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich ziehe mich zurück&amp;quot;, wisperte Aureolus, damit seine Mutter sich ruhiger fühlte, ging aber nicht hinein, sondern trat in den Hintergrund. Seine Augen hingen an Domnatella Rominas Gesicht. Er spürte, wie sein Körper nach ihr verlangte. Obwohl sie ihn nicht sehen konnte, fühlte er sich bloßgestellt. Nur gut, dass seine Mutter nicht ahnte, ''wie'' er neben ihr stand, dachte er und grinste wider Willen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
'''Autor:''' [[Benutzer:SteveT|SteveT]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reichsvogtin nickte unleidig zu allem, was Aureolus ihr zuflüsterte, als wüsste sie dies bereits alles selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er geendet hatte, zischte sie dorthin, wo sie ihn vermutete: &amp;quot;Hör auf mit diesem Blendwerk! Du weißt, dass ich keine Zauberei hier auf meinem Castillo nahe des Schreins unseres Herrn wünsche! Steck deine Nase lieber einmal ins ''Brevier der zwölfgöttlichen Unterweisungen'', anstatt fortwährend in diese lästerlichen Machwerke von Ketzern und Geisteskranken!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei der Hellebardiere, die links und rechts des Radmonstores zur Vorburg standen, tauschten untereinander einen irritierten Blick mit hochgezogener Augenbraue. Führte ihre Herrin Selbstgespräche? Sie war ihnen schon des öfteren etwas sonderbar vorgekommen - aber da außer ihr niemand oben auf der Loggia des Palas stand, redete sie ganz offenbar mit der Luft - jedenfalls formten ihre Lippen Worte, die sie von hier unten nicht verstanden. Dann aber ritt die Reisegruppe der Gräflichen in den Hof der Hauptburg, und einer der Gardisten hob seine Fanfare zum Mund und stieß zu einem langgezogenen majestätischen Salutton hinein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun wandte die Reichsvogtin ihre Aufmerksamkeit endlich den Ankömmlingen zu und schritt nach vorne zum Geländer der Loggia, auf das sie sich mit ihrer ganzen beachtlichen Leibesfülle stützte. Die Gardisten ließen ihre Blicke anerkennend auf der blonden Domnatella ruhen, die als zweite nach dem zauselbärtigen gräflichen Castellan in den Hof eingeritten war. Das war doch mal ein schöner Sonnenschein in diesen finsteren Tagen - gerade wenn man sie vis-a-vis mit ihrer eigenen Herrin sah ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings wurde die Aufmerksamkeit der Gardisten sofort wieder an anderer Stelle gefordert, denn direkt hinter den Gräflichen war auch eine Meute ausgehungerter Selaquer Halbstarker in die Hauptburg eingedrungen, und nun hingen sie mit ihren bettelnd hochgereckten Händen, fahlen schmutzstarrenden Gesichtern und ''&amp;quot;Eine milde Gabe!&amp;quot;''oder ''&amp;quot;Ein Obulus! Bitte ein Obulus!&amp;quot;''-Rufen wie lästige Kletten an den Rocksäumen und Pferdedecken der gräflichen Deputation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesicht der Reichsvogtin verdunkelte sich sofort bei diesem Anblick. &amp;quot;HINAUS MIT DIESEM PACK!&amp;quot;, brüllte sie mit sich überschlagender Stimme, worauf sieben Gardisten mit gesenkten Spießen vorrückten und den jungen Burschen und Maiden - viele davon etwa in Zaidas Alter - das stumpfe Stielende ihrer Waffen in die Bäuche rammten, um sie dann mit Hieben wieder hinter das Tor zur Vorburg zurückzutreiben. Als auch der letzte jugendliche Bettler auf diese Weise aus dem Hof verjagt war, befahl Praiosmin: &amp;quot;SCHLIESST DAS TOR!&amp;quot;, worauf hinter der kleinen gräflichen Equipage unter ohrenbetäubendem Getöse das Fallgatter herunterrasselte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Moment lag nun gespannte Stille über dem Burghof, da die Gräflichen Mühe hatten, ihre durch den tosenden Lärm verängstigten Rösser wieder unter Kontrolle zu bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann aber breitete Praiosmin, nun wieder lächelnd, als habe es den vorangegangenen Zwischenfall überhaupt nicht gegeben, in großer Geste ihre massigen Arme aus.und rief Rondrigo vom Eisenwalde an: &amp;quot;Willkommen, werter Castellan! Seid mir vielfach willkommen! Ich hatte bereits früher auf Euer Erscheinen gehofft, um uns aus der Umklammerung dieser grauenhaften Belagerung zu lösen - aber nun seid Ihr ja endlich da, um uns den verdienten Entsatz zu bringen! Wie ich sehe, haben es die guten Götter auch gefügt, dass Ihr das zarte Töchterlein Eures Herrn aus den Fängen der Wilden befreien konntet - Praiosseidank! Auch ich habe häufig zu allen Heiligen des Himmels gebetet, dass das gute Kind lebend errettet werden möge.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einen Wink von Praiosmin hin kamen vier Knechte aus dem Nebengebäude der Kemenate auf die Neuankömmlinge zu, offenbar um die Pferde der Gräflichen in Empfang zu nehmen und sie zu den Stallungen zu führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
'''Autor:''' [[Benutzer:Romina Alba|Romina Alba]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine leise Verwünschung ausstoßend, brachte der Castellan sein Pferd wieder unter Kontrolle und sah zu der Vogtin auf. Er knirschte kurz mit den Zähnen und verdrängte den Gedanken, dass es vielleicht besser gewesen wäre, dem Wunsch der jungen Comtessa nachzugeben und Burg Albacim zu meiden. Er senkte kurz grüßend das Kinn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Praios und Rondra auch mit Euch, Hochgeboren, wir bitten im Namen des Grafen um eine Nacht Eurer Gastfreundschaft, denn wir sind auf den Rückweg nach Ragath. Der Entsatz indes ist noch in den Bergen und räumt weiter auf.&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zarte Töchterlein des Grafen hinter Dom Rondrigo hatte andere Sorgen. Sie konnte dem scheuenden Tier ihrer ferkinischen Begleitung gerade noch in die Zügel greifen, und versuchte jetzt mit leisen Worten die Reiterin zu beruhigen, die panischer schien als das Pferd. Golshan zitterte und schaute abwechselnd zu dem Fallgitter und den aufragenden Wänden. Sie sah aus, als wolle sie jeden Moment lospreschen, wusste aber nicht, wohin. Romina versuchte ihre Aufmerksamkeit zu erlangen, indem sie leise auf sie einredete und immer wieder ihren Namen sagte. Es gelang ihr erst, als sie sie mit Hilfe von Zaida vom Pferd geholt und leicht geschütteltet hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
'''Autor:''' [[Benutzer:SteveT|SteveT]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Selbstverständlich ist es mir eine Freude, Euch auf dieser Burg unseres Herrn, des Kaisers, Kost und Quatier zu gewähren!&amp;quot;, nickte Praiosmin dem Castellan huldvoll zu und wank ihn heran, näher unter ihre herrschaftliche Loggia zu treten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Meine Knechte werden sich um Eure Tiere kümmern und sie tränken, und da gewiss auch Ihr selbst durstig und hungrig seid, wäre es mir eine Ehre, Euch und die liebreizende Comtessa zu einem kleinen Abendmahl in meine Privatgemächer einzuladen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie übersah die Equipage des Castellans genauer. &amp;quot;Selbstverständlich werde ich auch für Eure wackeren Caballeras und Caballeros ein sättigendes Mahl im Rittersaal auftischen lassen. Dass Euer Heer den Wilden weiter zusetzt, sind sehr gute Neuigkeiten! Ich wäre ihnen gerne selbst schon auf den Leib gerückt und hätte sie einen nach dem anderen umbringen lassen - aber leider war Selaque bis drei Tage vor Eurer Ankunft von einem ganzen Stamm dieser götterlosen Kreaturen eingekreist - selbst dort oben,&amp;quot; sie deutete auf den viele hundert Schritt über ihr liegenden Gipfel des Albamonte hinauf, &amp;quot;trieben sich einige dieser Bestien herum!&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Praiosmins wandernde stechende Augen, die die Bewohner Selaques  furchtsam den ''Ucurisblick'' nannten, kamen schließlich auf Golshan zum Halten. &amp;quot;Aha! Wie ich mit Befriedigung sehe, habt Ihr ein Weibsbild dieser Barbaren lebend dingfest machen können! Sehr gut, Castellan! Wollt Ihr sie Eurem Herrn, dem Grafen, zuführen, damit er sie verurteilen kann oder wollt Ihr, dass ich Euch gleich hier dieser Last entledige und sie in den Kerker sperren lasse? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele der Sträflinge, die vormals in den Steinbrüchen von Grezzano ihre gerechte Strafe verbüßten, wurden von den Wilden umgebracht. Wenn die Zeiten erst wieder etwas ruhiger geworden sind, wären der Kaiser und ich selbst für jede verfügbare Hand zum Steineklopfen und Marmorbrechen dankbar!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
'''Autor:''' [[Benutzer:Romina Alba|Romina Alba]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Comtessa trat neben den Castellan unter die Loggia und verbeugte sich galant. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Habt Dank für Eure freundliche Einladung, verehrte Domna Praiosmin, ich kann Euch gar nicht sagen, wie sehr ich mich danach sehne, in angenehmer Gesellschaft zu speisen. Was die Wilde betrifft, so habe ich sie höchstselbst gefangen und möchte sie in meiner Nähe haben. Ich erachte es als meine Pflicht, sie zu zähmen und dem Zwölfgöttlichen Glauben zuzuführen. Sie wird Euch nicht stören, meine zukünftige Knappin Zaida, eine Tochter der Waldwacht, wird sich um sie kümmern, wenn ich es nicht kann.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Romina lächelte warm zu der Vogtin hoch und übersah den Blick Dom Rondrigos, der sich der Worte beraubt sah. Ihr Herz schlug ihr bis zum Hals, angespannt wartete sie darauf, dass irgendetwas geschehen würde, doch es blieb alles ruhig. In Gedanken dankte sie ihrer Knappenherrin für die strenge Ausbildung, die sie jetzt äußerlich bedeuten ruhiger erscheinen ließ, als sie es in Wirklichkeit war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
'''Autor:''' [[Benutzer:SteveT|SteveT]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die alte Reichsbeamtin begann zu grinsen und rümpfte dabei gleichzeitig die Nase, was der Mimik ihres feisten Antlitzes fast komische Züge verlieh. Sie wandte sich unter amüsiertem Kopfschütteln wiederum an den alten Castellan: &amp;quot;Eine Wilde zu zähmen und zu unserem guten zwölfgöttlichen Glauben zu bekehren - hat man so etwas jemals schon gehört?&amp;quot; Sie kicherte ungläubig. &amp;quot;Aber das ist die Torheit der Jugend, deren gutes Recht es ist, Torheiten zu begehen, um daraus für ihr fürderes Leben zu lernen, nicht wahr Dom Rondrigo?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wandte sich wieder an Romina-Alba: &amp;quot;Dann passt nur gut auf ''Eure'' Wilde auf, mein Kind, dass sie Euch nicht eines Tages anfällt und Euch in die Kehle beißt wie ein wildes Tier, denn Bestien sind diese Bergbarbaren samt und sonders, das könnt Ihr mir glauben, die ich mein ganzes Leben in ihrer unliebsamen Nachbarschaft verbracht habe.&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie schüttelte nochmals den Kopf und wank Dom Rondrigo und Romina dann zu, durch den Haupteingang des Palas zu ihr herauf zu kommen. &amp;quot;Der Abend dämmert bereits, und ich wäre eine schlechte Gastgeberin, wenn ich Euch nach dem langen Ritt hierher durch müßiges Gerede weiter von etwas Erholung und einem sättigenden Mahl fernhalten würde. Mein Majordomus wird Euch herauf in meine Gemächer geleiten, werter Castellan, werte Comtessa. Für Euer Geleit wird drüben im Wirtschaftshaus soeben eine Tafel hergerichtet. Ihr werdet es mir pardonnieren, liebes Kind&amp;quot;, fügte sie mit Schalk in der Stimme noch für Romina hinzu, &amp;quot;dass ich nach den schlimmen Erfahrungen der letzten Wochen auf die Gesellschaft einer Wilden in meiner nächsten Umgebung lieber verzichte! Eure Knappin soll nur gut auf sie achtgeben, egal, wie zahm Ihr sie bereits glaubt.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während dieser Worte waren Praiosmins Stallknechte unter den Gräflichen herumgegangen und hatten die Zügel von deren Rösser in Empfang genommen, die nun zum Stall geführt wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Folgt mir bitte, werte Herrschaften!&amp;quot;, trat ein junger korpulenter Mann im grün-weißen Livree Selaques mit einem schnaufend ausgeführten Kratzfuß an Domna Lilithrud, Dom Servando, Zaida und auch Dom Gendahar heran und ging vor ihnen her auf das dreistöckige Wirtschaftsgebäude zu. Wenn Praiosmin den Streitziger als einen derjenigen wiedererkannt hatte, die damals im Castillo da Vanya Seite an Seite mit der halsstarrigen Rifada da Vanya gekämpft hatten, so ließ sie sich zumindest äußerlich nicht das Allergeringste anmerken und zog es offenbar vor, ihn als einen Teil des gräflichen Geleits wie alle anderen zu betrachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterdessen trat Praiosmins bereits angekündigter Majordomus, ein würdevoller grauhaariger Mittsechziger mit einer entstellenden Brandnarbe auf der rechten Gesichtshälfte, mit einem tiefen Bückling vor den Castellan und die Grafentochter hin und führte sie ins prächtige Innere von Castillo Albacim, wo es über eine mit grünem Teppich ausgelegte Freitreppe in den ersten Stock in das mit Stuck und reichlich Blattgold verzierte Speisezimmer der Reichsvogtin ging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
'''Autor:''' [[Benutzer:Von Scheffelstein|von Scheffelstein]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aureolus kletterte auf den verwaisten Schreibtisch seines verstorbenen Großonkels [[Radmon von Elenta]] und schob das Bild des Götterfürsten an der rechten Wand beiseite. ''Praios omnia videt'' war das Gemälde des Sonnengottes sinnigerweise betitelt, das Alverans Herrscher als gekrönten Patriarchen zeigte, der mahnend den Zeigefinger erhoben hatte und auf dessen anderem Arm der goldene Falke [[avwik:Ucuri|Ucuri]] saß, der Götterbote.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Na, bei dem alten Radmon hatte der Götterfürst wohl mehr als ein Auge zugedrückt, dachte Aureolus, während er seine Nase an die vertäfelte Wand drückte, um durch die zwei kleinen Löcher zu spähen, die auf der anderen Seite der Wand in die blattgoldverzierte Holzvertäfelung des Speisezimmers mündeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies waren nicht die einzigen Gucklöcher, durch die der alte Vogt - Praios wohl kaum zum Gefallen - seine Gäste hatte beobachten lassen. Viel pikanter waren jene, durch die man Einblick in die Schlafgemächer der Gäste erhalten konnte, und Aureolus konnte sich gut vorstellen, wie der alte Lustmolch, den er nie kennen gelernt hatte, seine Stilaugen nach den Damen verrenkte, die sich in aller Unschuld vor ihm entblößten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzige Dame aber, nach deren Anblick Aureolus sich verzehrte, und die ebenso wenig ahnte wie die Gäste seines Großonkels, dass er mehr als einmal im Stillen ihre rahjageschaffene Schönheit bewundert hatte, jene Dame, die nur Dank seiner - vielleicht - noch ihre Unschuld besaß, diese Dame saß just, in ihrem Stande kaum angemessener Kleidung, seiner Mutter gegenüber auf einem samtbezogenen Kirschholzstuhl und ließ sich von einem Diener Wein nachgießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aureolus schätzte, dass man bereits den dritten oder vierten Gang aufgetischt hatte. Er war zuerst in sein Zimmer zurückgekehrt, um sich anzukleiden und hatte dann hinreichend Zeit verstreichen lassen, um sicherzugehen, dass die Damen speisten und er nicht aus Versehen jemandem über den Weg lief.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Herz schmolz dahin - wieder einmal! - beim Anblick der honigblond gelockten Comtessa, deren vom Wein und der Hitze gerötete Wangen sie umso begehrenswerter erscheinen ließen. Eines Tages, schwor er sich, würde sie mit ihm speisen, eines Tages, wenn er sich nicht mehr verstecken musste!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
'''Autor:''' [[Benutzer:SteveT|SteveT]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit vollen Backen kauend schob Praiosmin von Elenta das halbvolle Silbertablett mit den mit Ziegenkäse gefüllten Feigen, die als Nachgang aufgetragen worden waren, zu Romina-Alba hinüber. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hier! Greift nur tüchtig zu, Domnatella!&amp;quot;, forderte sie sie schmatzend auf. &amp;quot;Ihr seid ohnehin so dürr wie ein Grashalm im Wind!&amp;quot;  Aus Praiosmins Sicht traf dies wohl zu - aber aus ihrer Perspektive galt das für die meisten ihrer Mitmenschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Diese jungen Leute wissen einen guten Bissen einfach nicht mehr so zu schätzen, wie wir in unseren jungen Jahren,&amp;quot; nickte sie Rondrigo vom Eisenwalde verschwörerisch zu. &amp;quot;Wer damals nicht zu prassen wusste, der galt nichts in der Nobleza, denn der Ranzen, den man vor sich her trug, war das beredsamste Zeugnis dafür, ob man so solvent war wie die Gruben von Deokrath oder ob man bloß die Reste aus dem Schweinetrog klauben konnte, wie der kleinste Caldaier Heidebaron.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Euer Hochgeboren!&amp;quot;, trat in diesem Moment Praiosmins Majordomus unter einer tiefen Verbeugung in den Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ja was ist denn, Meister Zalameos? Ihr seht doch, dass ich mit meinem hohen Besuch zu spaßen pflege?&amp;quot;, herrschte ihn die Reichsvogtin ungehalten an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich bitte um Vergebung, Herrin! Aber es sind soeben gleich zwei Nachrichten für Euer Hochgeboren eingetroffen! Eine per Brieftaube, die anderen wurde von einem berittenen Boten gebracht.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Praiosmin zog eine Augenbraue in die Höhe. &amp;quot;Nachrichten? Ich erwarte keine Nachrichten, außer die vom kaiserlichen Hof, wann endlich Entsatz hier eintrifft! Entschuldigt bitte die Störung!&amp;quot;, nickte sie Rondrigo und Romina kurz zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meister Zalameos trat zu seiner Herrin hin und überreichte ihr auf einem Tablett die winzig kleine, zusammengerollte Botschaft. Es war nicht weiter schwer zu erraten, dass dies die Brieftauben-Nachricht sein musste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sie kommt aus Kornhammer, Euer Hochgeboren!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Aha! Aus Kornhammer!&amp;quot;, nickte Praiosmin bestätigt und etwas besänftigt. &amp;quot;Endlich lässt mich der alte Zauderer Hesindian wissen, wieso er meinem Gesuch um Waffenhilfe nicht nachkam.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Praiosmin überflog die säuberlich, aber winzig klein geschriebene Nachricht mit halb zusammengekniffenen Augen. Der alte Narr saß selbst in derselben Klemme wie sie und hatte auch noch die Nerven folgendermaßen zu enden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'' '... Hoch geschätzte Domna Praiosmin, sollte Euch etwas über Aufenthalt oder Verbleib meiner Großtochter Richeza von Scheffelstein zu Ohren kommen, wäre ich Euch aufs Äußerste verbunden, würden Eure Hochgeboren mir umgehend Nachricht zukommen lassen. Domna Richeza hat am dreizehnten Tage des Praiosmondes Castillo Scheffelstein in Begleitung Eurer Vasallin, Ihrer Wohlgeboren Domna Rifada da Vanya, und des Barons von Dubios, Seiner Hochgeboren Hernán von Aranjuez, verlassen, um nach dem Verbleib meines vermissten Großneffen Praiodor von Culming-Alcorta und seiner Mutter, Ihrer Hochgeboren Fenia von Culming, zu suchen, welche auf der Suche nach einem Heilkundigen in den Raschtulswall aufgebrochen waren. Ich danke Eurer Hochgeboren und erbitte der Götter Beistand für Eure Hochgeboren in diesen schweren Zeiten.' '' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Praosmin hatte die letzten Sätze laut gelesen, sodass sie auch ihre Gäste mitbekamen. Lauernd sah sie danach auf und blickte dem Castellan und der Grafentochter abwechselnd direkt in die Augen: &amp;quot;Und? Könnt Ihr meinem geschätzten Lehnsnachbarn Dom Hesindian von Kornhammer weiterhelfen? Könnt Ihr ihm - und damit auch mir! - verraten, wo seine saubere Enkeltochter jetzt im Moment steckt?&amp;quot; Praiosmin säbelte mit ihrem Essmesser gereizt eine Hälfte einer gefüllten Feige ab und schlang sie mit einem Mal hinunter, um sich selbst ein wenig zu beruhigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ihr müsst wissen: Dieses Weibsbild hat sich mit meiner aufrührerischen, der Felonie für schuldig befundenen ehemaligen Vasallin Rifada da Vanya gemein gemacht, mich selbst auf das Unflätigste beleidigt und ist mit Waffengewalt gegen meine Ordnungshüter - Büttel des Kaisers - vorgegangen. Der besagte ... äh ... Hernán von Aranjuez - ja genau so heißt der Schuft in Wirklichkeit -, ein übel beleumundeter Landsknechtsführer der abgefeimtesten Sorte, gehört ebenfalls zu dieser rebellierenden Aufrührerbande, die ich anklagen und einkerkern werde! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf die Verbrechen Domna Rifadas steht der Tod! Wenn Ihr also etwas über den derzeitigen Aufenthaltsort dieser Briganteros und Halunken wisst, so seid Ihr vor mir als Beamtin des Kaisers verpflichtet, es mir auf der Stelle zu sagen, sodass sie ihrer gerechten Strafe zugeführt werden können!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Funkelnd schaute sie von Romina zu Rondrigo, ob diese Eröffnung irgendeine Reaktion auf deren Gesichtern hervorrief. Zumindest der blonde Yaquirtaler, der sie begleitete, steckte mit den Aufrührerern unter einer Decke, da war sich die Reichsvogtin vollkommen sicher. Meister Zalameos, der neben seiner Herrin stehen geblieben war, zog nun auch das zweite Schreiben aus der Tasche seiner Livree. Dieses sah schon optisch deutlich unordentlicher, speckiger und zerfledderter aus, wie die vorausgegangene Nachricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kommt das etwa ''so'' vom Kaiserlichen Hof?&amp;quot;, frug Praiosmin naserümpfend und nahm die Nachricht mit spitzen Fingern entgegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nein, Euer Hochgeboren!&amp;quot;, schüttelte der Majordomus steif den Kopf. &amp;quot;Wohl aus Schrotenstein, Euer Hochgeboren!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Aus Schrotenstein?&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Praiosmin entrollte die Nachricht leicht angeekelt, warf einen Blick darauf und wurde dann schlagartig bleich wie die Wand hinter ihr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'' 'Mein Lieber Raihe Coùlu' '', stand dort in ihrer eigenen kunstvoll geschnörkelten Schrift, '' 'voller Sehnsucht erinnere ich mich an die Freudentage Deines letzten Besuches. Der Zauber Deines Lachens, der Glanz Deiner Augen haben mich betört, Dir Dinge zu schreiben, die ich ...' ''  Sie brach ihre lautlose Lektüre ab, aufgewühlt und mit zitternden Händen. Das war einer ihrer eigenen, schmerzlich vermissten Liebesbriefe an Rakolus, die niemals in falsche Hände geraten durften. Aber nun schickte ihn ihr irgendeine übelmeinende Person aus Schrotenstein! Das musste alles ein Alptraum sein. Die untere Hälfte des Briefes war unsauber abgerissen - offenbar war dies nur als Drohung gedacht ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ist Euch nicht wohl, Herrin?&amp;quot;, frug Meister Zalameos besorgt. &amp;quot;Ihr habt noch nicht alles gelesen, Herrin! Ich glaube, auf der Rückseite geht die Nachricht weiter ...&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Praiosmin blickte ihn hektisch an. Wusste er etwas? Hatte er die Nachricht vielleicht bereits selbst gelesen und zog sein Schlüsse daraus? Sie musste unbedingt mit ihrem Sohn oder mit Yegua reden - Zalameos musste für immer verschwinden, ehe er etwas ausplaudern konnte.&lt;br /&gt;
Sie drehte die Nachricht mit zitternden Händen um und wurde noch bleicher. Diese Schrift, dieses hässliche Krickelkrakel hätte sie unter Tausenden erkannt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'' 'Praiosmin! Wenn Du miese Ratte dieses Schreiben liest, bin ich unterwegs in Schrotenstein, Bosquirien und Ragatien, um einen Heerhaufen aufzustellen, wie ihn Selaque noch nicht gesehen hat! Wie Du umseitig erkennen kannst, bin ich im Besitz von Beweismitteln, die Dein ekles Haupt aufs Schafott bringen können, sobald sie dem Kaiser oder der Hofkanzlei vorliegen. Deine einzige Möglichkeit, Dämonenbuhle, diesem Schicksal zu entrinnen, ist, auf der Stelle das reichsvögtische Amt, mein Castillo und auch Castillo Albacim zu räumen und Dich mit Deinem widerlichen Bastard, für dessen Existenz ich ebenfalls Beweise habe, als Eremitin in die Wildnis des Raschtulswalls zurückzuziehen! gez. Rifada Jezebela da Vanya' '' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Praiosmin stand so abrupt auf, dass ihr hoher Lehnsstuhl umkippte. Der Haushofmeister hob ihn erschrocken wieder auf. &amp;quot;Ent ... äh ... Entschuldigt mich! Genießt weiter das Mahl, Meister Zalameos wird Euch sodann zu Euren Gastgemächern führen!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne ein weiteres Wort der Erklärung rauschte Praiosmin aus dem Zimmer, die beiden verhängnisvollen Nachrichten in der Hand. Es scherte sie nicht, dass ihr alle verstört nachglotzten. Sie musste mit ihrem Sohn reden - jetzt gleich!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
'''Autor:''' [[Benutzer:Romina Alba|Romina Alba]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum ersten Mal in ihrem jungen Leben war sich Romina bewusst, wie gut es sich anfühlte, satt zu sein. Sie hatte fast andachtsmässig gegessen und nur mit halben Ohr der Vogtin zugehört, die fast unablässig geplappert hatte. Sie hatte sogar vergessen, weswegen sie sich hier eigentlich unwohl fühlen sollte. Jetzt kam das Gefühl des Unwohlseins mit ganzer Macht zurück. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Praiosmin von Elenta nach Richeza fragte, tauschte die Grafentochter einen Blick mit dem ebenso schweisamen Dom Rondrigo, beide schienen nicht erpicht darauf, irgendetwas zu erzählen, beide schienen aber auch nicht lügen zu wollen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Romina holte gerade Luft, da las die Elenterin den zweiten Brief und wurde bleich. Verblüfft sahen die beiden Ragatier, wie die kaiserliche Vogtin die Contenance verlor und panisch den Raum verließ.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Als sie draussen war, beugte Romina sich zu den Castellan und wisperte einige Worte. Der Veteran nickte und man war sich leise redend schnell einig, weder Richeza noch den Contottiere zu erwähnen und morgen früh beizeiten hier weg zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Höflich, aber schweigsam wartete Dom Rondrigo, bis die Tochter seines Herrn ausgetrunken hatte, dann ließen sich beide zu ihren Gemächern führen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
'''Autor:''' [[Benutzer:Von Scheffelstein|von Scheffelstein]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aureolus presste die Lippen aufeinander. Was auch immer an den Botschaften, die seine Mutter empfangen hatte, sie in Aufruhr versetzt hatte - niemals hätte sie derart ungestüm den Raum verlassen dürfen. Nicht nur, dass ihr unhöfliches Verhalten gegenüber ihren Gästen - gegenüber der Comtessa! - Aureolus sich für sie schämen ließ. Nein, es war äußerst unklug, sich seine Ängste derart anmerken zu lassen! Besser, er sah nach ihr, bevor sie Dummheiten beging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der junge Zauberer warf einen letzten Blick auf die angebetete Grafentochter, dann hängte er das Bild wieder vor die Löcher in der Wand, stieg vom Schreibtisch und wischte mit dem Ärmel über die Platte, um keine Spuren zu hinterlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er verließ Radmons Schreibstube durch ein Vorzimmer und wandte sich in Richtung des Treppenturms. Vor dem Thronsaal standen zwei Wachen, die beiden, die ihn vor wenigen Tagen in seinem Zimmer überrascht hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Junger Herr!&amp;quot;, sprach ihn der ältere Gardist, Varmino, an. &amp;quot;Ihre Hochgeboren, die Vogtin, sucht Euch!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mich?&amp;quot;, tat Aureolus ganz erstaunt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ja, junger Herr&amp;quot;, nickte der Gardist. &amp;quot;Sie ist soeben zu Eurer Kammer hinauf gelaufen. In höchster Aufregung. Sie schien mir verärgert zu sein.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Oha&amp;quot;, sagte Aureolus und setzte ein Grinsen auf. &amp;quot;Wahrscheinlich hat sie Nachricht von meinen Lehrmeistern erhalten.&amp;quot; Er zuckte zerknirscht mit den Schultern. &amp;quot;Immer überall beste Beurteilungen zu erhalten, ist schier unmöglich, das Studium der arkanen Künste ist kein Kinderspiel.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der jüngere Gardist, Marcio, grinste, der ältere nickte verständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich hoffe, sie streicht mir die Zuwendungen nicht, ohne die großzügige Unterstützung der Herrin könnte ich mir das Studium niemals leisten&amp;quot;, tat er niedergeschlagen. &amp;quot;Haltet mir die Daumen!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Viel Erfolg!&amp;quot;, sagte Varmino, und Aureolus eilte die Treppe hinauf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Treppen, Gänge und Türen später, lief er seiner Mutter in die Arme, die soeben schnaufend aus seiner Kammer kam. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Aureolus ... Ramin!&amp;quot;, stieß sie hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Still doch!&amp;quot;, zischte er und drängte sie rasch in das Zimmer zurück, ehe sie noch jemand zusammen sah oder hörte. Er schloss die Tür hinter sich, während seine Mutter sich auf seinem Bett niederließ - das unter ihrem Gewicht bedenklich knackte und knarrte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was ist in Euch gefahren, unsere Gäste fluchtartig zu verlassen? Was sollen die nun von uns denken?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Blick fiel auf die Briefe, die Domna Praiosmin in ihren zitternden Händen hielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Gebt her!&amp;quot;, sagte er und nahm sie ihr ab, während die Vogtin, erschöpft vom Laufen, um Atem rang, noch unfähig, mehr als ein Schnaufen von sich zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aureolus überflog die Brieftaubennachricht des Kornhammer Cronvogts, hob die Augenbrauen und runzelte dann die Stirn, ließ die Notiz aufs Bett fallen und wandte sich dem abgerissenen Brief zu, las erst das Gekritzel der Junkerin und anschließend - mit einem leisen Lächeln - die Worte seiner Mutter an seinen Vater. Er legte die Botschaft neben seiner Mutter aufs Bett und sah sie an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;So&amp;quot;, sagte er und tippte sich mit dem Zeigefinger auf die Lippen, die Hand am Kinn. &amp;quot;Unschön. Aber überlegen wir in Ruhe! Zunächst einmal dürft Ihr Euch den Grund Eurer Erregung natürlich nicht anmerken lassen. Wenn man Euch fragt, nein, besser vorher, entschuldigt Ihr Euch bei unseren Gästen für Euer Betragen, mit der Erklärung, eine geliebte Verwandte sei verstorben oder von den Ferkinas entführt worden. Eine verständlicherweise aufwühlende Nachricht nach all den Verlusten in Elenta zuletzt.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aureolus lehnte sich mit dem Rücken an den Tisch und verschränkte die Arme vor der Brust. &amp;quot;Was wissen wir? Wir haben also den Namen Eures Söldnerführers. Nicht Anzunares, sondern Aranjuez. Aber ob die Junkerin ihm wirklich Eure Briefe gab, ist nicht gewiss. Immerhin scheint sie sich ja noch im Besitz weiterer zu befinden.&amp;quot; Verstimmt schüttelte er den Kopf. &amp;quot;Mutter, dieser ganze Ärger wäre unnötig gewesen, wenn Ihr schon vor zwei Tagen auf mich gehört hättet! Lasst Mordaza einen Dämon auf die Suche nach Euren Briefen schicken, und Ihr habt sie noch heute Abend alle wieder hier, wo auch immer sie sein mögen!&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
'''Autor:''' [[Benutzer:SteveT|SteveT]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Unschön?&amp;quot;, wiederholte Praiosmin ungläubig, noch immer ein wenig nach Luft japsend, die Worte ihres Sohnes. &amp;quot;Mehr fällt dir dazu nicht ein? Das ist das Schlimmste, was mir - oder vielmehr was uns - passieren konnte! ''Sie'' hat die Briefe! Ausgerechnet Rifada da Vanya, diese widerwärtige Ausgeburt der Niederhöllen! Sie muss eine leibhaftige Sendbotin des Namenlosen sein, die mir der Höllenfürst schickt, um mein Göttervertrauen zu erschüttern. Und sie weiß von dir! Woher nur? Sie nennt dich meinen Sohn, will Beweise dafür haben!&amp;quot; Sie schüttelte den Kopf. &amp;quot;Was können das nur für Beweise sein? In meinen Briefen an deinen Vater wirst du nirgendwo mit einem Wort erwähnt - dein Vater wollte das seinerzeit nicht ...&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie überlegte fieberhaft und presste sich dabei die feisten Hände vor die Augen. Plötzlich aber ruckte ihr Kopf nach oben und ihr Blick wurde wieder hart und stechend, wie er normalerweise war, wenn sie beispielsweise mit Untergebenen sprach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Der Brief wurde von einem Boten hergetragen! Die Wachen sollen diesen Scheißkerl, wer immer er auch ist, packen und ihn kopfüber vom Bergfried baumeln lassen, bis er vor Angst herausposaunt, wo diese Canaille da Vanya zur Zeit steckt. Und dann werden wir sie zuerst angreifen und vernichten, ehe sie ihre Waffenknechte überhaupt zusammengetrommelt hat!&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie schüttelte den Kopf, nun wieder ganz entschlossen: &amp;quot;Nein, ihn vom Bergfried baumeln zu lassen wäre zu laut, nun da wir das Haus voller Gäste haben. Wozu hat mir dein Großonkel Radmon einen so vortrefflich ausgestatteten Torturraum hinterlassen? Sie sollen ihm die Daumenschrauben anlegen und notfalls noch sein Haupt in die Schädelpresse spannen, wenn er nicht mit der Sprache herausrückt, wo genau er dieses freche Schriftstück in Empfang genommen hat.&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie stand auf und ging wie ein gehetztes Raubtier in der kleinen Kammer auf und ab. &amp;quot;Bleibt noch die Sache mit den Dämo ... nein, ich werde das Wort nicht aussprechen! Du weißt, dass ich allen Formen der Hexenkunst, besonders der sogenannten Schwarzen, mehr als abhold und eine Gegnerin bin. Aber leider bleibt uns scheinbar kein anderer Ausweg - wir müssen diese Briefe um jeden Preis wiederhaben, ehe ein Unglück geschieht!&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie schüttelte sich angeekelt, als sie an [[Mordaza Maraneta]] dachte - Rakolus' Schülerin, die dann selbst zur Lehrmeisterin von Aureolus geworden war. Ein irres, im höchsten Maße unheimliches Weib, die angeblich auf Burg Blutfels am jenseitigen Bosquirufer hauste. Von einer fehlgegangenen Beschwörung eines Siebengehörnten war damals in der Anklageschrift der Suprema gegen sie die Rede gewesen. Es hieß, daß sie ihre unsterbliche Seele verpfändet habe und dass ihr selbst langsam Hörner auf der Stirn wüchsen, da sie sich über kurz oder lang selbst in eine Dämonin verwandeln würde. Kein Inquisitor hatte es je vollbracht, ihr das verderbte Hexenhandwerk zu legen. Ihr Sohn sah zu dieser verlorenen Seele wie zu einem Vorbild auf - aber sie selbst durfte niemals in Zusammenhang mit einer solchen Frau - oder vielmehr: einer solchen Kreatur - gebracht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Also gut, du wirst diese Mordaza Maraneta kontaktieren! Aber sie soll ''nicht'' hierher kommen - wir treffen sie morgen Nacht, wenn unsere Gäste fort sind, an einem neutralen geheimen Ort. Sagen wir ...&amp;quot; Sie überlegte fieberhaft - was lag halbwegs in der Nähe und war doch verlassen und menschenleer? &amp;quot;Sag ihr, wie treffen sie an der alten Mühle am Flüsschen Gambari an der Grenze zu Schrotenstein!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort hatten sie und Rakolus sich oft getroffen, sodass diese alte Wassermühle neben einer schmalen Holzbrücke über den Gambari immer romantisch-verklärt in ihrer Erinnerung blieb. Ganz in der Nähe lag der Schwarze See mit Burg Schrotenstein, wo sie ihren Sohn einst empfangen hatte, ohne dass sie bis heute recht wusste, ''wie'' oder vor allem wodurch ihr dieses Glück zuteil geworden war ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
'''Autor:''' [[Benutzer:Von Scheffelstein|von Scheffelstein]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aureolus schüttelte den Kopf. &amp;quot;Jeder Tag, den Ihr wartet, ist ein Tag, der Eure Feindin dem Triumph näherbringt. Bleibt Ihr hier, bewirtet unsere Gäste in aller Freundlichkeit und seht zu, was Ihr über die Pläne Eurer Feinde herausfindet. Denkt daran: Wir haben immer noch den fetten Gemahl der Vanyadâlerin! Und ''Beweise'' für meine Existenz hat die alte Vettel gewiss nicht. Allein: Unglücklicherweise bin ich ihr in den Bergen begegnet, zusammen mit ... diesem blonden Mann, dem Streitzig wohl, ihrem Sohn und der Scheffelsteienerin. Diese hat uns beide damals bei den Bâni Khadr gesehen, vor drei Jahren. Seht einfach zu, dass Ihr sie in die Finger bekommt und einen Kopf kürzer macht, dann ist jeder vermeintliche Beweis für eine Verbindung zwischen mir und Euch zunichte gemacht.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aureolus stieß sich vom Tisch ab. &amp;quot;Ich kümmere mich um die Briefe. Je weniger Ihr wisst, desto reiner ist Euer Gewissen.&amp;quot; Er lächelte schmal und öffnete die Tür, um seine Mutter hinauszubitten. Doch dann, als er sie so verzweifelt vor seinem Bett stehen sah, dauerte ihn ihr Anblick. Er ließ die Tür los, trat vor sie und nahm ihr Kinn in seine Hand, hob es ganz sacht und sah ihr tief in die Augen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sorgt Euch nicht&amp;quot;, sagte er leise. &amp;quot;Ihr habt Feinde, ja. Aber Ihr habt einen Sohn, der seines Vaters Namen würdig ist.&amp;quot; Er küsste sie sanft auf die Stirn und hielt ihr den Arm hin, um ihr hinauszuhelfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ''Die Geschichte um Domnito Aureolus und Domna Romina wird hier fortgesetzt: [[Chronik.Ereignis1033 Feldzug Selaque 20|Schauplatz: Selaque, Teil 20]]''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
'''Autor:''' [[Benutzer: SteveT|SteveT]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wirst du wohl vernünftig sein? Wie kann man nur so verstockt sein?&amp;quot;, keifte Praiosmin von Elenta den jungen Mann an, der an einer stählernen Kette in Eisenmanschetten etwa einen Kopf über ihr von der Decke herabbaumelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Es ist waaaaaaahr, Domna! Alles was ich sage ist wahr! Ich heiße Filignio und bin wirklich aus Schrotenstein! So glaubt mir doch!&amp;quot;, jaulte dieser, was kaum verwunderlich war, denn seine nackten Fußsohlen hingen nur eine Handbreit über einem rotglühenden Kohlebecken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Praiosmin schüttelte wenig überzeugt den Kopf und gab ihrem Gardisten Varmino ein Zeichen, der daraufhin das metallene Schwungrad betätigte und den Unglücklichen unter dem Rasseln der Kette noch etwas tiefer herabließ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gab einen zischenden Laut, als die nackten Füße Filignios kurz die glühenden Kohlen berührten, und er schrie markerschütternd auf. Er versuchte verzweifelt die Knie anzuwinkeln und seine Füße nach oben zu ziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Überlege dir besser gut, ob du mir weiter Märchen auftischen willst!&amp;quot;, warnte ihn Praiosmin ohne einen Hauch von Mitleid. &amp;quot;Wo steckt die verfluchte da Vanya? Von wo aus hat sie dich ausgeschickt?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich sage doch, Domna - ich kenne keine da Vanya!&amp;quot;, brüllte Filignio panisch. &amp;quot;Unser Baron heißt so - aber mit dem haben wir nichts zu schaffen, ganz im Gegenteil, er befehdet uns!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Runter mit ihm!&amp;quot;, befahl Praiosmin kopfschüttelnd. &amp;quot;Er lügt ja jedes Mal, wenn er den Mund aufmacht!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wieder sauste der Gefesselte mit den Fußsohlen in die Glut, und diesmal schrie er noch lauter. Gut, dass die Folterkammer im Keller des Palas' so dicke Mauern hatte - andernfalls wäre sein Geschrei&lt;br /&gt;
wohl bis hinauf in die Gastgemächer zu hören gewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einigen Herzschlägen zog Varmino den Delinquenten wieder nach oben, und es sprudelte sofort nur so aus ihm heraus: &amp;quot;Gütige Zwölfe im Himmel! Erbarmen! Wie ich Euch bereits sagte, wir haben Eure Schwester, Herrin, die edle Domna Rinalda Escalada! Mein Herr will 1000 Dukaten Lösegeld für sie haben, ich aber bereue all' meine Sünden und gelobe Euch, fortan ein rechtschaffenes Leben zu führen! Ich tue alles, was Ihr sagt, Herrin - und wenn es die allergeringste Arbeit ist, aber bitte habt Mitleid mit mir! Ich diene dem Doppel-Gasparo doch nur, weil er uns meiner Mutter geraubt hat - meinen Bruder und mich. Es war falsch, Eure Schwester zu rauben, wenn Ihr mich gehen lasst,&lt;br /&gt;
werde ich mich vor meinem Herrn dafür verwenden, Domna Rinalda sofort freizulassen und zu Euch zurückzusenden! Aber bitte habt Gnade, Herrin - ich bin nur ein schwacher, dummer Junge ...&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Praiosmin nickte zu den letzten Worten. &amp;quot;Damit hast du wohl recht - aber alles andere ergibt keinen Sinn - ich glaube vielmehr, dass du mich nach wie vor für dumm verkaufen willst. Ich bin meines Vaters einziges Kind, es gibt und gab keine Rinalda von Elenta! Auch kenne ich keinen Doppel-Gas ...&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Oh doch, Herrin! Die gibt es! Ich selbst habe ihr im Bachbett des Gambari eine Stange über den Kopf geschlagen! Aber ich wollte es gar nicht tun und sie auch nicht verletzen! Es war nur ... ich hatte etwas Angst vor ihr, denn Eure Schwester flucht gar fürchterlich, und sie ist das stärkste Weibsbild, das ich in meinem ganzen Leben gesehen habe!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Varmino wollte den Jungen gerade wieder herunterlassen, der ja doch nur Blödsinn von sich gab - aber die Reichsvogtin hatte bei den letzten Worten aufgemerkt und packte nun den Gefesselten am Kinn und zog ihn dicht zu sich selbst heran.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;So langsam wird mir Einiges klar! Und meine ... äh ... Schwester war es wohl auch, die mir eigenhändig die Nachricht schrieb, die du Unglücksseliger hierher getragen hast?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ja, ja, ja!&amp;quot;, nickte Filignio wie wild - hoch erfreut dass ihm die potthässliche mitleidlose Burgherrin anscheinend langsam endlich zu glauben begann. &amp;quot;Aber sie musste haargenau das schreiben, was mein Herr ... ähm ... also mein ehemaliger Fronherr, der Doppel-Gasparo, ihr auftrug zu schreiben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein gefährlicher Ausdruck trat in Praiosmins Augen, und sie drückte ihre langen Fingernägel in die Wangen des jungen Mannes. &amp;quot;Dann hat jener ... äh ... Doppel-Gasparo wohl auch selbst den Brief gelesen, nehme ich an? Wo wohnt dieser Mensch?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Am Schwarzen See, Herrin! Am Schwarzen See! Auf Burg Briesach im Schwarzen See!&amp;quot;, gestand Filignio sofort frei heraus, ehe er die Vettel wieder verärgerte und seine armen verbrannten Füße wieder in der Glut landeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Und meine ... Schwester ist dort? Als Gefangene?&amp;quot;, vergewisserte sich die Reichsvogtin nochmals lauernd.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ja, ja, ja! Es tut mir so leid, Herrin! Aber sie bekommt gut zu essen und es wird ihr gewiss kein Haar gekrümmt!&amp;quot;, stammelte Filignio entschuldigend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Praiosmin wandte sich an Varmino und zwei weitere Wachen, die links und rechts der Tür standen. &amp;quot;Herunter mit ihm! Prügelt ihn grün und blau und dann schmeißt diese Canaille hier zu den anderen Gefangenen ins Verlies! Diesem Gasparo und seiner Burg werden wir einmal einen Besuch abstatten, den er niemals vergessen wird!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ''Die Geschichte um Domnatella Romina wird hier fortgesetzt: [[Chronik.Ereignis1033 Feldzug Selaque 20|Schauplatz: Selaque, Teil 20]].''&lt;br /&gt;
* ''Die Geschichte um Domna Praiosmin und ihre Gäste wird hier fortgesetzt: [[Chronik.Ereignis1033 Feldzug Selaque 22|Schauplatz: Selaque, Teil 22]].''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
{{Chronik.Ereignis|Zurück=[[Chronik.Ereignis1033 Feldzug Selaque 17|Teil 17]]|Chronik:Jahr=Chronik:1033|Ereignisname=Der Ferkina-Feldzug|Teil=Teil 18|Weiter=[[Chronik.Ereignis1033 Feldzug Selaque 19|Teil 19]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chronik.Ereignis1033]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Von Scheffelstein</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://wiki.punin.de/index.php/Namqih_Solshid</id>
		<title>Namqih Solshid</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wiki.punin.de/index.php/Namqih_Solshid"/>
				<updated>2012-04-22T09:31:38Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;León de Vivar: format, kategorien - süßes Kamel ;)&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der sagenumwobene '''Namqih Solshid''' (tulam.: ''&amp;quot;der weinende Stein&amp;quot;'') ist ein Felsbrocken in einem Talkessel [[Bild:NamqihSolshid.jpg|right|thumb|450px|Der weinende Stein im Amhallassih]]der [[Amhallassihkuppen]], etwa auf halber Strecke zwischen dem [[Djafardâl]], dem Ort der Yrosienschlacht, und dem lebensfeindlichen [[Wadi Quaihadschan]], dem heißesten und trockensten Ort Almadas gelegen. Der Felsen ist untrennbar mit der Geschichte der [[Hadjinsunni von Yaquirtal|Heiligen Hadjinsunni]] verbunden. Aus der Vogelschau betrachtet, erinnert er entfernt an einen riesigen, in der Mitte gespaltenen Klauenabdruck eines Drachens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Legende des Namqih Solshid==&lt;br /&gt;
Der Sage nach floh der Knappe der heiligen Gräfin Hadjinsunni nach dem Heldinnentod seiner Herrin in der [[Annalen.Ereignis926 RON 29 Schlacht von Yrosien|Schlacht von Yrosien]] mit ihrer Waffe von der Walstatt im [[Djafardâl]], um wenigstens zu verhindern, dass ihre rondrageweihte Klinge - der rossknäufige Säbel ''Novadtod'' - in die unwürdigen Hände der ungläubigen Feinde fiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ihm der Fluchtweg gen Norden über den Yaquir verstellt war, musste er notgedrungen praioswärts fliehen - in Richtung der Wüste. Verwundet und völlig entkräftet, ohne jedes Zeichen von Wasser weit und breit, musste er schließlich in einem staubtrockenen Talkessel am Fuße der rötlichen Amhallassihkuppen Halt machen und beschloss weinend, die heilige Klinge lieber an einem Felsbrocken zu zerschlagen, als dass sie der Feind dereinst neben seiner verdursteten Leiche finden würde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allein, durch ein Wunder der Rondra zersplitterte bei seinem Versuch nicht die heilige Klinge, sondern stattdessen der Fels - der mächtige Felsbrocken war in der Mitte gespalten, wo ihn der geweihte Säbel getroffen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da fasste der Knappe der Gräfin, der in späteren Tagen zum Stammvater des [[Familia Chella|Hauses Chella]] werden sollte, neuen Mut und Göttinnenvertrauen und kehrte auf der Stelle gen Firun um. Lebend und unversehrt erreichte er das Yaquirtal, wo der Säbel seiner Herrin seither als kostbare Reliquie das Standeszeichen der königlichen Marschälle Almadas ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tempel/Heiliger Ort]][[Kategorie:Legende]][[Kategorie:Amhallassih]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>SteveT</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://wiki.punin.de/index.php/Eslamszopf</id>
		<title>Eslamszopf</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wiki.punin.de/index.php/Eslamszopf"/>
				<updated>2012-04-18T14:23:56Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;León de Vivar: Die Seite wurde neu angelegt: „Das Tragen eines '''Eslamszopfes''', eines streng nach hinten geflochtenen Haupthaarzopfes nach der Art und Sitte der guten Eslamidenkaiser, …“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das Tragen eines '''Eslamszopfes''', eines streng nach hinten geflochtenen Haupthaarzopfes nach der Art und Sitte der guten [[Eslam von Almada|Eslamidenkaiser]], ist in Almada jedem Freien, Priester und Edelmann gestattet. [[Fellache]]n müssen darauf verzichten. Der Eslamszopf setzt in der Regel oberhalb des Nackens an und verläuft in gerader Linie bis zwischen die Schulterblätter, je nach Haarlänge auch weiter, wo er mit einer Schleife zusammen gebunden wird. Herren kombinieren diese traditionelle Haartracht gerne mit einem [[Kaiser-Alrik-Schnauzer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Almadanis lernen von Kindesbeinen an sich diesen Zopf mit dem Händen hinter dem Haupt selbst zu flechten und können dies selbst in den ungewohntesten und schwierigsten Situationen verrichten. Nichtsdestotrotz gibt es Barbiere und Kammerzofen, die wahre Meisterinnen im Zopfflechten sind und durch komplizierte Flechtmuster bestaunenswerte Kunstwerke herstellen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerne behaupten die Almadanis, dass jene gepuderten Perücken, welche im [[lfwiki:Liebliches Feld|Lieblichen Feld]] in der Regierungszeit der Königin [[lfwiki:Amene III.|Amene III.]] in Mode kamen, der gescheiterte Versuch der südlichen Nachbarn sei, die unnachahmliche Zopfflechtkunst der almadanischen Barbiere zu kopieren - wen wundert's, dass sie wieder verschwunden sind? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>León de Vivar</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://wiki.punin.de/index.php/Tenzone</id>
		<title>Tenzone</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wiki.punin.de/index.php/Tenzone"/>
				<updated>2012-04-18T14:22:05Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;León de Vivar: Die Seite wurde neu angelegt: „Als '''Tenzone''', in der Grafschaft Waldwacht auch als ''Tensón'', bezeichnet der Almadani die Dichtung eines Trovere im Sängerwettstreit. Die Tenzone ist …“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als '''Tenzone''', in der Grafschaft Waldwacht auch als ''Tensón'', bezeichnet der Almadani die Dichtung eines [[Trovere]] im Sängerwettstreit. Die Tenzone ist dabei in der Regel ein humorvolles, von mehreren Troveres abwechselnd gesungenes Spottlied oder -gedicht, mit dem Gegenspieler, Mächtige, Landstriche und Städte bedacht werden. Die Thematik kann variieren. Andere bekannte Liedformen sind die [[Canzone]] und das [[Klagelied]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bekannte almadanische Lieder und Gedichte findet Ihr [[Almadanisches Liedgut|hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>León de Vivar</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://wiki.punin.de/index.php/Canzone</id>
		<title>Canzone</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wiki.punin.de/index.php/Canzone"/>
				<updated>2012-04-18T14:17:18Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;León de Vivar: artikel&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als '''Canzone''' [vulg.-bosp.: &amp;quot;Lied&amp;quot;], in der Grafschaft Waldwacht bisweilen auch ''Canción'', bezeichnet der Almadani die Dichtung eines [[Trovere]]. Die Canzone ist dabei in der Regel ein verherrlichendes oder gar Liebeslied auf eine Freundin, Angebetete, Landstrich, Herrscherin, oder gar Göttin. Es wird instrumental begleitet. Andere bekannte Liedformen sind die [[Tenzone]] und das [[Klagelied]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bekannte almadanische Lieder und Gedichte findet Ihr [[Almadanisches Liedgut|hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>León de Vivar</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://wiki.punin.de/index.php/Gracioso</id>
		<title>Gracioso</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wiki.punin.de/index.php/Gracioso"/>
				<updated>2012-04-18T14:14:13Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;León de Vivar: Die Seite wurde neu angelegt: „Mit der Anrede '''Graciosa''' oder '''Gracioso''' [vulg.-bosp.: &amp;quot;liebreizend, anmutig&amp;quot;] versuchen Schmeichler und Bewunderer häufig die Zuneigung eines jungen He…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Mit der Anrede '''Graciosa''' oder '''Gracioso''' [vulg.-bosp.: &amp;quot;liebreizend, anmutig&amp;quot;] versuchen Schmeichler und Bewunderer häufig die Zuneigung eines jungen Herrn oder einer junge Dame zu gewinnen. Wie viele Begriffe der almadanischen [[Cortezza]] stammt die Anrede aus dem Umfeld der Rahjakirche. Geweihte und Gläubige der Schönen Göttin sprechen sich gerne gegenseitig als Graciosa oder Gracioso an. Bisweilen wird Graciosa auch als [[Name|Beiname]] verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von so manchem weniger rahjanisch gesinnten Almadani mag die Anrede jedoch als zu vertraulich abgelehnt werden. Davon abgeleitet, kann Gracioso auch abwertend im Sinne von Schönling oder Jungspund verwendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>León de Vivar</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://wiki.punin.de/index.php/Rustikal</id>
		<title>Rustikal</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wiki.punin.de/index.php/Rustikal"/>
				<updated>2012-04-18T14:12:13Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;León de Vivar: Die Seite wurde neu angelegt: „'''Rustikal''' [bosp.: &amp;quot;der Bäuerliche&amp;quot;] ist eine etwas schwammige Bezeichnung almadanischer Adliger und Patrizier für einen Angehörigen des gemeinen Landvolks…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Rustikal''' [bosp.: &amp;quot;der Bäuerliche&amp;quot;] ist eine etwas schwammige Bezeichnung almadanischer Adliger und Patrizier für einen Angehörigen des gemeinen Landvolks. Er schließt sowohl freie Landsassen als auch unfreie [[Fellache]]n mit ein. Der Begriff ist seit bosparanischer Zeit belegt, hat aber möglicherweise einen Bedeutungswandel erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>León de Vivar</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://wiki.punin.de/index.php/Fellache</id>
		<title>Fellache</title>
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				<updated>2012-04-18T14:10:55Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;León de Vivar: Die Seite wurde neu angelegt: „Die '''Fellachin''' oder der '''Fellache''' [tul.: &amp;quot;Bauer&amp;quot;, Mehrzahl: die Fellachen] ist ein Angehöriger der großen Schicht von Unfreien in Almada. Das tulamidi…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die '''Fellachin''' oder der '''Fellache''' [tul.: &amp;quot;Bauer&amp;quot;, Mehrzahl: die Fellachen] ist ein Angehöriger der großen Schicht von Unfreien in Almada. Das tulamidische Wort bezeichnete einst die unter dem bosparanischen Kaiser [[lfwiki:Murak-Horas|Murak-Horas]] nach Almada zwangsumgesiedelten Kriegsgefangenen aus Tulamidistan in Abgrenzung zu den meist freien [[Rustikal]]en. Heute sind damit jedoch alle Leibeigenen, egal welcher Abstammung, gemeint. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fellachen sind auf Gedeih und Verderb an ihren [[Soberan]] gebunden. Sie dürfen sein Land nicht verlassen, müssen aber andererseits auch keinen Waffendienst leisten. Sie können nur mit seiner Zustimmung heiraten, werden von ihm jedoch vor Gericht vertreten. Sie leisten schwere Fronarbeit auf den Feldern, auf den Weiden sowie in den Weinbergen des Soberans und müssen hohe Abgaben leisten, werden aber von diesem wie unmündige Kinder vor dem Hungertod, dem Krieg und anderen Gräueln bewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa zwei Drittel aller Almadanis sind mit Leib und Leben einem meist adligen Herrn zu Eigen. Äußerlich kenntlich sind die Fellachen durch ihr kurzgeschorenes Haupt, das verhindert, dass sie ihr Haar zu einem [[Eslamszopf]], dem Standeszeichen für Freie und Adlige, binden können. Das Tragen eines Bartes ist ihnen jedoch erlaubt. Wer als Fellache seinem Herrn entflieht und sich vor diesem zwölf Monde in einer freien Stadt verbergen kann, gilt als frei - sichtlich wird das durch das nachgewachsene Haar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>León de Vivar</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://wiki.punin.de/index.php/Magnatenschaft</id>
		<title>Magnatenschaft</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wiki.punin.de/index.php/Magnatenschaft"/>
				<updated>2012-04-18T14:08:01Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;León de Vivar: Die Seite wurde neu angelegt: „Eine '''Magnatenschaft''' bezeichnet wahlweise das seit mindestens vier Generationen innerhalb der selben Familie vererbte Land eines Magnaten oder die Gesamt…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Eine '''Magnatenschaft''' bezeichnet wahlweise das seit mindestens vier Generationen innerhalb der selben Familie vererbte Land eines [[Magnat]]en oder die Gesamtheit aller Magnaten. Es kann wahlweise ein Junkergut oder eine Baronie, selten auch eine gesamte Grafschaft umfassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Auflistung der Lehen, auf welche diese Definition zutrifft, findet Ihr in der [[:Kategorie:Magnatenschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>León de Vivar</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://wiki.punin.de/index.php/Dominie</id>
		<title>Dominie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wiki.punin.de/index.php/Dominie"/>
				<updated>2012-04-18T14:07:00Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;León de Vivar: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Dominie''' ist in Almada ein allgemeiner Begriff für ein dem Niederadel verliehenes Stück Land, sei es ein Junkergut, ein Edlengut oder ein Caballerogut. Galt das Wort früher für allen Landbesitz, so hat sich heute als Bezeichnung für die Güter der [[Magnat]]en, also für Barone und Junker von mindestens vierschildriger Abkunft, die [[Magnatenschaft]] eingeprägt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Übersicht über alle Dominien findet Ihr in der [[:Kategorie:Dominie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>León de Vivar</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://wiki.punin.de/index.php/Dom</id>
		<title>Dom</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wiki.punin.de/index.php/Dom"/>
				<updated>2012-04-18T14:03:15Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;León de Vivar: /* Dom oder Domna */ ok, warum nicht.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Mit der Ehrenbezeugung '''Domna''' [vulg.-bosp.: &amp;quot;Herrin&amp;quot;] oder '''Dom''' [&amp;quot;Herr&amp;quot;] werden im Mittäglichen Königreich ehrenwerte oder angesehene Personen angesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Historie==&lt;br /&gt;
In seiner Urform ''Domina'' bzw. ''Dominus'' ist der Ausdruck bereits seit bosparanischer Zeit am Oberlauf des [[Yaquir]] belegt und hat sich in den vergangenen Jahrhunderten zu seiner heutigen Form verschliffen. Ursprünglich bezeichnete es einen uneingeschränkten Herrn einer [[Dominie]], also eines ausgedehnten Landguts. Nach Gründung des Raulschen Reiches beanspruchten zunächst die [[Magnat]]en, die adligen Großgrundbesitzer, die Anrede ''Dom'' für sich, die ihnen von ihren Aftervasallen, ihren [[Rustikal]]en und ihren [[Fellache]]n schon seit langem ehrerbietig entgegen gebracht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Aufstieg des Niederadels in die [[Landstände]]versammlung unter Kaiser [[Valpo von Almada|Valpo]] jedoch wurden die Grenzen allmählich verwischt und auch Edle und Caballeros ließen sich als Doms und Domnas ansprechen - zum großen Missfallen der Magnaten, die sich eines weiteren Alleinstellungsmerkmals beraubt sahen. In späteren Tagen weichte sich die Exklusivität dieser Ansprachen noch weiter auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wie der Adel dieser Tage spricht==&lt;br /&gt;
Im Allgemeinen ist es von äußerster Wichtigkeit für den Edelmann oder die Edeldame, im Gespräch die persönliche Beziehung zum Angesprochenen für alle Zuhörer deutlich zu machen, so dass alle am Gespräch beteiligten wissen, wem die Rede gilt (und wem nicht). Dazu bedient er sich verschiedener Titulierungen, die im Folgenden vorgestellt werden. Ein schlichtes Weglassen dieser personalisierten Anrede gilt, nicht nur in Adelskreisen, als äußerst plump und mag sogar Verwirrung stiften, weil sich niemand angesprochen fühlt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===''Dom'' oder ''Domna''===&lt;br /&gt;
Im Adel des Königreichs Almada ist die Anrede mit ''Dom'' oder ''Domna'' die gängigste - nicht zuletzt, weil sie eine recht sichere Möglichkeit bietet die gefährlichen Klippen der hochfeinen [[Cortezza]] mit ihren Titulierungen zu umschiffen. Gleichzeitig schafft sie die Illusion einer Ebenbürtigkeit der Gesprächspartner, die gerade für den Zusammenhalt der [[Nobleza]] von nicht zu unterschätzender Bedeutung ist. Doch auch hier gibt es Unterschiede:&lt;br /&gt;
*'''Anrede mit Vornamen:''' Als gegenseitige Ehrbezeugung unter Adligen (und Patriziern) wird die Anrede ''Dom'' bzw. ''Domna'' in der Regel mit dem Eigennamen des Angesprochenen kombiniert: &amp;quot;Das ist ja ein höchst amüsanter Gedanke, Domna Rahjada&amp;quot;, &amp;quot;Wollt's mir pardonnieren, Dom Gargano, dass ich mich für ein Sekündchen empfehle&amp;quot; oder &amp;quot;Hat Euch Domna Rondralda bereits auf das exquisite Punipan aufmerksam gemacht, das unser geliebter Kanzler wieder hat servieren lassen, Dom Sumudan?&amp;quot; &lt;br /&gt;
*'''Anrede ohne Vornamen:''' Lässt ein Adliger einem anderen Adligen gegenüber den Vornamen weg und spricht ihn nur mit ''Dom'' oder ''Domna'' an, ist dies entweder als besondere Höflichkeit zu betrachten oder aber ein klares Zeichen der Abschätzigkeit. &amp;quot;Es ist mir eine Ehre, Domna!&amp;quot;, wird wohl eher als Ersteres, &amp;quot;Nun, Dom, Ihr habt es nicht anders gewollt!&amp;quot; eher als Letzteres anzusehen sein.&lt;br /&gt;
*'''Anrede mit Familiennamen:''' Die Anrede ''Dom'' in Kombination mit dem Familiennamen ist im Adel äußerst unüblich. In der Grafschaft Ragath allerdings ist sie bei jüngeren Adligen jüngst in Mode gekommen und gilt als sehr förmlich, wenn auch manch älteres Mitglied der Nobleza eine solch scheinbare Fahrlässigkeit mit einem Stirnrunzeln quittieren mag. Während ein [[Moritatio da Vanya]] es höflich findet, wenn er als &amp;quot;Dom da Vanya&amp;quot; angeredet wird, mag sich seine elf Jahre ältere Base Richeza von Scheffelstein durchaus wundern, wenn man sie als &amp;quot;Domna von Scheffelstein&amp;quot; oder gar nur &amp;quot;Domna Scheffelstein&amp;quot; anspricht. Selten als Anrede gebraucht, aber häufig in der Dichtkunst oder Liedern anzutreffen, ist in diesem Zusammenhang das garetische ''Frau'' und ''Herr'' (statt Domna und Dom): &amp;quot;So will ich Euch singen von der Frau von Scheffelstein&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===''Domnito'', ''Domnita'' oder ''Domnatella''===&lt;br /&gt;
Für noch unmündige Kinder von Adligen wurde aus Dom bzw. Domna die Anrede '''Domnito''' oder '''Domnita''' [&amp;quot;kleiner Herr&amp;quot;; &amp;quot;kleine Herrin&amp;quot;] abgeleitet. Für junge Damen im 'besten heiratsfähigen Alter' schließt sich meist die Anrede '''Domnatella''' an. Ab wann eine junge Dame als Domnatella und ein junger Mann als Dom zu bezeichnen sind, liegt oftmals im Ermessen des Gesprächspartners, ebenso, wann aus einer Domnatella eine Domna wird, und es gibt regionale Unterschiede, wann eine solche Bezeichnung eher als freundlich oder als grobe Beleidigung zu betrachten ist. &lt;br /&gt;
*'''Selbstbild:''' So hat schon mancher stolze Siebzehnjährige den Fehdehandschuh geworfen, wenn man ihn mit ''Domnito'' anredete, obwohl anderswo kein Mann ein ''Dom'' ist, der keinen [[Kaiser-Alrik-Schnauzer]] vorweisen kann oder nicht wenigstens seine Knappenzeit beendet hat. Im ehrversessenen Almada ist die Anrede daher stets Verhandlungssache zwischen dem Selbstbild und der Außenwirkung.&lt;br /&gt;
*'''Cortezza:''' Eine Vierzehnjährige, die als ''Domnatella'' bezeichnet wird, mag sich geschmeichelt fühlen, während sie vielleicht beleidigt ist, mit sechsundzwanzig immer noch so angeredet zu werden. Eine andere Dame hingegen, im selben Alter, findet es charmant, noch als jugendlich angesehen zu werden.&lt;br /&gt;
*'''Erreichen der Mündigkeit:''' Allein eine Hochzeit oder das Führen eines mit Land verbundenen Titels führen fast immer dazu, dass ein ''Domnito'' zum ''Dom'' und eine ''Domnita'' zur ''Domna'' wird, denn dann haben der Knabe oder die Maid die Mündigkeit erreicht. Sie gelten als vollkommen rechts- und satisfaktionswürdige Personen. Ein Mann, der eine vermählte Frau mit Anfang oder Mitte Zwanzig noch als ''Domnatella'' anspricht, begeht daher einen groben Etikettefehler. Allerdings: Mit einem hintergründigen Lächeln vorgetragen, mag ein Galan der Angebeteten vielleicht dadurch bedeuten, dass sie ihre jugendliche Schönheit nicht an den alternden Gemahl verschwenden, sondern lieber mit ihm teilen solle. Spricht er sie allerdings gar als ''Domnita'' an, wird sie ihn bestenfalls für verrückt und ungebildet halten.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Weitere Anreden===&lt;br /&gt;
Die Komplexität der almadanischen Cortezza erschöpft sich nicht in diesen Anreden. Über ''Dom'' und ''Domna'' sowie ihre Ableitungen hinaus gibt es viele weitere Möglichkeiten, derer sich almadanische Adlige bedienen.&lt;br /&gt;
*'''Anrede mit förmlichem Titel:''' Gerade gegenüber Höhergestellten gilt es als höflich, statt der Anrede mit ''Dom'' oder ''Domna'' den korrekten Titel zu verwenden, also je nach Stand &amp;quot;Euer Hochgeboren&amp;quot;, &amp;quot;Euer Hochwohlgeboren&amp;quot;, &amp;quot;Eure Durchlaucht&amp;quot; oder ähnliches. Allerdings wird auf die Wahrung der Etikette bei Adligen untereinander meist nur im höfischen Umfeld oder zu offiziellen Anlässen Wert gelegt. Den Landesherrscher auf seinem Thron mit einem schlichten &amp;quot;Dom Gwain&amp;quot; anzusprechen, gilt als Majestätsbeleidigung. Während einer [[Campanya]] oder beim Gespräch auf der Veranda einer Landvilla wird auf derlei Förmlichkeit dagegen gerne verzichtet. Ein Verzicht auf das ''Dom'' oder ''Domna'' und die Verwendung des Titels können auch der Herstellung von Distanz dienen, &amp;quot;wie Euer Wohlgeboren sicher verstehen werden&amp;quot;.  &lt;br /&gt;
*'''Anrede allein mit dem Vornamen:''' Eine Anrede allein mit dem Vornamen, also ohne ''Dom'' oder ''Domna'' davor, gilt als sehr vertraut und ist an sich nur innerhalb der Familie, unter Liebenden oder zwischen sehr engen Freunden üblich. Unter Fremden steht das erstmalige Weglassen des ''Doms'' oder der ''Domna'' üblicherweise nur der oder dem Höhergestellten zu. Dabei entscheidet die Beziehung zwischen zwei Personen darüber, ob die Anrede als Höflichkeit oder Beleidigung aufgefasst wird. Ein Junker, der seiner Baronin schöne Augen macht, mag es schmeichelhaft finden, wenn sie ihn mit &amp;quot;mein lieber Talfan&amp;quot; anredet. Ein anderer wird sie erbost darauf hinweisen, dass er kein [[Rustikal]] sei, wenn sie ihn auffordert: &amp;quot;Alrico, berichtet noch einmal, was Ihr gesehen habt.&amp;quot; &lt;br /&gt;
*'''Anrede allein mit dem Familiennamen oder Lehen:''' In Almada ist es nicht unüblich, im Gespräch über einen anderen Adligen, nur dessen Nachnamen oder Lehen zu verwenden: &amp;quot;Seht nur dort, der Hornenfurter!&amp;quot;, &amp;quot;Wo ist der Creser dieser Tage?&amp;quot;, &amp;quot;Ist nicht die junge Vivar eine rechte Augenweide?&amp;quot; Vor allem in militärisch geprägten Kreisen ist eine solche Anrede durch den Vorgesetzten durchaus üblich: &amp;quot;Alcorta, Ihr übernehmt den linken Flügel, ich die Front.&amp;quot; Spricht ein Adliger einen anderen nur mit dem Familien- oder Lehensnamen an, drückt dies hingegen meist eine beabsichtigte Distanz oder gar Respektlosigkeit aus: &amp;quot;Nehmt dies, Streitzig!&amp;quot;, &amp;quot;Das werden wir noch sehen, Ferbras!&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Anreden innerhalb der Familia===&lt;br /&gt;
In der Familia gilt die [[Soberan]]a als ehrwürdigste Person. Ihr wird von allen anderen Familienmitglieder größter Respekt gezollt. Es ist es jedoch unüblich, direkte Blutsverwandte mit ''Dom'' oder ''Domna'' zu sprechen. Daher kommt den Verwandtschaftsbezeichnungen eine größere Bedeutung zu. Den Vater als &amp;quot;Herr Vater&amp;quot;, den Oheim als &amp;quot;Oheim&amp;quot; und die Base als &amp;quot;teure Base&amp;quot; anzusprechen, ist immer korrekt. Feinheiten gelten aber beim &amp;quot;Duzen&amp;quot; und &amp;quot;Ihrzen&amp;quot;:&lt;br /&gt;
*'''Duzen:''' Familienmitglieder derselben oder einer jüngeren Generation, also Geschwister und nahe Vettern und Basen, aber auch Kinder und Enkelkinder werden meist geduzt, häufig auch mit dem Vornamen angeredet: &amp;quot;Lass bloß mein Steckenpferd in Ruhe, Raúl, sonst sage ich es dem Vater!&amp;quot; &lt;br /&gt;
*'''Ihrzen:''' Familienmitgliedern einer vorangegangenen Generation gegenüber ist eine Höflichkeitsanrede mit ''Ihr'' üblich. Sind diese sehr vertraut oder nahezu gleich alt, gestatten sie bisweilen die Anrede mit dem Vornamen angeredet. Sind sie aber deutlich älter, spricht man sie auf jeden Fall mit der Verwandtschaftsbezeichnung an: &amp;quot;Sehr wohl, Oheim&amp;quot;, &amp;quot;Obacht, Tante!&amp;quot; oder &amp;quot;Entschuldigt vielmals, Großvater!&amp;quot;&lt;br /&gt;
*'''Entfernte Verwandtschaft:''' Deutlich ältere Vettern und Basen werden nicht selten ebenfalls &amp;quot;geihrzt&amp;quot;. Dasselbe gilt für entfernte Vettern und Basen ab dem dritten Verwandtschaftsgrad. Diese werden sogar oftmals ''wie Fremde'' angeredet (&amp;quot;Domna Rosalija&amp;quot;), je nachdem, wie sorgfältig eine Familia ihren Stammbaum pflegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wie Bürger miteinander sprechen==&lt;br /&gt;
In unseren heutigen Tagen werden auch Bürgerliche, die unter den ihren als besonders angesehen gelten, beispielsweise Ratsherrinnen oder Zunftmeister, auf diese Weise adressiert. Oftmals verwenden Bürgerliche untereinander jedoch den Nachnamen, sprechen also von 'Dom Albizzi' oder 'Domna Galandi'. In Punin ist auch die Kombination mit dem Vornamen nicht ungewöhnlich, wenn auch vom dortigen Stadtadel alles andere als gerne gehört. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die [[Punin]]er Bürger nennen ihre Heimatstadt ''die Domna'' um zu verdeutlichen, dass die reichsstädtische Gemeinschaft einem Adligen (mindestens) ebenbürtig sei. Nichtsdestotrotz hat Punin keine Stimme in der Landständeversammlung. Schließlich werden bisweilen sogar die Götter mit der Anrede bedacht: &amp;quot;Allzeit gerechter Dom Praios&amp;quot; und &amp;quot;Im Namen unserer gütigen Domna Peraine&amp;quot; sind Gebetsformeln, die man immer häufiger hört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht selten ist auch die Anrede '''Maestro''' oder '''Maestra''' [vulg.-bosp.: &amp;quot;Meister(in)&amp;quot;], die darauf verweist, dass der Angesprochene die Meisterschaft in einem Handwerk, einem Gewerbe oder einer Kunst besitzt. Dies gilt auch für Magier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Bürgerlichen mit Dom oder Domna anzureden, würde einem traditionsbewussten Mitglied der Nobleza jedoch im Traum nicht einfallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wie Rustikale ihren Herrn ansprechen==&lt;br /&gt;
Ginge es nach so manchem traditionsbewussten [[Magnat]]en, so sollten [[Rustikal]]e ihren Herrn eigentlich überhaupt nicht ansprechen - vielmehr sollen sie fleißig ihr perainegefälliges Tagewerk verrichten und sich dabei möglichst unauffällig verhalten. Auch die Rustikalen, die häufig als [[Fellache]]n Leibeigentum ihres Herrn sind, scheuen davor zurück, das Wort an ihren Dom zu richten. Bisweilen lässt es sich jedoch nicht vermeiden.&lt;br /&gt;
*'''Anrede mit Dom oder Domna:''' Als Ehrbezeugung eines nichtadligen Untergebenen für seinen Herrn werden ''Dom'', ''Domna'' und ihre Ableitungen in der Regel ohne den Eigennamen verwendet - denn der eigene Dom ist ''der'' Dom. &amp;quot;Ganz wie Ihr wünscht, Dom&amp;quot;, &amp;quot;Eure Karosse steht bereit, Domna&amp;quot; oder &amp;quot;Eure Hochgeborene Frau Mutter hat mich aber beauftragt den Boden zu schrubben, Domnita&amp;quot; sind typische Untertanensätze. &lt;br /&gt;
*'''Förmliche Anrede:''' Wer häufiger seine [[Latifundia]]s verlässt um in die Städte zu fahren, wird in der Regel von Lakaien, Dienstboten, bewaffneten Knechten und ähnlichen dienstbaren Geistern begleitet. Er tut wohl daran ihnen die förmlichen Anreden &amp;quot;Euer Wohlgeboren&amp;quot; beizubringen, denn wenn der Dom in [[Punin]] von seinem Bannerträger mit einem schlichten, unterwürfigen ''Dom'' angesprochten wird, so ist bewiesen, dass beide aus der Provinz stammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur]][[Kategorie:Glossar]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>León de Vivar</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://wiki.punin.de/index.php/Cortezza</id>
		<title>Cortezza</title>
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				<updated>2012-04-18T13:58:45Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;León de Vivar: Die Seite wurde neu angelegt: „Die hohe Kunst der '''Cortezza''' [vulg.-bosp.: &amp;quot;Höflichkeit&amp;quot;], im Ragatischen ''Cortezia'', in der Grafschaft Waldwacht bisweilen auch ''Cortes…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die hohe Kunst der '''Cortezza''' [vulg.-bosp.: &amp;quot;Höflichkeit&amp;quot;], im [[Ragatien|Ragatischen]] ''Cortezia'', in der [[Grafschaft Waldwacht]] bisweilen auch ''Cortesía'' genannt, beherrschen nur die Allerwenigsten in ihrer Vollendung. Verfeinert durch jahrhundertelanges Wirken der Rahjakirche in Almada, haben das Wahren und Kennen der Benimmregeln, die korrekte Wahl der Anrede, die höfliche Eloquenz, der salbungsvolle Minnedienst und die wohlfeile Schmeichelei derart komplexe Formen angenommen, dass sich selbst ein Hochadliger ohne es zu wollen &amp;quot;im Ton vergreifen&amp;quot; kann - und dann möglicherweise eine Duellforderung am Halse hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Cortezza besitzt, der beweist, dass er in edlen Kreisen umgangswürdig ist. Dabei besteht ein himmelweiter Unterschied zwischen den scharfen und sich ständig fortentwickelnden Regeln am Puniner Hofe - wo diese schließlich ausgeprägt wurden - und den Richtlinien, die in den Provinzen gelten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einige ausgewählte almadanische Höflichkeitsregeln==&lt;br /&gt;
*Vor den almadanischen Landesherrscher darf nur barhäuptig getreten werden. [[Magnat]]en haben allerdings das Recht ihr Haupt wieder zu bedecken, sobald der König oder der Hofmarschall ein Zeichen dazu gibt. Dadurch heben sie sich sichtbar vom restlichen Adel und dem gewöhnlichen Volke ab.&lt;br /&gt;
*Dem almadanischen Landesherrscher oder einem Grafen die Kehrseite zu zeigen, ist eine schwere Beleidigung. Höflinge werden daher von Klein auf darin geschult, dem Herrscher immer das Gesicht zuzuwenden.&lt;br /&gt;
*Verwandte sowie Personen von gleichem Stand (z. B. zwei Barone) begrüßen einander mit einem Kuss auf beide Wangen um einander und vor allen anderen ihre Verbundenheit und Ebenbürtigkeit zu verdeutlichen. Dies gilt auch für verfeindete Adlige. Die Möglichkeiten, die der Wangenkuss - vom angedeuteten, lautlosen Luftkuss bis zum dreifachen Schmatzer auf die Wangen - bietet, sind allerdings so vielfältig, dass ein guter Kenner der Etikette schnell weiß, wie sich zwei Personen gegen über stehen.&lt;br /&gt;
*Magnaten können sich unter einander anstatt mit formellen Anrede wie &amp;quot;Euer Hochgeboren&amp;quot; auch mit [[Dom]] (+Vorname des Gegenübers) ansprechen. Inzwischen hat sich diese Mode im gesamten Adel verbreitet. Ursprünglich stammt diese Ansprache, allerdings ohne den Eigennamen, von den [[Rustikal]]en und [[Fellache]]n, die sich so ehrerbietig ihrem Herrn näherten.&lt;br /&gt;
*Ein Hand- oder Ringkuss gilt als tiefe Ehrbezeugung, die gerade gegenüber hochrangigen Geweihten gerne verwendet wird. Unter freiem Himmel ist er allerdings aus unerfindlichen Gründen eine Beleidigung.&lt;br /&gt;
*In einer Streitigkeit ein Gericht anzurufen, wo diese durch eine [[Querella]] lösbar wäre, gilt unter Magnaten als äußerst schlechter Stil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>León de Vivar</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://wiki.punin.de/index.php/Callada</id>
		<title>Callada</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;León de Vivar: Die Seite wurde neu angelegt: „Als '''Callada''' [sprich: Kajáda; vulg.-bosp.: &amp;quot;Verschwiegenheit, Schweigepflicht&amp;quot;] wird in Almada zwei verschiedene, jedoch mit einander in Beziehung stehende …“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als '''Callada''' [sprich: Kajáda; vulg.-bosp.: &amp;quot;Verschwiegenheit, Schweigepflicht&amp;quot;] wird in Almada zwei verschiedene, jedoch mit einander in Beziehung stehende Phänomene beschrieben. Zum einen bezeichnet das Wort die schweigende Zustimmung von Adel und Volk des Königreiches zu den Handlungen ihres Herrschers - nach dem Motto: &amp;quot;so lange niemand ein Widerwort spricht, mag der Fürst mit Borons Gnade schalten und walten, wie es ihm beliebt.&amp;quot; Diese erstaunliche Einigkeit der ansonsten höchst streitlustigen Almadanis ist die stillschweigende Voraussetzung dafür, dass der Fürst auch ohne die ständige Rückbindung an die nur selten tagenden [[Landstände]] das Königreich verwalten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der anderen Seite folgt daraus auch eine gewisse Entfremdung der [[Magnat]]en und ihrer Aftervasallen von der [[Residencia]], in deren [[Hof-Seanca|Kabinetten]] und [[Hof-Camarilla|Kämmerlein]] häufig Entscheidungen über Wohl und Wehe Almadas getroffen werden, von denen der Adel auf seinen [[Hacienda]]s erst viel Wochen, Monate oder gar Jahre Nachricht erhält. Daher kann die Callada auch das verschwiegene Geschacher und Geklüngel um Ämter, Macht und Einfluss bei Hofe bezeichnen, das Punin schon früh den Ruf einer wahren Natterngrube eingebracht hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]][[Kategorie:Politik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>León de Vivar</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://wiki.punin.de/index.php/Caballero</id>
		<title>Caballero</title>
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				<updated>2012-04-18T13:50:48Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;León de Vivar: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Caballera''' oder '''Caballero''' [sprich:Kabajéro] ist das almadanische Wort für eine Rittsfrau oder einen Ritter. Ein Caballero ist in der Regel ein Gefolgsmann eines Barons, steht jedoch im Rang unter dem Junker. Genauso wie bei einer Edlen sind Titel und eventuelle Güter in der Regel nicht erblich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Almadanis fassen den Begriff allerdings etwas weiter als das im restlichen Mittelreich gebräuchliche &amp;quot;Ritter&amp;quot; - eine Caballera muss nicht unbedingt eine Knappschaft durchlaufen und eine Schwertleite erhalten haben um diesen Titel zu führen. Auch sind Caballeros längst nicht mehr ausschließlich schwer gepanzerte Berittene, wie sie das Regiment der [[Ragather Schlachtreiter]] hervorbringt. Gerade in rondrianisch geprägten Familien und in [[Ragatien]] kommt diese Ausbildungsform jedoch immer noch häufig vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für viele Bürgerliche ist ein Ritterschlag allerdings die einzige Möglichkeit in den Adel aufzusteigen. Rittertugenden und Minnedienst, wie sie in [[Haferyaquirien|haferyaquirischen Gefilden]] verbreitet sind, bedeuten einem almadanischen Caballero daher weniger denn der gesellschaftliche Status - schließlich haben Caballeros Sitz und (eine) Stimme in der almadanischen [[Landstände]]versammlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Übersicht über Träger dieses Titels findet Ihr in der [[:Kategorie:Caballero]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]][[Kategorie:Titel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>León de Vivar</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://wiki.punin.de/index.php/Annalen.Ereignis_1032_RAH_Hern%C3%A1n_von_Aranjuez_erobert_Oberfels</id>
		<title>Annalen.Ereignis 1032 RAH Hernán von Aranjuez erobert Oberfels</title>
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				<updated>2012-04-18T13:46:13Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Der Sinnreiche Junker von Aranjuez: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{ZeitleisteKörper|Datum=Ende RAH [[Annalen:1032|1032]]|Ort=[[lfwiki:Oberfels|Oberfels]]|Ereignis=In diesen glorreichen Tagen erobert der [[Ragatien|ragatische]] [[Condottiere]] [[Hernán von Aranjuez]] für Domna [[lfwiki:Josmina von Bregelsaum|Josmina von Bregelsaum]], Gräfin von [[lfwiki:Grafschaft Bomed|Bomed]], den befestigten Platz Oberfels. Dom [[lfwiki:Mondino von Calven-Imirandi|Mondino von Calven-Imirandi]], Verursacher der ''[[Oberfelser Bluttat]]'' und Stadtkommandant für den [[Taifa]]do [[lfwiki:Horasio della Pena|Horasio della Pena]], wird arretiert.|Quelle=[[YB-S Oberfels gefallen|YB-S]]}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Annalen.Ereignis1032|Annalen.Ereignis1032 12]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>León de Vivar</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://wiki.punin.de/index.php/Annalen.Ereignis_1032_TSA_Goldene_Distel_in_Inostal</id>
		<title>Annalen.Ereignis 1032 TSA Goldene Distel in Inostal</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wiki.punin.de/index.php/Annalen.Ereignis_1032_TSA_Goldene_Distel_in_Inostal"/>
				<updated>2012-04-18T13:43:23Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;León de Vivar: hat „Annalen.Ereignis 1032 TSA Goldene Distel in Inostal“ nach „Annalen.Ereignis1032 TSA Goldene Distel in Inostal“ verschoben&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{ZeitleisteKörper|Datum=TSA [[Annalen:1032|1032]]|Ort=[[Inostal]]|Ereignis=In diesem Mond wird die Garnison des Dom [[Leonato von Culming]] im [[Alcazar von Inostal]] durch den [[lfwiki:Liebliches Feld|liebfeldischen]] [[Condottiere]] [[lfwiki:Cardolfo della Carenio|Cardolfo della Carenio]] und sein bannerstarkes Terzio ''[[lfwiki:Goldene Distel|Goldene Distel]]'' verstärkt. Dom Cardolfo ist beauftragt den gefährlichen Brigantero [[El'Fenneq]] aufzuspüren.|Quelle=}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Annalen.Ereignis1032|Annalen.Ereignis1032 08]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>León de Vivar</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://wiki.punin.de/index.php/Annalen.Ereignis_1032_BOR_Yantur_von_Pildek_kehrt_heim</id>
		<title>Annalen.Ereignis 1032 BOR Yantur von Pildek kehrt heim</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wiki.punin.de/index.php/Annalen.Ereignis_1032_BOR_Yantur_von_Pildek_kehrt_heim"/>
				<updated>2012-04-18T13:43:00Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;León de Vivar: hat „Annalen.Ereignis 1032 BOR Yantur von Pildek kehrt heim“ nach „Annalen.Ereignis1032 BOR Yantur von Pildek kehrt heim“ verschoben&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{ZeitleisteKörper|Datum=BOR [[Annalen:1032|1032]]|Ort=[[Junkergut Kleinblitzackern]]|Ereignis=In diesem Mond kehrt Junker [[Yantur von Pildek]] nach langen fährnisvollen Jahren im Krieg auf seine Güter im firunwärtigen Teil der [[Baronie Pildek]] zurück. Er rettet seine Schwester [[Sarahja von Pilek|Sarahja]], die er einst als [[Administrador]]a zurück gelassen hat, vor einer Bedrohung durch Strauchdiebe und beginnt anschließend die praiosgefällige Ordnung in Kleinblitzackern wieder herzustellen.|Quelle=}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Annalen.Ereignis1032|Annalen.Ereignis1032 05]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>León de Vivar</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://wiki.punin.de/index.php/Chronik.Ereignis1033_Streit_ums_Taubental_31</id>
		<title>Chronik.Ereignis1033 Streit ums Taubental 31</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wiki.punin.de/index.php/Chronik.Ereignis1033_Streit_ums_Taubental_31"/>
				<updated>2012-04-18T08:46:18Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;León de Vivar: beiträge von lasdardas und beiras eingefügt; verschiebungen im zeitlichen ablauf&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;'''''[Auf der Suche nach einem Heiler]&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wie sich der schneidige Leutnant Ardan, die liebreizende Catalinenserin Elea und der grimmige Mercenario Narvin mit seinen Hunden auf die Suche nach einem Giftkundigen machten. Wie sie dabei zunächst ihre jugendlichen Begleiterinnen Zaida und Corvara verloren.&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==[[Baronie Taubental]], 3. Travia 1033 BF==&lt;br /&gt;
===Auf dem Dorfplatz von [[Santa Catalina im Taubental|Santa Catalina]] (zwischen Einbruch der Dunkelheit und Mitternacht)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Autor:''' [[Benutzer:León de Vivar|vivar]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Dorfplatz von Santa Catalina war trotz der vorangeschrittenen Stunde noch lebendig. Aufgrund der morgen anbrechenden Festwoche hatten die Tabernas Erlaubnis erhalten, noch bis zur Zweiten Rahjastunde auszuschenken. Das gleiche galt für die Straßenbuden und Stände, die sich in der Hauptstraße und an der rahjawärtigen Seite des Platzes aneinanderreihten. Obschon die Stunde des Abendmahls längst vergangen war, dampfte und zischte es von dort, und ein verführerischer Duft von Schmalzfladen, gerösteten Zwiebeln, heißem Zwetschgenmus und Brathuhn stieg empor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fröhlich lärmende Pilger schwankten Arm in Arm über den Platz, Flöten und Trommeln erklangen gedämpft aus den Zwölf Träublein, und ein erregt kreischender Bauernbursche mit offenem Hemd spielte mit einer reich gewandeten [[Haferyaquirien|Haferyaquirierin]] 'Hasch-mich-und-Verstecken' zwischen der Reiterstatue und dem Podest, das ab morgen die Statue der Schönen Göttin beherbergen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch auf den Holztribünen, die entlang der firun- und efferdwärtigen Seite des Platzes von der Administradora und ihren Knechten errichtet worden waren, tummelten sich vereinzelte Müßiggänger. Am morgigen Tag würden die Holzstufen für Menschen von Stand reserviert sein. Am heutigen Abend jedoch suchten junge Paare die Schatten der mit Tüchern überdachten Aufbauten auf um sich schamhaft den ersten Kuss der Nacht zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
'''Autorin:''' [[Benutzer:Nandra|beiras]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls auf den Sitzen der Tribünen vertrieben sich die in schwarzen Stahl gewandeten [[Mercenario]]s, welche Baron [[Franco de Beiras y Vivar]] und seine Familie auf dem Weg ins Taubental beschützt hatten, die Zeit. Der eine schnitzte lustlos an einem Stück Holz herum, die andere achtete auf die Hundemeute, die allerdings satt und faul beisammen lag. Die Augen des dritten, Narvin mit Namen, wanderten immer wieder über das fröhliche Treiben und glitten immer wieder zu Heiligen Treppe, die zum des Tempel hinaufführte. Zwei der Mercenarios fehlten: Sie hatten sich vor einiger Zeit auf den Weg gemacht einen Auftrag ihres Herrn auszuführen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
'''Autorin:''' [[Benutzer:Simanca|lasdardas]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'Verfluchter Entendreck', schoss es durch [[Ardan von Kündoch|Ardans]] Kopf, als er in Begleitung der beiden jungen Damen, der Rahjageweihten [[Elea Colombi]] und unterstützt von einer seiner Soldatinnen die Heilige Treppe verließ und auf den Dorfplatz hinaus trat. Erleichtert atmete er auf und öffnete den obersten Knopf seines Hemdes. Hier draußen war die Luft beruhigend frisch und frei von süßlichem, die Sinne berauschenden Rosenduft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ein Wirrnis! Der Baron dieses abgelegenen Landstrichs im Rahjatempel vergiftet! Mochte Rahja auch nicht seine höchstverehrte Göttin sein, so fand er es dennoch sehr bedenklich, wie in diesem Teil Almadas auf geheiligtem Boden einem Adligen zugesetzt wurde. Nun mochte man  darüber streiten, wie legitimiert dieser Adlige war, doch spätestens seit dem Mordanschlag in einem Tempel der Zwölfe verstand Herr von Kündoch keinen Spaß mehr. Umso unerfreulicher war es für ihn, dass er die ehrenwerte Comtessa der Not geschuldet allein in diesem Hort der Freigiebigkeit hatte zurücklassen müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eher beiläufig fasste er die Schulter unter dem wilden Lockenschopf [[Zaida de las Dardas y Sangrín|Zaidas]] um sein schwarzes Schäfchen auf Kurs zu halten, das von unseligem Drang gelenkt sofort hinter den Tribünen in irgendeine Richtung hatte abdrehen wollen. Nicht mit ihm, das kannte er doch mittlerweile zur Genüge. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
'''Autorin:''' [[Benutzer:Nandra|beiras]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Corvara war Elea Colombi und Dom Ardan, ruhig, aber keineswegs eingeschüchtert gefolgt. Trotz ihrer Jugend geriet sie ob des eben Erlebten &lt;br /&gt;
nicht in Panik, sondern war von einer fast seltsamen Ruhe erfasst. Ein kleines Lächeln zeigte sich auf ihren Lippen, als sie die von ihrem Vater angeheuerten Mercenarios und die träge neben ihren Füßen liegenden Hunde sah. &amp;quot;Entschuldigt mich einen Moment, ich werde Narvin die Botschaft meines Vaters überbringen und ihn anweisen, Euch zu unterstützen.&amp;quot; Einen Moment blickte sie die Geweihte und den Leutnant abwartend an, drehte sich dann aber bereits um und ging auf besagten Narvin zu. Die Hunde, gerade noch schläfrig auf dem Boden liegend, hoben die Köpfe und trotteten erfreut auf Corvara zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bleibt hier, verdammte Viecher!&amp;quot;, versuchte Narvin sie schimpfend daran zu hindern - vergeblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Zurück, bleibt weg. Ab, zurück zu Narvin!&amp;quot; erklang Corvaras Stimme, die nun einen befehlsgewohnten Klang erhielt. Sofort hielten die Tiere in ihrer Bewegung inne und kehrten gehorchend zu Narvin zurück, der immer noch brummelnd vor sich hin schimpfte. Bei ihm angekommen, tätschelte Corvara die Köpfe von zwei Hunden gleichzeitig und redete freundlich auf sie ein, bevor sie sich dem Mann zuwandte: &amp;quot;Mein Vater schickt mich. Ihr sollt diese Herrschaften begleiten und mit für ihren Schutz sorgen. Nur soviel: Während der Feierlichkeiten ist es zu einer prekären Situation gekommen, über die Ihr aber Stillschweigen bewahren sollt, damit es nicht zu einer Unruhe unter den Feiernden kommt. Habt Ihr mich verstanden?&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Narvin schien die Art und Weise, wie die Domnatella mit ihm sprach gewohnt zu sein, denn er zeigte keinerlei Überraschung und nickte nur. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie stellte sich auf ihre Zehenspitzen und flüsterte ihm etwas ins Ohr. Kurz hoben sich die Augenbrauen des Mannes, dann nickte er leicht und blickte zu Dom Ardan und Elea hinüber. Er reichte Corvara die ledernen Riemen, die als Leinen dienten und diese legte sie den Hunden an. &amp;quot;Nimm Wargo, Rema und Zarda mit, Freya und Koro nehme ich. Wo ist Arlen?&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Der ist vorhin so 'nem Jüngling hinterher, Domnatella. Hat geschrien, dass der stehen bleiben solle.&amp;quot; Er zuckte mit den Schultern und wies &lt;br /&gt;
Richtung Dorfgasse. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwas frustriert blickte Corvara in diese Richtung. &amp;quot;Ich werde ihn schon finden. Mach' meinem Vater keinen Ärger.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesen Worten hieß sie Narvin, ihr zu Elea und Dom Ardan zu folgen. &amp;quot;Dies ist Narvin. Er wird Euch unterstützen und beschützen, so wie mein Vater es zugesagt hat. Ich habe ihn darüber informiert, was passiert ist, er weiß aber auch, dass er darüber schweigen soll. Ich wünsche Euch den Segen der Götter für Eure Aufgabe und werde mich nun zurück in die Herberge begeben.&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie nickte den beiden freundlich zu, ging dann erst mit Freya und Koro im Schlepptau Richtung ''Goldener Rose'', änderte dann aber, als sie aus dem Blickfeld der kleinen Gruppe verschwunden war, die Richtung und bog in die Dorfgasse ein. Kurz wollten die anderen Hunde ihr folgen, gehorchten dann aber auf den Zug an der Leine. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;So stehe ich Euch für Eure Suche zur Verfügung&amp;quot;, begrüßte Narvin Dom Ardan und die Rahjageweihte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
'''Autorin:''' [[Benutzer:Simanca|lasdardas]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neidisch hatte Zaida zu den massigen Hunden gesehen, die sie gar zu sehr an den guten [[Raffzahn]] erinnerten. Nur zu gerne hätte sie auch ein oder zwei oder noch mehr dieser Hunde ihr eigen genannt. Aber die Tiere fraßen einem ja förmlich die Weide leer, wenn man sie ordentlich versorgen wollte. Zumindest war dies die Antwort der werten Frau Mama gewesen, als sie ihr vor einigen Jahren mit dem Wunsch nach einer Hundemeute in den Ohren gelegen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie seufzte leise und zuckte mit den Schultern, schon stahl sich wieder ein wild-entschlossenes Lächeln auf ihre Lippen. Ihr Blick suchte schon den Rand des Lagers nach den buntbemalten Wagen ab, die sie hoffte hier zu finden. Ein Blick zurück... ja, die Gelegenheit war günstig.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nicht wirklich von der Situation überzeugt, beäugte Dom Ardan den Söldling, der die drei Hunde führte und nickte ihm knapp zu. Blieb ihm doch nichts anderes übrig, als in den sauren Apfel zu beißen und gemäß der Anweisungen Domna Rominas und Domna Fionas mit den Männern Dom Francos zusammen zu arbeiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
'''Autor:''' [[Benutzer:León de Vivar|vivar]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die auch im nächtlichen Fackelschein reizende Elea Colombi warf einen zögerlichen Blick auf Narvin mit seinen großen schwarzen Hunden, der auch die übrigen auf den Tribünen herumlungernden Mercenarios miteinschloss. Dann legte sie Dom Ardan sanft eine Hand auf die Schulter und sprach: &amp;quot;Rahja sei's gedankt, dass Ihr uns begleitet, Dom Ardan. An Eurer Seite dürfen wir uns sicher fühlen. Wohin sollen wir uns also wenden? Im Mühlenwegerl gibt es einen Heilkundigen, den alten Belmundo, aber der ist mehr ein Zahnreißer und ein Feldscher denn ein studierter Medicus. Zwar versteht er was vom Brüche einrenken, bringt Kinder gesund zur Welt und kennt allerlei Kräuterlein, die den Schmerz lindern, aber ich bezweifle, dass er viel von Giften und Gegengiften weiß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Orondo]] gibt es obendrein einen Perainetempel. Es sind wohl sieben Meilen bis dorthin, aber die dortigen Priester sind in der Heilkunst zumindest einigermaßen bewandert. Vielleicht sind die Götter uns auch gnädig und sie sind in diesem Jahr hier in Santa Catalina? Die aus Orondo sind etwas eigen... oder wir suchen die Tabernas und Wirtshäuser nach reisigen Medici ab. Dann riskieren wir allerdings, dass sogleich das ganze Dorf weiß, dass etwas im Argen liegt.&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
'''Autorin:''' [[Benutzer:Simanca|lasdardas]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sich an seine gute Erziehung erinnernd, wandte er sich an Ihro Gnaden Elea, die sich schon suchend in der Menge umsah. &amp;quot;Den Zahnreißer können wir wohl getrost auslassen, Euer Gnaden, erscheint es mir doch so, als könne er wenig dazu beitragen uns zu helfen. Da erscheinen mir die Perainegeweihten in Orondo schon aussichtsreicher. Allein, ich wüsste nicht zu sage, wen wir dorthin schicken sollen. Es ist schon spät und bald dunkel, wir brauchen jemanden, der sich hier gut auskennt. Wenn&amp;quot;, er verhielt nur kurz, ehe er bemüht fließend weiter ausführte, &amp;quot;die Liebreizende uns hold ist und schützend die Hand über ihren... Favoriten hält, so werden wir wohl einen, der der Heilkunde kundig ist, hier auf dem Fest finden. Also lasst uns sogleich mit der Suche beginnen und...&amp;quot; Waren bei diesen Worten sein Blick noch suchend über die Menge gewandert, so hatten sich seine Augen jetzt wieder der Gruppe zugewandt. Nur um festzustellen, dass seine Befürchtung sich bewahrheitet hatte und sein schwarzes Schäfchen just in dem Moment, indem er seine Aufmerksamkeit abgewandt hatte, davongeschlichen war.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Verfluchter Entendreck!&amp;quot;, entkam es ihm lauter, als beabsichtigt, so dass er vorgab die Überraschung in Gesicht der Geweihten nicht bemerkt zu haben. Hastig sah er sich um. Die Domnatella entglitt einem schneller als ein Flussaal. Nun war's zu spät und ihm blieb nur zu hoffen, dass das Kind wusste, sich vor den schlimmsten Stellen auf diesem Feste fernzuhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Fangen wir mit dem Suchen an und schauen wir, ob wir nicht auch jemanden von Dom Leóns Getreuen finden, die wir nach Orondo schicken können&amp;quot;, brachte er zähneknirschend hervor. Den verdutzten Blick des Mercenarios versuchte er ebenso zu ignorieren. Wurde Zeit, dass die Knappin Manieren lernte!&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kaum dass sich das kleine Trüppchen, samt der drei Hunde, von ihrem Versteck entfernte, atmete Zaida erleichtert auf. Ha, sie konnte es immer noch, vor aller Augen einfach verschwinden. Natürlich nicht wirklich. Aber wenn man wusste, wie die Erwachsenen dachte, war es recht einfach, sich im richtigen Moment einige Schritte davon zu schleichen und hinter dem nächstbesten Objekt abzuducken. Leise wie ein Mäuslein galt es dann auszuharren, bis man niemanden mehr hörte, der einen suchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbstzufrieden schob sie die wirren Locken zurück und linste hinter Don Ardan her. Sie mochte den schmucken Hauptmann ja, doch er hätte sie nur aufgehalten auf ihrem Weg zu den Zahoris. Und sicher nichts davon gehalten, wenn sie diese um Rat und Hilfe bat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
===Auf dem Pilgerfeld (gleich darauf)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Autorin:''' [[Benutzer:Nandra|beiras]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum nur war Arlen jemandem hinterher gerannt? Was suchte er? Corvara schlängelte sich durch das feiernde Volk, entging nur knapp einem Schwall Bier der aus einem großen Humpen schwappte, den sein Träger scheinbar nicht mehr bändigen konnte. Wahrscheinlich wegen ihres schwarzen Kleides, welches zwar vorteilhaft geschnitten war und auch ihre schlanke Figur unterstrich, aber sich von der vorherrschenden hellroten Farbe so abhob, wurde sie wenig behelligt. Und auch die Hunde mochten dazu beitragen, dass sie fast ohne Zwischenfall das Pilgerfeld erreichte. Doch wo nur sollte sie hier nach Arlen suchen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unschlüssig blieb sie stehen. Vielleicht sollte sie es einfach genießen, den Trubel für sich alleine zu haben? Ohne Aufsicht. Doch es &lt;br /&gt;
dauerte nicht lange bis sie und die Hunde die Aufmerksamkeit Arlens auf sich zogen. Ärgerlich saß er auf einem Fass und suchte die Menge der &lt;br /&gt;
Feiernden ab, die sich hier auf dem Pilgerfeld tummelte. Als er Corvara mit den Hunden auf ihn zu kommen sah, erhob er sich, damit sie ihn sah. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was macht Ihr hier, Domnatella? Warum seit Ihr nicht bei den Feierlichkeiten im Tempel?&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie unterrichtete ihn mit leiser Stimme über das Giftattentat, die verfahrene Situation innerhalb des Tempels und die Suche nach einem Heiler. Immer wieder sah sie sich dabei um, doch niemand schien Notiz von den beiden zu nehmen. Alle hatten etwas Besseres zu tun als der geflüsterten Unterhaltung zu lauschen. &amp;quot;Wen oder was suchst du, Arlen? Warum bist nicht bei den anderen?&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich bin auf der Suche nach Tito. Er ist wie von Dere verschwunden. Nur die Götter wissen, wo er ist. Vorhin sah ich jemanden, der seinen Umhang trug. Ich könnte schwören, dass er es gewesen ist und bin ihm hinterher gelaufen. Als ich ihn endlich erwischt habe, stellte sich heraus, dass es ein besoffener Knilch war, der den Umhang irgendwo hat mitgehen lassen.&amp;quot; Wild gestikulierte er mit dem erbeuteten Umhang. &amp;quot;Aber ich bin mir sicher, ihn noch gestern an Tito gesehen zu haben. Nur, wo ist der Mann, der ihn tragen sollte? Ich weiß es nicht...&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Corvara lächelte: &amp;quot;Die Hunde werden ihn finden. Freya ist eine gute Jägerin, sie braucht nur seinen Geruch. Gib mir den Umhang. Bist du auch wirklich sicher, dass es seiner ist?&amp;quot; Corvara freute sich augenscheinlich, dass sie nicht gelangweilt im Zimmer sitzen musste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereitwillig gab Arlen ihr den Umhang. &amp;quot;Ja, ich bin mir sicher. Seht hier, dies kunstvoll gestickte 'T', Domnatella&amp;quot; Corvara hielt Freya den Umhang hin und diese schnupperte eifrig an dem dargebotenen Kleidungsstück. &amp;quot;Such, Freya! Wo ist Tito? Komm meine Große, zeig mir, wo er ist!&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als habe die Hündin nie etwas anderes getan, hielt sie ihre Nase schnuppernd in die Höhe und lief los. Corvara und Arlen folgten: Corvara gepackt von einem Gefühl der Jagdlust, Arlen mit einem gemischtem Gefühlen: Was, wenn sein Herr ihn einmal suchen würde und er nicht gefunden werden wollte? Er hatte Geschichten gehört, dass die Hunde seines Herrn schon den ein oder anderen entlaufenen Gefolgsmann gefunden hätten... die meisten Geschichten hatten kein schönes Ende. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Auf dem Dorfplatz von [[Santa Catalina im Taubental|Santa Catalina]] (kurz darauf)===&lt;br /&gt;
'''Autor:''' [[Benutzer:Dom Gualdo|dalias]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Yppolita di Dalias y las Dardas]] eilte zu dem schlanken Zwiebeltürmchen, das sich nur schemenhaft gegen die Nachtschwärze abzeichnete. Ihren Vetter [[Lodovico di Dalias|Lodovico]] hatte sie in den fürsorgenden Händen Eulalias zurückgelassen. Dass er ihr Pferd nicht vergessen solle, hatte sie ihm noch zugerufen. Dass sie Secretario [[Pribaldo Tracodi]] anweisen werde zu tun, was immer zu tun ist, auch dies hatte sie ihm noch zugerufen. Dann war sie los gerannt. Sie hasste diese Schuhe und dieses Kleid. Schon als kleines Mädchen hatte Yppolita lieber mit Schwertern gespielt, als einer Puppe Kleidchen anzuziehen und das, obwohl ihre Muhme Thesia, die sie in Punin erzogen hatte, eine Rahjageweihte war. Rosa Kleidchen für zierliche Püppchen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie war am schmalen Zwiebeltürmchen angelangt, das den Endpunkt der Heiligen Treppe markierte. Von hier aus ging es dreißig Schritt oder dreihundert Stufen in schnurgerader Linie Richtung Rahja hügelabwärts. Die Rufe und die Lieder der Feiernden vom Dorfplatz wehten ihr entgegen. Im Feuerschein herrschte ausgelassenes, fröhliches Treiben. Noch ahnten die Taubentaler und ihre Gäste nicht, dass Seine Hochgeboren der Baron im Taubental mit dem Tode rang. Kurz hielt Yppolita inne und sog die frische Travienluft in ihre Lungen. Ihr Korsett, das ihren Oberkörper in Kegelform presste, quälte sie. Sie bückte sich und raffte die unterschiedlichen Lagen ihres blauen Kleides hoch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie eilte die Stufen hinab, eine nach der anderen. Fünfzig Stufen. Sechzig Stufen. Ungeschickt trat sie mit einem dieser von Lodovico als entzückend, berückend und verzückend gelobten Schühchen Puniner Mode in einen ihrer Unterröcke, verfing sich und stürzte. Ihr rechtes Knie schlug auf eine der natursteinernen Treppenstufen auf. Mit Händen und Armen fing sie den Sturz auf. Ein kleiner Treppenabsatz verhinderte, dass sie weiter die verbliebenen zweihundertvierzig Stufen hinunterstürzte. Fluchend rappelte sich Yppolita wieder auf, rieb ihre wunden Hände, zog den rechten Schuh aus, schleuderte ihn fluchend von sich, zog den linken Schuh aus und schleuderte auch diesen weg – nicht aber ohne noch vorher mit einem „Namenloser noch eins&amp;quot; auf den Schuh gespuckt zu haben. Kleid und Unterröcke raffte sie wieder hoch und hastete mit schmerzendem rechten Knie, Verwünschungen auf den Lippen hügelab. Einhundert Stufen. Einhundertfünfzig Stufen. Die Lieder der Feiernden wuchsen Yppolita in ihrer Lautstärke und Fröhlichkeit entgegen. Dort unten lag die ''Goldene Rose''; dann hatte sie es geschafft, dann war sie Kleid und Unterröcke und das vermaledeite Korsett los. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zweihundert Stufen. Zweihundertfünfzig Stufen. Der Schmerz in ihrem rechten Knie begann immer stärker zu pulsieren. Sie spürte wie warmes Blut über ihr Schienbein nach unten floss. Das Zwiebeltürmchen, das den Beginn der Heiligen Treppe anzeigte, war schon fast zum Greifen nah. Auf den letzten Stufen wurde sie etwas langsamer. Sie wollte nicht zu viel Aufmerksamkeit erregen. Keuchend kam sie unten an. Schweiß glänzte auf ihrem Dekolleté und ihrer Stirn. Das Korsett raubte ihr den Atem. Yppolita ließ Kleid und Unterröcke sinken, die so ihre Füße und das blutende Knie bedeckten. Hinkend ging sie zielstrebig auf das Portal der ''Goldenen Rose'' zu. Auf dem Festplatz wogte die Menschenmenge in Ausgelassenheit und Weinseligkeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nah, Du Schöne, willst Du mich nicht küssen?&amp;quot; Unvermittelt trat Yppolita ein mit gewundenen Weinblättern gekrönter Schlaks mit einem Kumpan und vier Weinbechern – in jeder Hand hielten sie einen – in den Weg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dunkel funkelte sie die beiden an und schob sie beiseite.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Mit einem „Alveranspisseundrondrasarsch&amp;quot; erreichte Yppolita humpelnd die ''Goldene Rose'', riss die Tür scheppernd auf und hastete die Stufen zu den Zimmern der Daliaser hinauf. Alrico, Lodovicos Bursche, war nicht da. Der Bengel hatte sich wohl unter die Feiernden gemischt; den würde sie erst morgen stockbesoffen wieder finden. Der Lärm der Menschenmenge drang herein. Die Kammer wurde nur durch Mada- und Feuerschein von draußen erhellt. Mit brennendem Schmerz im Knie hinkte sie durch die beiden Räume. Sanft schnarchend fand sie den spitzgesichtigen Pribaldo Tracodi auf seiner Bettstatt liegen. Domna Yppolita beugte sich über ihn, packte ihn an beiden Oberarmen, hob ihn aus dem Bett und stellte ihn auf seine Füße.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
„Aufstehen, Maestro Tracodi! Es gibt Arbeit!&amp;quot;, herrschte die Caballera den aufschreckenden Schreiberling an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie? Was? Wer?…&amp;quot;, rieb sich Secretarius Pribaldo Tracodi den Schlaf aus den Augen. „Wo ist Wohlgeboren Dom Lodovico? Was ist…&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Hilf mir, mein Kleid und dieses verfluchte Korsett auszuziehen, und ich erzähle es dir!&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während sich Pribaldo Tracodi mit spitzen Fingern an die Arbeit machte, an Schnürchen zog und Häkchen öffnete, berichtete Domna Yppolita von der Feier im Rosentempel und dem plötzlichen und unerwarteten Fall Dom [[León Dhachmani de Vivar|Leóns]]. Sie erzählte von der Aufregung der feiernden Gäste, der vermuteten Gewissheit, dass es ein Giftanschlag war, den Unpässlichkeiten Dom Lodovicos und dem tänzerischen und küssenden Wunderwirken Seiner Hochwürden [[Bonaventura XXII. Colombi|Bonaventuras XXII]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach getaner Arbeit warf Yppolita das blaue Kleid achtlos in die Ecke. Gebannt verfolgte Pribaldo Tracodi das Spiel der Arm-, Rücken- und Brustmuskeln Domna Yppolitas, als sie sich Beinkleider und schwere Reiterstiefel anlegte, die Haare zu einem Eslamszopf band, ein weites Hemd rasch zuknüpfte, eine Lederweste darüber zog, sich mit einem Wehrgehänge umgürtete und eilig zu [[Caldabreser]] und Handschuhen griff, während sie ihn, den Secretario, anwies, Briefe an Domna [[Richeza de Vivar y Sangrín|Richeza]] in [[Punin]] und Dom [[Amando Dhachmani de Vivar|Amando]] in [[Inostal]] vorzubereiten und zur Villa Azucena zu tragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne einen weiteren Gruß polterte Domna Yppolita, Dom Lodovicos Rapier und Wehrgehänge in der Faust, aus der Kammer, die Treppe hinab und auf den vor Lebensfreude überschäumenden Dorfplatz hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Chronik.Ereignis|Zurück=[[Chronik.Ereignis1033 Streit ums Taubental 27|Streit ums Taubental 27]]|Chronik:Jahr=Chronik:1033|Ereignisname=[[Chronik:1033#Streit_ums_Taubental|Streit ums Taubental]]|Teil=28|Weiter=[[Chronik.Ereignis1033 Streit ums Taubental 29|Streit ums Taubental 29]]}}&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:03}}[[Kategorie:Chronik.Ereignis1033]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>León de Vivar</name></author>	</entry>

	<entry>
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		<title>Annalen:1031</title>
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				<updated>2012-04-17T16:51:05Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;León de Vivar: Die Seite wurde neu angelegt: „Was sich in Almada im Jahre '''1031''' nach Bosparans Fall ereignete.  {{ZeitleisteKopf}} {{:Annalen.Ereignis 1031 PRA Scharmützel bei Hecke}} {{:Annalen.Ereigni…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Was sich in Almada im Jahre '''1031''' nach Bosparans Fall ereignete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{ZeitleisteKopf}}&lt;br /&gt;
{{:Annalen.Ereignis 1031 PRA Scharmützel bei Hecke}}&lt;br /&gt;
{{:Annalen.Ereignis 1031 PRA Peliria von Pildek reist nach Punin}}&lt;br /&gt;
{{:Annalen.Ereignis 1031 PRA Hochzeit Culming-della Pena}}&lt;br /&gt;
{{:Annalen.Ereignis 1031 PRA 27 Oberfelser Bluttat}}&lt;br /&gt;
{{:Annalen.Ereignis 1031 RON Baialan überfallen Torreloedo}}&lt;br /&gt;
{{:Annalen.Ereignis 1031 TRA Fall von Dâl}}&lt;br /&gt;
{{:Annalen.Ereignis 1031 BOR Ende des Schwarzen Rakolus}}&lt;br /&gt;
{{:Annalen.Ereignis 1031 PHE Goblins im Paenolonforst}}&lt;br /&gt;
{{:Annalen.Ereignis 1031 PER Fuis Ligo zurück in Punin}}&lt;br /&gt;
{{:Annalen.Ereignis 1031 ING Ende des Tafsir von Reiherfels}}&lt;br /&gt;
{{:Annalen.Ereignis 1031 RAH Rückzug des OZR}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Annalen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>León de Vivar</name></author>	</entry>

	<entry>
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		<title>Annalen.Ereignis 1031 RAH Rückzug des OZR</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;León de Vivar: Die Seite wurde neu angelegt: „{{ZeitleisteKörper|Datum=RAH 1031|Ort=Omlad|Ereignis=In diesem Mond gibt der Orden vom Heiligen Zorn der Göttin Rondra seine Stützpunkte i…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{ZeitleisteKörper|Datum=RAH [[Annalen:1031|1031]]|Ort=[[Omlad]]|Ereignis=In diesem Mond gibt der Orden vom Heiligen Zorn der Göttin Rondra seine Stützpunkte in [[Punin]] und Omlad auf. Lediglich das [[Caballerogut Brigasella]] in der [[Baronie Schelak]] verbleibt unter Obhut des versehrten Ordensritters [[Perval Mühlinger]].|Quelle=}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Annalen.Ereignis1031|Annalen.Ereignis1031 12]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>León de Vivar</name></author>	</entry>

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		<title>Annalen.Ereignis 1031 ING Ende des Tafsir von Reiherfels</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;León de Vivar: Die Seite wurde neu angelegt: „{{ZeitleisteKörper|Datum=ING 1031|Ort=Junkergut Endivarol|Ereignis=In diesem beklagenswerten Mond wird der Junker Tafsir von Reiherfels …“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{ZeitleisteKörper|Datum=ING [[Annalen:1031|1031]]|Ort=[[Junkergut Endivarol]]|Ereignis=In diesem beklagenswerten Mond wird der Junker [[Tafsir von Reiherfels]] während eines Ausrittes im [[Paenolonforst]] unglücklicherweise von einem umstürzenden Baum erschlagen - eine durchaus nicht unübliche Todesart im ''Waldwinkel'' Almadas. Seine junge Witwe, Domna [[Concabella von Bonladur]], übernimmt daraufhin das Junkersamt und wird zu einer der begehrtesten Partien der [[Baronie Brigellan]] und der angrenzenden Lehen.|Quelle=}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Annalen.Ereignis1031|Annalen.Ereignis1031 11]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>León de Vivar</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://wiki.punin.de/index.php/Annalen.Ereignis_1031_PER_Fuis_Ligo_zur%C3%BCck_in_Punin</id>
		<title>Annalen.Ereignis 1031 PER Fuis Ligo zurück in Punin</title>
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				<updated>2012-04-17T16:46:22Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;León de Vivar: Die Seite wurde neu angelegt: „{{ZeitleisteKörper|Datum=PER 1031|Ort=Punin|Ereignis=In diesem freudenreichen Mond kehrt Fuís Ligo, erfolgreichster Immanspieler ganz A…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{ZeitleisteKörper|Datum=PER [[Annalen:1031|1031]]|Ort=[[Punin]]|Ereignis=In diesem freudenreichen Mond kehrt [[Fuís Ligo]], erfolgreichster Immanspieler ganz Almadas, wieder aus dem fernen [[avwik:Prem|Prem]] zurück in seine Heimat. Auf Anfrage des Puniner [[Hoher Rat (Punin)|Hohen Rates]] erklärt er sich bereit fortan als Betreuer die traditionsreiche Mannschaft [[Skorpion Punin]] zu neuen Siegen zu führen. Ein Haus in [[Tiefenbrunn]] und eine üppige Leibrente werden ihm von der Domna zur Verfügung gestellt.|Quelle=}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Annalen.Ereignis1031|Annalen.Ereignis1031 10]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>León de Vivar</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://wiki.punin.de/index.php/Annalen.Ereignis_1031_PHE_Goblins_im_Paenolonforst</id>
		<title>Annalen.Ereignis 1031 PHE Goblins im Paenolonforst</title>
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				<updated>2012-04-17T16:46:01Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;León de Vivar: Die Seite wurde neu angelegt: „{{ZeitleisteKörper|Datum=PHE 1031|Ort=Pfalzgrafschaft Geiersgau|Ereignis=In diesem beklagenswerten Mond häufen sich Überfälle von Rotpelz…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{ZeitleisteKörper|Datum=PHE [[Annalen:1031|1031]]|Ort=[[Pfalzgrafschaft Geiersgau]]|Ereignis=In diesem beklagenswerten Mond häufen sich Überfälle von Rotpelzen auf den Straßen und Wegen des [[Paenolonforst]]es im efferdwärtigen Teil der [[Grafschaft Südpforte]]. Vor allem die Wegstrecke zwischen [[Rengor]] und dem Markt [[Endivarol]] ist betroffen.|Quelle=}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Annalen.Ereignis1031|Annalen.Ereignis1031 09]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>León de Vivar</name></author>	</entry>

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		<id>http://wiki.punin.de/index.php/Annalen.Ereignis_1031_BOR_Ende_des_Schwarzen_Rakolus</id>
		<title>Annalen.Ereignis 1031 BOR Ende des Schwarzen Rakolus</title>
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				<updated>2012-04-17T16:45:44Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;León de Vivar: Die Seite wurde neu angelegt: „{{ZeitleisteKörper|Datum=BOR 1031|Ort=Warunk|Ereignis=In diesem glorreichen Mond wird der schurkische Reichsverräter und Dämo…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{ZeitleisteKörper|Datum=BOR [[Annalen:1031|1031]]|Ort=[[avwik:Warunk|Warunk]]|Ereignis=In diesem glorreichen Mond wird der schurkische Reichsverräter und Dämonenknecht [[Rakolus von Schrotenstein]] von reisigen [[Questador]]es, denen der Heilige [[avwik:Leomar von Baburin|Leomar Drachenherz]] beisteht, bezwungen und getötet. Groß ist der Jubel, als Nachricht davon nach Almada dringt.|Quelle=[[avwik:Donner und Sturm|Donner und Sturm, S. 80]]}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Annalen.Ereignis1031|Annalen.Ereignis1031 05]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>León de Vivar</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://wiki.punin.de/index.php/Annalen.Ereignis_1031_TRA_Fall_von_D%C3%A2l</id>
		<title>Annalen.Ereignis 1031 TRA Fall von Dâl</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;León de Vivar: links&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{ZeitleisteKörper|Datum=TRA [[Annalen:1031|1031]]|Ort=[[Dâl]]|Ereignis=In diesem glorreichen Mond ergibt sich die ausgehungerte novadische Garnison der Gräfin [[Shahane Al'Kasim]]. Als die einstige Markverweserin der [[Reichsmark Südpforte|Südpforte]] zum ersten Mal als Gräfin in ihre Stadt einzieht, jubelt das Volk. Der [[Alcazar von Dâlblick]] fällt kampflos. Von [[Chabun ben Nafiref]], seinem Berater, dem [[Schwarzer Reiter|Schwarzen Reiter]] sowie dem Belagerungsexperten [[lfwiki:Alverigo Anzani|Alverigo Anzani]], fehlt jedoch jede Spur. Gerüchteweise tauchen beide in der ehemaligen [[Reichsgrenzfeste Neu-Süderwacht]] wieder auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Domna Shahane entlässt ihren Heerbann zur Weinernte, verbleibt jedoch mit einer starken Garnison in ihrer Stadt.|Quelle=}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Annalen.Ereignis1031|Annalen.Ereignis1031 04]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>León de Vivar</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://wiki.punin.de/index.php/Annalen.Ereignis_1031_RON_Baialan_%C3%BCberfallen_Torreloedo</id>
		<title>Annalen.Ereignis 1031 RON Baialan überfallen Torreloedo</title>
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				<updated>2012-04-17T16:44:02Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;León de Vivar: Die Seite wurde neu angelegt: „{{ZeitleisteKörper|Datum=RON 1031|Ort=Junkergut Torreloedo|Ereignis=In diesem beklagenswerten Mond wird das kaum geschützte Junkergut Torre…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{ZeitleisteKörper|Datum=RON [[Annalen:1031|1031]]|Ort=[[Junkergut Torreloedo]]|Ereignis=In diesem beklagenswerten Mond wird das kaum geschützte Junkergut Torreloedo, Erblehen des Reichsherolds [[Borlando di Aragança]], von den [[Baialan]] überfallen und eingenommen. Gerüchteweise sind darüber hinaus horasische [[Mercenario]]s in die [[Baronie Phexhilf]] eingefallen. Als [[Banus]] [[Stordan von Culming]] davon erfährt, bricht er die Belagerung [[Dâl]]s ab und marschiert mit den Truppen der [[Culminger Liga]] in Richtung seiner eigenen Lande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gräfin [[Shahane Al'Kasim]] wertet diesen Akt als Bruch der Lehnstreue.|Quelle=}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Annalen.Ereignis1031|Annalen.Ereignis1031 02]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>León de Vivar</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://wiki.punin.de/index.php/Annalen.Ereignis_1031_PRA_Hochzeit_Culming-della_Pena</id>
		<title>Annalen.Ereignis 1031 PRA Hochzeit Culming-della Pena</title>
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				<updated>2012-04-17T16:43:24Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;León de Vivar: Die Seite wurde neu angelegt: „{{ZeitleisteKörper|Datum=Ende PRA 1031|Ort=Unterfels|Ereignis=In den traviagefälligen letzten Tagen dieses Mondes vermähl…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{ZeitleisteKörper|Datum=Ende PRA [[Annalen:1031|1031]]|Ort=[[lfwiki:Unterfels|Unterfels]]|Ereignis=In den traviagefälligen letzten Tagen dieses Mondes vermählt sich der [[Inostal]]er [[Taifa]]do [[Leonato von Culming]] mit der Domnatella [[lfwiki:Flavia della Pena|Flavia Eleonore della Pena]]. Anschließend schwört er [[lfwiki:Liebliches Feld|liebfeldische]] [[Condottiere]] [[lfwiki:Horasio della Pena|Horasio della Pena]], dem so genannten Grafen von [[lfwiki:Grafschaft Bomed|Bomed]] und entfernten Vetter der Braut, öffentlich den Lehnseid und wird von diesem als Baron von [[Baronie Inostal|Inostal]] anerkannt.|Quelle=}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Annalen.Ereignis1031|Annalen.Ereignis1031 01]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>León de Vivar</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://wiki.punin.de/index.php/Annalen.Ereignis_1031_PRA_Peliria_von_Pildek_reist_nach_Punin</id>
		<title>Annalen.Ereignis 1031 PRA Peliria von Pildek reist nach Punin</title>
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				<updated>2012-04-17T16:43:02Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;León de Vivar: Die Seite wurde neu angelegt: „{{ZeitleisteKörper|Datum=Mitte PRA 1031|Ort=Pildek  Punin|Ereignis=In diesen Tagen scheitern die Verhandlungen zwischen der Baronin [[Pe…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{ZeitleisteKörper|Datum=Mitte PRA [[Annalen:1031|1031]]|Ort=[[Pildek]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Punin]]|Ereignis=In diesen Tagen scheitern die Verhandlungen zwischen der Baronin [[Peliria von Pildek]] und dem [[Condottiere]] [[Galeazzo Fortezza]] über den Abzug und die Bezahlung seines Terzios. Da sie die unverschämt hohen Forderungen des Condottiere nicht erfüllen kann, sieht die Baronin keine andere Möglichkeit als nach Punin zu reisen und den Kaiser selbst um Hilfe zu bitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Hofe wird Domna Peliria monatelang hingehalten und schließlich in den [[Cronrat]] berufen, während ihr Bruder [[Gargano von Pildek|Gargano]] im Banner der [[Hofjunker]] Aufnahme findet.|Quelle=}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Annalen.Ereignis1031|Annalen.Ereignis1031 01]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>León de Vivar</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://wiki.punin.de/index.php/Annalen.Ereignis_1031_PRA_Scharm%C3%BCtzel_bei_Hecke</id>
		<title>Annalen.Ereignis 1031 PRA Scharmützel bei Hecke</title>
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				<updated>2012-04-17T16:42:24Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;León de Vivar: Die Seite wurde neu angelegt: „{{ZeitleisteKörper|Datum=Anfang PRA 1031|Ort=Hecke|Ereignis=''Scharmützel bei Hecke''. In diesen Tagen unterliegt der Inostaler [[Taifa…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{ZeitleisteKörper|Datum=Anfang PRA [[Annalen:1031|1031]]|Ort=[[Hecke]]|Ereignis=''Scharmützel bei Hecke''. In diesen Tagen unterliegt der [[Inostal]]er [[Taifa]]do [[Leonato von Culming]] mit seinen Mercenarios den gefürchteten [[Baialan]]. Damit enden vorerst die Versuche Dom Leonatos der letzten Monde seinen Einflussbereich auch im Inostaler Hinterland zu festigen.|Quelle=}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Annalen.Ereignis1031|Annalen.Ereignis1031 01]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>León de Vivar</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://wiki.punin.de/index.php/Annalen.Ereignis_1031_PRA_27_Oberfelser_Bluttat</id>
		<title>Annalen.Ereignis 1031 PRA 27 Oberfelser Bluttat</title>
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				<updated>2012-04-17T16:40:34Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;León de Vivar: Die Seite wurde neu angelegt: „{{ZeitleisteKörper|Datum=27. PRA 1031|Ort=Oberfels|Ereignis=''Oberfelser Bluttat''. An diesem schändlichen Tag wird der…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{ZeitleisteKörper|Datum=27. PRA [[Annalen:1031|1031]]|Ort=[[lfwiki:Oberfels|Oberfels]]|Ereignis=''[[Oberfelser Bluttat]]''. An diesem schändlichen Tag wird der ehemalige gräfliche Stadtkommandant von Oberfels, Dom [[Ordonyo di Juantilla]], nach einem öffentlichen Prozess durch den seines Standes unwürdigen Strang vom Leben zum Tode befördert. Die sich anschließende, niederträchtige und allen guten Sitten widersprechende Zurschaustellung des Gehenkten ist das Werk des neuen Stadtkommandanten von Oberfels, des jungen Leutnants [[lfwiki:Mondino von Calven-Imirandi|Mondino von Calven-Imirandi]].|Quelle=[[YB-S_Mord_in_Oberfels|YB-S]]}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Annalen.Ereignis1031|Annalen.Ereignis1031 01 27]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>León de Vivar</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://wiki.punin.de/index.php/Annalen.Ereignis_1030_PRA_Horasio_della_Pena_erobert_Oberfels</id>
		<title>Annalen.Ereignis 1030 PRA Horasio della Pena erobert Oberfels</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wiki.punin.de/index.php/Annalen.Ereignis_1030_PRA_Horasio_della_Pena_erobert_Oberfels"/>
				<updated>2012-04-17T11:41:29Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;León de Vivar: hat „Annalen.Ereignis 1030 PRA Horasio della Pena erobert Oberfels“ nach „Annalen.Ereignis1030 PRA Horasio della Pena erobert Oberfels“ verschoben&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{ZeitleisteKörper|Datum=Anfang PRA [[Annalen:1030|1030]]|Ort=[[lfwiki:Oberfels|Oberfels]]|Ereignis=In diesen beklagenswerten Tagen erobert der [[lfwiki:Liebliches Feld|liebfeldische]] [[Condottiere]] [[lfwiki:Horasio della Pena|Horasio della Pena]] die Stadt Oberfels. Der Stadtkommandant der Gräfin [[lfwiki:Josmina von Bregelsaum|Josmina von Bregelsaum]], Dom [[Ordonyo di Juantilla]] wird abgesetzt und arretiert. Zum neuen Stadtkommandanten ernennt Dom Horasio zunächst Capitán [[lfwiki:Ralhion Trebesco|Ralhion Trebesco]].|Quelle=}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Annalen.Ereignis1030|Annalen.Ereignis1030 01]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>León de Vivar</name></author>	</entry>

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